Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
08:41
06.07.2020
anglisht gjermanisht Kurti in Haft- Agim Çeku versucht zu erklären- Demaci sagt: „ Kosova befindet sich in der Hand der Mafia- LPV hält an ihrer Linie fest- Studenten protestierten an der Universität gegen Joachim Rücker, Fatmir Sejdiu und Hashim Thaci- Info Brief der LPV- Sektion Schweden

Die Haltung der LPV „ Bewegung für Selbstbestimmung“ nach dem terroristischen Polizeieinsatz vom 10. Februar brachte der Aktivist der LPV Xhelal Sfeçla, folgendermaßen auf den Punkt: „ „Sie, die uns töteten, sollten im Gefängnis sein.

Wir töteten niemand, unsere Leute wurden verletzt und sind gestorben. Die Verursacher der Gewalttätigkeit sind frei, während die UNMIK und die Regierung, Albin Kurti ins Gefängnis steckten.“ Am vergangenen Mittwoch erklärte Glauk Konjufca gegenüber der Presse in Prishtina: „ Der Rücktritt von -Innenminister- Rexhepi sowie der Rücktritt des internationalen Polizeichefs verdecken eher das Problem. Das entscheidende Problem ist die illegitime Herrschaftsstruktur der UNMIK“. Nach den Worten von Konjufca, wird die LPV „weiterkämpfen bis die „Selbstbestimmung verwirklicht ist“.

Albin Kurti in Haft

Seit dem 10. Februar befindet sich der führende LPV-Aktivist Albin Kurti in Haft. Gegen ihn wurde eine 30-tägige Untersuchungshaft angeordnet. Die internationalen Justizorgane haben bereits mehrere Anklagepunkte festgelegt. Der wichtigste Vorwurf ist, „ Kurti würde die Sicherheit der internationalen Organe bedrohen“. Dabei nimmt die koloniale Anklagebehörde Bezug auf Äußerungen Kurtis, in denen er zum „Widerstand“ aufgerufen hat. Dieses koloniale Anklagekonstrukt könnte für Kurti eine Haft zwischen 1 und 10 Jahren bedeuten. Wie die Anklage mitteilte, lehnt Kurti jeder Zusammenarbeit mit den juristischen Instanzen ab, Kurti hat auch jeglichen Verteidiger abgelehnt, „der von der UNMIK lizenziert ist“.

Adem Demaci- Kosova in der Hand der Mafia-

 

In einem längeren Interview mit der Zeitung „EPOKA E RE“ erhob Adem Demaci, schwere Vorwürfe gegen die „ Gruppe der Einheit „ ( alb. Verhandlungsgruppe) im Zusammenhang mit den Ereignissen vom 10. Februar. Demaci unterstellte der „ Gruppe“ direkt mitverantwortlich für die Tragödie vom 10. Februar zu sein. Demaci verwies auf die wüste Hetze der offiziellen politischen Kaste gegen die LPV. Demaci nannte in dem Gespräch Albin Kurti einen „ hervorragenden, selbstlosen und ehrlichen politischen Führer“ im Gegensatz zu den Repräsentanten der Hauptparteien in Kosova. Direkt attackierte Demaci diese Schicht indem er davon sprach „ dass sich Kosova in der Hand der Mafia befinde“ die sich politische Führer nennen. Ziemlich offen warf Demaci dem „ Team der Einheit“ vor, aus persönlichen Gründen eine unterwürfige Politik zu verfolgen.

Agim Çeku will sich mit Albin Kurti getroffen haben

Gegenüber dem Sender RTK sprach „Ministerpräsident“ Agim Çeku davon, dass er sich vor einigen Wochen mit Albin Kurti getroffen habe „um ihn von unserer Politik zu überzeugen“. In dem Gespräch erklärte Çeku weiter: „ Der Ahtissari-Plan entspricht in vielem nicht unseren Vorstellungen, dennoch eröffnet er objektiv den Weg in Richtung Unabhängigkeit, davon wollte ich Kurti überzeugen“. Das „ Treffen“ wurde von der LPV nicht bestätigt. Außerdem nannte Çeku den Polizeieinsatz am 10. Februar „ überzogen“.

Studenten gegen Joachim Rücker, Fatmir Sejdiu und Hashim Thaci

Studenten und Studentinnen an der Universität Prishtina, bereiteten vor einigen Tagen dem UNMIK- Protektoratsleiter Joachim Rücker, „Präsident“ Fatmir Sejdiu und dem „ Oppositionsführer“ Hashim Thaci, einen heißen Empfang. Alle drei wollten vor den Studenten eines speziellen Kurses referieren. Ihre Worte waren kaum zu verstehen, Rufe wie „ Meuchelmörder“ „ Rücker- Lügner“ UNMIK GO Home“ und „ Freiheit für Albin Kurti“ übertönten die Belanglosigkeiten des Trios.

