Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
07:21
19.10.2019
Die von dem ehemaligen Parlamentspräsidenten Nexhat Daci neugegründete Partei „ Demokratische Liga“ ( LD- ein Spaltprodukt der LDK) bedroht die herrschende LDK substanziell. In vielen Orten beanspruchte die LD, die Büros der LDK. Es kam in verschiedenen Orten zu Besetzungen der offiziellen Büros der „ Demokratischen Liga Kosovas“.

 In der Stadt Gjilan räumte die Polizei SHPK -das LDK Parteibüro- welches von Daci Aktivisten besetzt wurde. Offensichtlich ist die Mehrheit des Jugendverbandes auf die Seite von Daci und Salihaj übergegangen. Aus der Parlamentsfraktion der LDK liefen 6 Abgeordnete zu der neuen Partei über. Inhaltlich gibt es zwischen den verfeindeten Fraktionen keinerlei nennenswerte Differenzen. Das Ganze ist ein Erbfolgestreit, ziemlich genau ein Jahr nach dem Tod von Ibrahim Rugova.

 

Scharfer Angriff gegen Hashim Thaci


Kürzlich publizierte die PDK ( Demokratische Partei Kosovas ) einen offenen Brief an die Bevölkerung Kosovas. In diesem Brief forderte Hashim Thaci die Bevölkerung auf sich um die PDK zu scharen. Der Brief sprach sich dagegen aus, „ dass eine Partei mit 8. Abgeordneten oder 6 Abgeordneten die Regierung mitbilde“. Gegenwärtig stellt die AAK mit 8 Abgeordneten den Ministerpräsidenten und das Spaltprodukt der LDK, die LD ist de facto auch an der Regierung beteiligt. Zudem warf die PDK der Regierung „Unfähigkeit“ sowie „Korruption“ vor. Äußerst gereizt reagierte auf den Brief der PDK, das Leitungsmitglied der AAK Ernest Luma, Luma erklärte: „ Der Aufruf von Thaci ist im bolschewistischem Stil verfasst, so schreiben linksextreme Parteien, das ist marxistisch-leninistisch“. Dergleichen Unsinn konnte die bürgerlich- elitäre Partei ORA unter Veton Surroi nicht diagnostizieren. Sie bescheinigte dem Brief „ durchaus legitim zu sein“.


Die LPV punktet


Während die etablierten Parteien Kosovas, oftmals ohne politische Basis, mit sich selbst beschäftigt sind, punktet die LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung). Die LPV ist gegen die sogenannte „ Dezentralisierung“ Kosovas weil sie dadurch eine Teilung des Landes zugunsten des serbischen Staates befürchtet. Abgelehnt werden von der LPV Verhandlungen über das Selbstbestimmungsrecht. Entschieden wendet sich die LPV gegen jede Art von Kolonialismus, auch gegen den der UNMIK. Permanent führt die LPV Versammlungen in ganz Kosova durch. Vor allem ihr populärer Leiter Albin Kurti, kommt zunehmend nicht nur bei der Jugend, sondern auch bei der älteren Generation an. LPV- Büros gibt es in jeder Stadt Kosovas, auch in den ländlichen Gebieten werden die Strukturen fester.