Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
18:08
22.08.2019

Vor dem Besuch von Marti Ahtisaari in Prishtina am kommenden Freitag setzt das Kolonialregime auf militärische und polizeiliche Drohgebärde. Die Zahl der polizeilichen Patrouillen und Kontrollpunkte auf dem gesamten Territorium von Kosova wird im Zusammenhang mit dem Prishtina-Besuch des UNO-Sondervertreters für die „Kosovo-Regelung“, wesentlich zunehmen.

Herr Jankovic beschreibt das Szenario

Wie Herr Dejan Jankovic, „Vizeinnenminister der Interimsregierung des Kosovo“, am Dienstag in Prishtina mitteilte, „werde die Gesamtzahl der Patrouillen in der hauptstädtischen Region 1200 Mann betragen. In Prishtina selbst würden 500 Polizisten rund um die Uhr für Ordnung auf den Straßen und Plätzen sorgen“.

Jankovic präzisierte, dass hierzu der „Polizeidienst“ Kosovas, die Polizei der UN-Zivilmission und Angehörige der internationalen Truppen unter dem NATO-Kommando (KFOR) eingesetzt würden.

Dies obwohl die Kolonialbehörden nicht mit größeren Protesten am kommenden Freitag rechnen. Die Militär und Polizeipräsenz hat den Zweck die Bürger Kosovas, von friedlichen Massenprotesten abzuhalten. Ministerpräsident Ceku warnte in seiner wöchentlichen Fernsehansprache vor „ Protestaufrufen unverantwortlicher Einzelpersonen ,sowie von Gruppen“, Ceku meinte, dass Kosova „Ruhe“ benötige. Offensichtlich wollen die Verantwortlichen für den koloniale Plan mittels Repression und unterwürfiger Demagogie durch die „Regierung“, die Bevölkerung von friedlichen Massenprotesten gegen die Unterdrückung des Selbstbestimmungsrechtes abhalten. Dennoch ruft die LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) für den 10. Februar zu einer Massendemonstration in Prishtina, gegen das Diktat Marti Ahtisaaris auf. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärte Albin Kurti: „ Eine internationale Bürokratie wird durch eine andere ersetzt und das Land geteilt“. Der Veteranenverband der UCK drückte auf einer Pressekonferenz in Prishtina, ebenfalls seine Unzufriedenheit mit dem geplantem Regularium aus.


Ceku und Kather

 


Am Dienstagnachmittag fand unter dem Vorsitz des „Premierministers“ von Kosova, Agim Ceku, ein Sondertreffen der Vorsitzenden aller Gemeinden der Region in Prishtina statt, bei dem die Sicherheitslage in Kosova besprochen wurde. An dem Treffen nahm der Befehlshaber der KFOR-Truppen, der deutsche General Roland Kather, teil. Das große Wort führte dabei der Herr General. Nach Berichten aus der albanischen Presse zeigte sich Kather zuversichtlich was die „Sicherheitslage betrifft“. Sein Stellvertreter ein schwedischer General verwies auf die „17.000 Soldaten die jederzeit imstande währen Unruhe und Gewalt im Keim zu ersticken“.

 

Unruhe und Nervosität

 


Führende albanische Politiker benehmen sich momentan wie durchgeknallte Traumtänzer. Ernsthaft versuchen Politiker aus den Reihen der LDK, der PDK und der AAK, der Bevölkerung den Ahtisaari – Plan als Weg zur Unabhängigkeit schmackhaft zu machen. Der Vorschlag stellt das Land jedoch unter das Kommando einer neuen Bürokratie, unter Leitung der EU. Nichts kann gegen den Willen der hohen Herren entschieden werden. Der EU-Kommissar wird in allen politischen Fragen das letzte Wort haben. Die Polizei wird von der EU gestellt und die örtlichen Kollaborateure von dieser Stelle aus geleitet. Die Armee wird von der NATO gestellt. Zudem wird unter dem Schlagwort „Dezentralisierung“ das Land ethnisch geteilt. Rund 30% des Landes sollen „völkisch rein serbisch“ werden, mit dem Recht Sonderbeziehungen zum serbischen Staat zu unterhalten. In Kosova soll ein Miniatur Bosnien entstehen Gegen die Unterdrückung des Selbstbestimmungsrechtes, sowie gegen das von der UNMIK verantwortete asoziale neoliberale Schockprogramm gibt es Widerstand. Dies erklärt die „ Unruhe und Nervosität“ in den Stäben der Kolonialbehörde. Mittels harter Repression möchten sie den Widerstand brechen. Andererseits entblöden sich bestimmte Politiker nicht, den allergrößten Unsinn über das Diktat Ahtisaaris zu verbreiten. Jeder der Protest anmeldet, soll kriminalisiert und unter Generalverdacht gestellt werden. Dies wird allerdings nicht gelingen, am 10. Februar wird es einen demokratisch legitimierten Massenprotest in Prishtina, gegen die Kolonialherren und ihre politischen Agenten geben.