Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
05:15
10.08.2020
Gestern wurde in Prishtina der Aktivist der Bewegung „Vetevendosje“, auf Deutsch „Selbstbestimmung“, aus der dreimonatigen U-Haft entlassen. Herr Kurti wurde nach ca. neun Stunden „Freiheit“ wieder verhaftet, als er in Besiana (ehemals Podujevo) der Familie Balaj sein Beileid für den gefallenen Sohn an dem Protestzug des 10. Februars aussprach. Die erneute Inhaftierung des Herrn Kurti wird seitens der UNMIK-Behörden mit der Nichteinhaltung der äußert strengen juristischen Auflagen begründet,

 wie die des Hausarrests, des Versammlungsverbotes und Verbots der Medien-Kontaktaufnahme. Es ist maßgeblich sichtbar, dass Kurti entlassen wurde, um anschließend wieder verhaftet zu werden. Man brauchte einen weiteren juristischen Grund, um den charismatischen Aktivisten für eine längere Zeit verhaften zu können. Es war eindeutig vorauszusehen, dass Herr Kurti die Auflagen der UNMIK nicht akzeptieren und einhalten wird. Die Haltung von Albin Kurti bezüglich des UNMIK-Systems als Ganzes und der UNMIK-Rechtsprechung als ein Teil von ihr, ist allgemein bekannt. Er und die Bewegung Vetevendosje lehnen jede Autorität, die nicht direkt vom Volke und für das Volk ausgeht ab.


Kurti hatte kurz vor seiner Verhaftung eine Pressekonferenz abgehalten und entschlossen sein Widerstand gegen die „beaufsichtigte“ Unabhängigkeit unterstrichen. Er betonte, dass die Bewegung „Vetevendosje“ die einzige wirkliche Opposition in Kosova ist, und sie weiterhin friedlich für das Selbstbestimmungsrecht Kosovas kämpfen wird. Kurti bezeichneten das Justizsystem der UNMIK als undemokratisch, politisch gesteuert und willkürlich. Seine Inhaftierung sieht Kurti als reinen politischen Akt, mit dem Ziel ihn und die alternative Jugendbewegung „Vetevendosje“ zum Schweigen zu bringen.


Alban Ademi


Quellen:
rtklive.com
lajm.info