Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
15:22
21.09.2019
Die UNMIK ermöglichte nationalistische Provokationen- Polizei und Militärschutz für die serbischen Chauvinisten

Die Agentur Reuters meldet: „Unter größten Sicherheitsvorkehrungen der Nato haben die Serben im Kosovo am Jahrestag der Amselfeld-Schlacht ihren Anspruch auf die Provinz demonstriert. Soldaten der Kfor-Truppe sicherten am Donnerstag die Marschroute von Mitrovica zum Kloster Gracanica ab, einer serbischen Enklave in der Nähe der Hauptstadt Pristina, wo die zentrale Gedenkfeier stattfinden sollte. UN-Soldaten begleiteten den Zug aus mehreren hundert Nationalisten.“

 

Vor einiger Zeit erklärte der bekannte Publizist Veton Surroi: „ In einigen Monaten nach der Lösung der Statusfrage wird die serbische Politik Kosova vergessen.“ Mit dieser Aussage unterschlägt Herr Surroi zwei fundamentale Tatsachen. 1. Der Ahtisaari-Plan teilt Kosova zugunsten des serbischen Staates, zudem wird das Recht auf Selbstbestimmung durch eine neuerliche Protektoratsstruktur negiert. 2. Die herrschende serbische Filzokratie benötigt den Chauvinismus wie die Butter das Brot.

Heute wurde der Führer der „ Serbischen Radikalen Partei ( SRS) von der Mehrheit der Parlamentsabgeordneten zum Parlamentspräsidenten in Serbien gewählt. Tomislav Nikoliç erhielt die nötige Stimmenzahl durch die Unterstützung der sogenannten „Sozialisten“ und der Partei von Ministerpräsident Kostunica. Damit findet sich in Serbien wieder offen ein Block zusammen, welcher die Milosevic Ära fast im Original wiederspiegelt.

gjermanisht-shqip Für unsere Leser und Leserinnen dokumentieren wir einen sehr aufschlußreichen Artikel von Herrn Stevan Niksic, zu den Privatisierungspraktiken in Serbien. Der Artikel belegt ausgezeichnet wozu die neureiche Clique in Beograd den Chauvinismus gegenüber Kosova benötigt. Die serbischen Nationalisten müssen ihr korruptes Streben nach Reichtum auf Kosten der einfachen Menschen in Serbien mittels wüster chauvinistischer Praktiken überspielen.

gjermanisht-shqip Die serbische Zeitung Danas meldete am 28. April: " Am 5. Mai wird mit 5000 Freiwilligen eine - Zar Lazar Garde- gegründet, um Kosovo zu verteidigen“. Die Garde wird am 5. Mai im Hof der Kirche Lazaricës bei Krushevc in einer Zeremonie offiziell installiert. Die Mitglieder der Garde sind „neue und alte Kämpfer“ aus Serbien. Die meisten von ihnen haben eine einschlägige mörderische Vergangenheit. In der Erklärung zur Gründung der Tschetnik-Bande ist viel von der „bedingungslosen Verteidigung Kosovos“ die Rede.

Der Ahtisaari Plan ermöglicht es Serbien -Kosova- von seiner Staatsverschuldung eine Milliarde US- Dollar zu überlassen. Dieser in der Debatte zu kurz kommende Faktor zeigt, dass es sich bei dem Ahtisaari- Paket nicht nur um ein politisches Diktat handelt, sondern (neben dem Land und Kulturraub) auch um ein ökonomisches Diktat. Serbien wird durch die EU im Zeichen des Neoliberalismus dazu gedrängt seine Wirtschaft weiter zu öffnen, soziale Leistungen abzubauen und dem internationalem Kapital enorme Profitmöglichkeiten zu gewähren.

Anfang April erschien in der albanischen Tageszeitung EPOKA E Re ein längerer Artikel von Adem Demaci, gegen den zunehmenden hauptsächlich gegen die Roma gerichteten Rassismus in Serbien. Adem Demaci war im alten Jugoslawien insgesamt 28 Jahre im Gefängnis. Demaci galt in dieser Zeit als Nelson Mandela Kosovas. Demaci trat im März 1999 von seinem Posten als politischer Sprecher der UCK zurück, da er den Vertrag von Rambouillet ablehnte. In den letzten Jahren engagierte sich Demaci sehr stark für die Rechte der Roma in Kosova. Die albanische Rechte kritisierte deshalb Adem Demaci. Heute ist Adem Demaci Mitglied der „ Bewegung für Selbstbestimmung“ LPV.