Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
22:44
19.02.2018

Am kommenden Samstag führt die LPV „ Bewegung für Selbstbestimmung“ neuerlich eine Demonstration in Prishtina durch. Die Demonstration steht unter dem Motto: „ Für die Freiheit“. Der Beginn der Demonstration ist auf 14 Uhr angesetzt. Besondere Brisanz erhält die Demonstration durch den andauernden Hungerstreik von Albin Kurti und weiterer politischer Gefangener im Gefängnis in Pejë. .


Was Kurti fordert


Im Gefängnis  haben die Gefangenen nur eine tägliche Ausgangszeit von 30 Minuten. Dagegen wendet sich Kurti. Die unmenschlichen Haftbedingungen zeigen sich auch an der Größe der Zellen, im Schnitt haben sie 2.7 qm. Die Zelle von Kurti ist mit 5.4 qm noch relativ groß. Eine deutsche Gefängniszelle muß hingegen laut Vorschrift mindestens 8,5 qm aufweisen. Für einen deutschen Schäferhund sind laut Tierschutzgesetz noch einige Quadratmeter mehr vorgeschrieben. Die UNMIK arbeitet also auch in dieser Hinsicht auf der Basis der Einrichtungen und Methoden des Milosevic Regimes. Der Abstand zwischen Bett und Wand in der Zelle Kurtis beträgt 45 cm. Der Gefangene fordert für sich und die anderen Häftlinge längere Ausgangszeiten sowie andere Regelungen bei den TV Sendezeiten. Für seine Zelle fordert Kurti einen Stuhl und einen Tisch sowie Schreibgerät, da er politisch journalistisch tätig ist. Außerdem fordert Kurti ein Ende der permanenten Provokationen im Gefängnis. Kurti wird vom Personal mit Produkten aus Serbien beliefert. Die LPV hat dagegen eine Kampagne zum Schutz der kosovarischen Wirtschaft, speziell der Bauern, initiiert.


Eine deutsche Richterin


Für den Fall Kurti ist nach unseren Informationen die deutsche Richterin Brigitte Schmid zuständig. Damit ist sie an der illegitimen Untersuchungshaft gegen den politischen Häftling Albin Kurti, die seit der Demonstration vom 10. Februar besteht maßgeblich beteiligt. Auch an den unmenschlichen Haftbedingungen im Gefängnis in Pejë scheint sich die deutsche Richterin nicht sonderlich zu stören.


Die Demonstration der LPV


Scharf wendet sich die LPV in ihrem Aufruf zur Demonstration am 31. März gegen die Tatsache, dass es in Kosova politische Gefangene gibt. Sie fordert die Freilassung sämtlicher politischer Gefangener, darunter die Freilassung Albin Kurtis. Die LPV wendet sich gegen jede Art von Kolonialismus und steht gegen ein neues Protektorat und die „ethnische Teilung des Landes“. Hart attackiert die LPV den Vorgang um die rumänischen Sonderpolizisten. Bekanntlich starben bei der Demonstration am 10. Februar zwei Demonstranten in Prishtina, über 80 wurden schwer verletzt. Offiziell kündigte die UNMIK eine Untersuchung gegen besonders belastete rumänische Spezialpolizisten an. Jetzt wurde bekannt, dass die Polizisten in die Heimat abkommandiert wurden. Auf der anderen Seite sitzt der bekannteste LPV Aktivist Albin Kurti weiter im Gefängnis. Dieser Vorgang zeigt nach Meinung der LPV deutlich „ den Charakter der UNMIK auf“.