Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
13:50
24.05.2017
Mit einigen Tagen Verspätung berichtete die deutschsprachige Presse über die Provokation des serbischen Ministerpräsidenten in Kosova. Kostunica wird mit den Worten zitiert: „Kosova bleibt ein Bestandteil Serbiens“. Berichtet wird über den Versuch sogenannte Schutzzonen für Einrichtungen der „Serbisch-Orthodoxen Kirche“ in Kosova zu schaffen. Verschwiegen wird, dass die „Serbisch-Orthodoxe Kirche“ versucht zum Großgrundbesitzer in Kosova zu werden. Sie verlangt alle „ Ländereien“ zurück die ihr in „kommunistischer Zeit“ abhanden kamen. In Serbien selbst steht dies nicht auf der Agenda sehr wohl aber in Kosova um albanische Bauern zu enteignen und neben den angestrebten „ethnisch reinen serbischen Kommunen starke Elemente serbischer Staatlichkeit in Kosova zu installieren. Nur am Rande berichtet die Presse von dem Polizeiterror der Kolonialpolizei gegen Demonstranten die den Besuch Kostunicas am 28. Juni (Vidovdan) durchknüppelte. Keine Erwähnung findet die Tatsache, dass der Parlamentsabgeordnete und Vorsitzende der LPK (Volksbewegung Kosovas) kurzfristig verhaftet wurde und zu den Opfern der Kolonialpolitik wurde. Ein guter Bericht findet sich in der „Märkischen Allgemeinen“ über eine rassistisch motivierte bundesdeutsche Abschiebemaßnahme gegen eine Familie aus Kosova.

Kastriot Zeka

 


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