Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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18.01.2019
Bundeswehrsoldaten haben laut einem Militärpsychologen makabere Leichen-Fotos offenbar nicht nur in Afghanistan, sondern auch in Kosova gemacht. Nach einem Bericht der „Zeit“ vom 28. Oktober fanden perverse Spiele mit Leichenteilen durch Bundeswehrsoldaten in Kosova statt. Das neueste „Weißbuch“ der Bundeswehr definiert die Truppe „als Armee im Einsatz“.




 Vorrangig geht es dabei um die „Sicherung wirtschaftlicher Interessen“ Deutschlands im globalem Maßstab. Der neudeutsche Militarismus befördert jedoch wie jeder aggressive Militarismus pervertierte Typen. Zum neuesten Fall in Kosova erklärte der Truppenpsychologe und Oberst der Reserve, Horst Schuh, gegenüber "Bild am Sonntag": "Ich habe selbst im Kosovo mitbekommen, dass junge Soldaten bei Exhumierungen oder in der Pathologie Fotos gemacht haben, die unter der Hand im Lager kursierten, ohne dass die Vorgesetzten offensichtlich davon etwas mitbekommen haben." Die Fotos, auf denen deutsche Soldaten in Afghanistan mit Totenschädeln posierten, hätten ihn daher nicht überrascht. Es würde ihn auch nicht wundern, "wenn weitere Bilder dieser Art auftauchen".

Die meisten jungen Soldaten würden auf Tod und Verwundung schockiert reagieren, sagte der Militärpsychologe weiter. Es gebe aber auch Soldaten, "auf die das Makabre eine bizarre Anziehungskraft ausübt". Dazu komme ein Imponiergehabe, das sich in der Gruppe verselbständigen könne. Schuh wertete dies als Versuch, "eine beängstigende Situation zu bewältigen, ähnlich den Scherzen von Medizinstudenten mit Leichen am Seziertisch".