Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
10:17
22.10.2019
Die Demonstration der LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) am 10. Februar in Prishtina erhitzt bereits im Vorfeld die Gemüter . Bekanntlich richtet sich die Demonstration gegen das „Ahtissari-Paket“, gegen die Teilung des Landes, sowie gegen das sogenannte „Team der Einheit“ ( Verhandlungsgruppe). Führende Vertreter des Parteienspektrums versuchen die Demonstration intensiv zu kriminalisieren. In der Zeitung „Koha Ditore“, ist am 5.2. zu lesen:

„ Die Leitungsgremien der Parteien warnen vor Gewalt und vor negativen Imageschäden durch gewalttätige Angriffe.“ Besondere Drohungen kommen von der Kolonialpolizei SHPK. Der Sprecher der SHPK Veton Elshani erklärte: „ Wir werden keinerlei Gefährdung von Sicherheit und Ordnung zulassen“. Worum es dem politischen Establishment wirklich geht, formulierte der „Sicherheitsbeauftragte“ von Ministerpräsident Agim Ceku, Rame Arifaj, Arifaj sagte: „Ein Teil der Bevölkerung hat die neu geschaffene Realität in Kosova nicht verstanden“. Lutfi Haziri ( Vorstandsmitglied der LDK) hält die Protestdemonstration für „nicht normal“ Er hält die breite Mobilisierung auch von Menschen über Kosova hinaus für „gefährlich“.

 

Welche Normalität ?

 


Offensichtlich verstehen die Vertreter der politischen Kaste in Kosova unter „Normalität“, Unterwürfigkeit und Friedhofsruhe. Proteste gegen das Diktat Ahtissaris sind jedoch mehr als gerechtfertigt. Kosova erhält alles andere als Selbstbestimmung und Souveränität. Das Land wird entlang „ völkischer Linien“ zugunsten des serbischen Staates gespalten. Das direkte Kommando über Kosova erhält der „hohe Repräsentant“ den die EU stellen wird. Fremde Truppen werden im Land verbleiben und eine neue internationale Bürokratie soll Kosova dirigieren und regieren. Kosova ist das Schicksal Bosniens oder Palästinas zugedacht. Die Lebensrealität dieser Länder in sozialer, nationaler und demokratischer Hinsicht ist bekannt. Die Menschen in Kosova haben allen Grund gegen diese düstere Perspektive zu demonstrieren.

 

Albin Kurti in Mitrovica


Die Stadt Mitrovica wird nach dem imperialem „Paket Ahtissaris“ endgültig zweigeteilt. Dagegen wandte sich Albin Kurti, auf einer Versammlung der LPV in Mitrovica. In der Tat, Mitrovica symbolisiert exzellent das Schicksal Kosovas. Einst war Mitrovica das Zentrum des Kombinates Trepca, mit seinen reichen Vorkommen an Zink, Nickel, Kupfer und Blei. Die Region kann nur entwickelt werden, wenn es keine Teilung der Stadt und des Gebietes gibt. Letzteres ist auch im objektivem Interesse der einfachen serbischen Menschen. Kurti forderte die Bevölkerung Mitrovicas auf, sich an der Demonstration am 10. Februar in Prishtina zu beteiligen. Der Zuspruch den die LPV besonders unter der Jugend erhält, irritiert und verstört die politische Kaste des Landes und die Kolonialbehörde. Panisch wird versucht die geplante Demonstration zu verteufeln.

 

Was sagt die LPV zum Ablauf der Demonstration

 


Glauk Konjufca erklärte dazu: „ Wir haben vor friedlich zu demonstrieren. Wenn man uns in Ruhe läßt garantieren wir den friedlichen Verlauf der Demonstration“. Allerdings fügte Konjufca hinzu: „ Wir können keine friedliche Demonstration garantieren wenn uns die Polizei provoziert“. Diese Feststellung ist völlig korrekt. Am sichersten werden alle Provokationen scheitern, wenn die Bevölkerung massiv die Demonstration am 10. Februar unterstützt.