Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
05:32
20.05.2019
In Kosova ist ein Anschlag auf das Haus eines engen Mitarbeiters des Vize-Regierungschefs Lutfi Haziri verübt worden. Verletzt wurde niemand, wie die von den UNMIK gestellte Polizei mitteilte. "Aber das Gebäude wurde beschädigt." Es war der zweite Anschlag auf Mitarbeiter des stellvertretenden Ministerpräsidenten Lutfi Haziri innerhalb von weniger als drei Wochen.

Beide Attentate wurden in Gjilane verübt, einer im Osten gelegenen Region Kosovas, in der Albaner und Serben leben.

Haziri hat die Veränderung der Gemeindegrenzen in dem Gebiet zugestimmt, gegen die es Widerstand unter den Albanern gibt. Ziel der vom Westen unterstützten Pläne ist es, völlig autonome serbische Enklaven zu schaffen, um damit die ethnische Teilung Kosovas voranzutreiben.

Den Angaben zufolge explodierte der Sprengsatz Donnerstag Nacht, eine gute Stunde vor Mitternacht im Garten des Privathauses des Regierungsmitarbeiters. Am 17. September wurde das Auto des anderen Haziri-Vertrauten bei der Explosion einer Bombe zerstört.

Die UN-Verwaltung in Kosova und die internationale „Friedenstruppe KFOR“ stehen seit September unter deutscher Führung. In dem Gebiet sind rund 2500 Bundeswehr-Soldaten im Einsatz. Gegenwärtig wachsen die Spannungen wegen der sogenannten „Statusregelungen“ wobei der Wille der Bevölkerung Kosovas nach Selbstbestimmung übergangen wird. Der Bombenanschlag auf das Haus des Mitarbeiters von Lutfi Haziri, ist bei aller gerechtfertigten Kritik an der Unterordnung Haziris unter die Diktate der UNMIK, sicher kein probates Mittel um die politischen Ambitionen der Menschen in Kosova zu befördern. Angesagt sind Massenproteste gegen den serbischen Chauvinismus und die UNMIK. Kontraproduktiv sind individuelle Terrorakte gegen einzelne Politiker.

 

Quellen: Reuters und RTK