Aufruf der „Islamischen Vereinigung“ für konfessionelle Gleichheit

Die „Islamische Vereinigung Kosovas“ kritisiert in einem Aufruf wesentliche Aspekte des Ahtissari- Planes. Speziell wurde moniert, dass im Text das Wort „Unabhängigkeit“ fehle. Gleichzeitig wurde die „Vorzugsbehandlung“ der „serbisch orthodoxen Kirche“ in dem Ahtissari Papier attackiert. Der „ Islamischen Vereinigung“ geht es nicht um einen Angriff auf „ Andersgläubige“. Sie vermisst allerdings in dem Ahtissari-Dokument, die Gleichbehandlung der verschiedenen Religionen in Kosova. Das „ orthodoxe Erbe wird als einzig kultureller Schatz Kosovas dargestellt“ heißt es in der Erklärung der „ Islamischen Vereinigung“. Dies entspreche aber nicht den Tatsachen, die „Vereinigung“ will sich für die Gleichbehandlung der „orthodoxen, katholischen, und islamischen Gemeinschaften einsetzen“.

Mehrere PDK Politiker verlassen die Partei

Am 16. Februar haben 6 bekannte PDK Politiker aus Prishtina und Umgebung ihren Austritt aus der Partei verkündet. In der Erklärung wird die zustimmende Haltung der PDK Führung zum Ahtissari-Diktat als Ursache benannt. Die Erklärung wurde unterzeichnet von Musli Ahmeti, Ismet Baliu, Skender Ahmeti, Driton Fazliu, Xhevdet Ahmeti und Ali Ahmeti.

Dokumentation Infos der LPV Sektion aus Schweden.

Darin befinden sich noch Nachrichten über ein Interview eines polnischen Einsatzleiters zum Verhalten seiner Polizeitruppe in Prishtina. Dazu Meldungen über einen Anschlag der ANA, sowie über eine Debatte zur sog. Dezentralisierung“ in Prishtina.

 


- PM AKNOWLEDGES EXCESIVE VIOLENCE
"UKRAINIANS AND ROMANIANS ROUGH", POLICE CHIEF SAYS
- ICG: "SACKING OF POLICE COMMISSIONER WISE"
"POLICE UNPROFESSIONAL", KOSOVAR MINISTER SAYS
- MP'S CALL FOR INDIVIDUAL RESPONSIBILITY OF OFFICERS
- STUDENTS BOO KOSOVAR LEADERSHIP
- PRISHTINA OPOSES DECENTRALIZATION
- ISLAMIC FEDERATION CALLS FOR "CONFESIONAL EQUALITY"
- UNMIK FLAG SET ABLAZE IN FERIZAJ
- HAGUE PROSECUTOR WARNS AGAINST BELGRADE
- QUOTE OF THE DAY


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1.
PRIME MINISTER AKNOWLEDGES EXCESIVE VIOLENCE

Kosovar Prime Minister Agim Çeku aknowledged today that the UNMIK police and
Kosovar Police Service used "excessive violence" against the protest march
of Feb the 10th.

"Police made unnecessary use of excessive violence against the protestors",
Prime Minister Çeku said in a live programe at RTV21.

He also ackowledged that he secretly met with Albin Kurti, leader of the
VETËVENDOSJE! movement, "three or four weeks ago". The meeting was a last
ditch attempt to put off the protest march against Ahtisaari's package, PM
said.

"It was I who initiated the meeting", Çeku said to RTV21.

According to Çeku, members of VETËVENDOSJE! singled out a number of
problematic issues in the package of president Ahtisaari.

"I could only agree that the package doesn't contain all of our demands, but
I told them that it opens an aveny towards the [Kosovar] statehood", Çeku
said.

The comments of Çeku haven't been confirmed by VETËVENDOSJE! movement. Albin
Kurti, leader of the movement, is in jail pending trial for "disturbing the
peace", "assoulting the lives of the citizens", and "attacking property",
charges that can land him 1-10 years in prison. 13 of his comrades have been
inprisoned already and premisses of the movement have been raided across the
country.


2.
"UKRAINIANS AND ROMANIANS ROUGH", POLICE CHIEF SAYS

Chief of the Polish contingent within UNMIK police said today his men were
not responsible for the violence against peaceful protestors in Prishtina in
Feb 10th.

"None of our men fired head shots. I can guarantee this for my men, but not
for the Rumanians and Ukrainians, who assoulted the protestors quite
roughly", police colonel Robert Zuljewsky said to Zescopolita daily in
Warsaw.

According to Zuljewsky, his 80 men fired "less than 100 rubber bullits"
against the protestors.


