Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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13.12.2017
Der Begriff Balkankonflikt bezeichnet das großenteils gewaltsame Zerbrechen des Staates Jugoslawien in den 1990er Jahren. Verursacht wurde er unter anderem durch die schweren ökonomischen Probleme, denen sich das Land in den 1980er Jahren ausgesetzt sah, verbunden mit einer nationalistischen Politik und Propaganda, die vor allem von der damaligen serbischen Macht-Elite, aber auch von Politikern anderer Teilrepubliken ausging. Eine wesentliche Ursache des Streits zwischen den Republiken lag in der Verteilung der finanziellen Mittel zwischen den Teilrepubliken (ähnlich dem deutschen Länderfinanzausgleich).

Dobrica Ćosić (in kyrillischer Schrift Добрица Ћосић; * 29. Dezember 1921 in Velika Drenova) ist ein serbischer Schriftsteller der zwischen 1992 und 1993 Präsident Restjugoslawiens war. 1968, unter der Regierung Titos, vertrat Ćosić erstmals öffentlich die Meinung, dass die vor allem im Kosovo und Metochien lebenden Serben durch andere Völker des damaligen "Vielvölkerstaates" Jugoslawiens, namentlich die Albaner, unterdrückt würden und eine wichtigere Rolle spielen sollten. Diese Haltung wurden von der kommunistischen Partei Jugoslawiens nicht geduldet; Ćosić verlor alle Parteiämter und wurde wegen Chauvinismus aus der Partei ausgestoßen.

Zwischen 1982 and 1986 arbeiteten Mitglieder der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste (serbisch: Srpska akademija nauka i umetnosti; Sanu) an einem Memorandum zur Lage der serbischen Nation in Jugoslawien, dem so genannten Sanu-Memorandum. Redigiert wurde der Text vom Präsidenten der Akademie und späteren Präsidenten Restjugoslawiens Dobrica Ćosić. Das Memorandum war von der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste nicht als die ideologische Basis für serbischen Nationalisten gedacht, wurde aber später von diesen dazu missbraucht.

Die „Jüdische Zeitung“ erscheint monatlich in Deutschland, sie leistet einiges in ihrer Berichterstattung um Antisemitismus und Rassismus zu bekämpfen. Dabei hat das sehr interessante Blatt nicht nur Deutschland im Visier, sondern vor allem auch die Staaten in Ost- und Südosteuropa. In der aktuellen Januarausgabe der Zeitung ist ein sehr wichtiges Gespräch mit Aleksander Lebl, Vorstandsmitglied der „Jüdischen Gemeinschaft Serbiens und Montenegros“ abgedruckt. Das Gespräch ist mit der Aussage überschrieben: „Leider gibt es auch in Serbien Antisemitismus“.

Am 10. Januar publizierte die serbische Verhandlungsdelegation zu den „Statusverhandlungen“ ihre wesentlichen Positionen. Nach wie vor will Belgrad den Menschen in Kosova das Selbstbestimmungsrecht verweigern. Unter der Formel, „mehr als Autonomie weniger als Unabhängigkeit“, will die Belgrader politische Kaste Kosova behalten. Zudem wurde ein Katalog präsentiert, der das nationalistische Ziel hat, Kosova entlang „völkischer Linien“ zu teilen. Es soll autonome serbische Gebiete mit eigener Rechtssprechung, Polizei und eigenen Sonderbeziehungen zum serbischen Staat geben. Die Delegation nannte auch die Gebiete, in denen es „serbische Zonen“ geben soll. Beginnend mit dem Norden Kosovas ( ab der Stadt Mitrovica), soll das Land mit „ethnisch reinen serbischen Zonen“ durchzogen werden.