Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
17:21
22.08.2019
Die Demonstration der LPV am vergangenen Samstag in Prishtina war ein überwältigender Beweis dafür, wie stark der Wille nach Freiheit und Selbstbestimmung ist. Trotz der massiven Kampagne der örtlichen Medien, sowie der Politiker des „Verhandlungsteams“ nahmen nach Angaben der Veranstalter 30.000 Personen an der Manifestation teil. Einig sind sich sämtliche Beobachter, dass die Demonstration der bis dato größte Mobilisierungserfolg der LPV „ Bewegung für Selbstbestimmung“ gewesen ist..

Im Vorfeld meinte „Präsident“ Sejdiu ,„dass die Demonstration gegen die Unabhängigkeit Kosovas gerichtet sei“ und selbst die Vertreterin des Büros der USA in Prishtina, warnte vor der Demonstration. Dennoch nahmen die Massen friedlich gegen den kolonialen Teilungsplan des Finnen Ahtissari Stellung. Auf unzähligen Plakaten wurde die „ Selbstbestimmung“ und der Abzug der UNMIK gefordert. Scharf wurde das geplante kommende koloniale Regime, als EUMIKISTAN abgelehnt. Durch Prishtina wehte am vergangenen Samstag der angenehme Hauch der Freiheit. Besonders deutlich wurde das in der Mutter Theresa Straße, in der kein einziger Kolonialpolizist zu erblicken war. Leicht kritisch war die Situation vor dem „ Parlamentsgebäude“ und vor dem „Palast“ der UNMIK. An beiden Stellen versuchten schwerbewaffnete Bullen, die Demonstration zu behindern. Nach kurzer Zeit gaben sie jedoch die Straße für den friedlichen Protest frei. Während der Demonstration wurde in einer Schweigeminute, der beiden von der internationalen Polizei ermordeten vom 10 Februar gedacht. In der deutschen Zeitung TAZ wurde die junge Albanerin Sania Sokoli zitiert, sie sagte zu ihrer Motivierung: "Ich fürchtet weitere Querelen zwischen Serben und Albanern, wenn der Plan des UN-Vermittlers angenommen würde. Die serbischen Gemeinden im Kosovo würden sich zusammenschließen und einen Staat im Staate bilden,“ meint sie. „Es wäre besser, alle lebten in einem unabhängigen Kosova zusammen“.