3.
ICG: "WISE TO SACK COMMISSIONER"

Head of the International Crisis Group (ICG) office in Kosova said today
that removing Stephen Curtis from his post as Commissioner of Police in
Kosova was "a wise move" from UNMIK.

"During these last days, credibility of UNMIK has been damaged badly by
ideas that internationals were 100 percent right, and Kosovars 100 procent
wrong", Alex Anderson said to the Voice of America.


4.
"POLICE UNPROFESSIONAL", MINISTER SAYS

Kosovar minister of jurisprudence said today that the police could have
acted in other ways to maintain order during the peaceful march of Feb 10th
in Prishtina.

"The fact that they fired rubber bullits from a short distance shows that
they have acted unprofessionally", Jonuz Salihaj said to Express daily
today.

Salihaj said also that VETËVENDOSJE! movement should have prepared better
for the march.

"The fact that the Commissioner of Police has been removed shows that he has
taken his political responsibility", Salihaj said to Express daily.


5.
MP's CALL FOR "INDIVIDUAL RESPONSIBILITY"

Members of the parliamentary commission on security called today for an
"investigation on the individual responsibilty" of officers involved in the
police violence against the peaceful march of Feb 10th.

"This commission calls for serious investigations on the individual
responsibility of each member of Kosova Police Service, as wel as of UNMIK
police, for their exaggerated use of violence against the protestors", Naim
Maloku, head of this commission, said in a public debate in the Kosovar
parliament today.


6.
STUDENTS BOO KOSOVAR LEADERSHIP

Scores of students booed heads of Kosova's international and local
leadership in an arranged debate at the University of Prishtina, according
to reports in Kosovar medias.

Joachim Rücker, head of UNMIK; Fatmir Sejdiu, president of Kosova; and
oposition leader Hashim Thaçi were continually booed out by scores of
student at the Faculty of Filology by the University of Prishtina.

"Assassins!", "Rücker stop lying!", "UNMIK go home!", and "Free Albin
Kurti!", were some of the cheers of the students, according to local media.


7.
PRISHTINA OPOSES DECENTRALIZATION

In a municipal debate in Prishtina, both municipal government and the
oposition joined ranks to opose details of Ahtisaaris plan regarding
decentralization of their municipal territory.

"Ahtisaaris packade has lacks, fauls and ambiguities", Ismet Beqiri, head of
the municipality, said, adding that it deprives the municipality from 6
cadastrial zones comprising more than 9 percent of its territory.

"Still", he added, "it [the package] offers a good starting point."

The oposition leader was vitriolic in his attacks again the Kosovar
negociating team.

"They have kept us in the dark. We have called them, we have written to
them, and they have never answered us", Shemsi Veseli, leader of the PDK
party, said.


8.
ISLAMIC FEDERATION CALLS FOR "CONFESIONAL EQUALITY"

Islamic Federation of Kosova released a statement today criticizing a number
of issues in Ahtisaaris package. The statement singled out the lack of the
word "indipendence", as well as the special treatment of the Serbian
Orthodox Church.

"Serbian Orthodox Churc has received unprecedentet customs and tax exeptions
that counteract with the idea of equality in law. We allso strongly protest
Ahtisaari's decision to single out the Orthodox heritage as Kosova's only
cultural treasure", statement says.

The Islamic Federation of Kosova called upon Ahtisaarit to propose equal
rights for Islamic and Catholic communities in Kosova.


9.
UNMIK FLAG SET ABLAZE IN FERIZAJ

Albanian National Army (ANA), a splinter group from the disbanded Kosovar
Liberation Army (KLA), took responsibility today for setting ablaze the flag
of the UNMIK outside the municipal building in Ferizaj, local media reports

"We set ablaze the flag of an opressive force", ANA said in its statement.

10.
DEL PONTE WARNS AGAINST BELGRADE

Chief prosecutor at the International Tribunal of Hague, Carla del Ponte,
warned EU today from re-opening negotiations with the government of Serbia
until Belgrade starts co-operating "fully and unequivocally" with the Hague.

"Mladic, Karadzic and others must be delivered to the tribunal before its
closure in 2010", del Ponte said.

EU has announced it considering to restart the negotiations with Belgrade,
reportedly in order to help president Ahtisaari push his deal thru Serbian
parliament. However, Serbian parliament adopted this week a majority vote on
a rezolution which totally rejects the package, shattering any arguments for
restarting any negotiations.

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QUOTE

"They who killed us should be in prison. We killed no-one, we got wounded
and died there. Those who caused the violence walk free among us, while
UNMIK and the government keep Albin Kurti in prison."

Xhelal Sfeçla, activist of the VETËVENDOSJE! movement

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Quelle:
www.vetevendosje.org
Self-Determination Centre, Stockholm
Shqiptar Oseku
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