Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
19:39
22.05.2019
Ein unabhängiges Kosovo ist nach Ansicht des serbischen Regierungschefs Vojislav Kostunica die "gefährlichste und destruktivste Idee Europas". Die "Zerschlagung" eines demokratischen Staates wie Serbien und der "Raub" eines Teil seines Gebiets "unter Gewaltandrohungen" würde den "gefährlichsten Präzedenzfall zu Beginn des 21. Jahrhunderts" darstellen, sagte Kostunica in einem Gespräch mit der Belgrader Presseagentur Beta. Gleichzeitig warnte der extreme Nationalist Kostunica, vor gewalttätigen Exzessen in Kosova.

Mit Gewalt hat Kostunica einschlägige Erfahrungen. Im Jahr 1998 posierte Kostunica mit einer Kalaschnikow vor der paramilitärischen Mörderbande, den „roten Baretten“ in Kosova. Pathetisch feuerte Kostunica damals die Mörder an ihr Handwerk zu betreiben. Heute nennt Kostunica das demokratische Selbstbestimmungsrecht Kosovas einen „ gefährlichen Präzedenzfall“ Der Belgrader Nationalist warnte noch vor „schwerwiegenden Folgen für die Weltordnung“



Das Diktat des Finnen Ahtisaari

Wahrend der Nationalist Kostunica droht läßt der UN- Sondervermittler Ahtisaari durchblicken was Teile der internationalen Staatengemeinschaft mit Kosova vorhaben. Nach den serbischen Parlamentswahlen am 21. Januar wird Herr Ahtisaari seinen „ Lösungsvorschlag“ beiden Seiten bekanntgeben. Wie die Tageszeitung Koha Ditore am 27. Dezember berichtete soll darüber nicht „mehr verhandelt sondern nur noch beraten werden“. Die Frage ist bereits entschieden wenn es nach dem Willen mächtiger Staaten geht. Aus Kosova wird ein neues Kolonialprojekt unter Führung der EU. Gleichzeitig wird unter dem Schlagwort „Dezentralisierung“ Kosova ethnisch zugunsten des serbischen Staates geteilt. Dagegen müssen sich die Menschen in Kosova wehren. Die Unterdrückung des Selbstbestimmungsrechtes der Menschen in Kosova muß zu internationaler Solidarität mit den Unterdrückten und Beleidigten führen.