Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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19.07.2019
deutsch-albanisch gjermanisht-shqip Die freie Enzyklopädie Wikipedia prämierte einen Artikel über Sami Frashëri, als „ lesenswerten Artikel“. In der Tat, die Schriften und das Werk von Sami Frashëri haben bleibenden aktuellen Wert. Sami Frashëri war Patriot und Internationalist. Wer sich in das Werk des legendären Mitbegründers der „Liga von Prizren“ vertieft, stellt schnell fest, dass die Aufgabe die Nation zu befreien eng mit der Lösung der sozialen Frage in der heutigen Welt verknüpft ist.

Gegen Großmachtpolitik und für das „Recht auf „nationale Selbstbestimmung“ einzutreten ist die unumgängliche Pflicht der internationalen Arbeiterbewegung . Zudem darf es in der heutigen Welt keinen Trennungsstrich mehr zwischen nationaler und sozialer Befreiung geben. Aus dem Artikel über Sami Frashëri sollte u.a. diese Schlußfolgerung gezogen werden. Anbei eine Spiegelung des Artikels aus Wikipedia über Sami Frashëri, in deutscher und albanischer Sprache.

 

Sami Frashëri

 



(* 1. Juni 1850 in Frashër, Albanien; † 5. Juni 1904 in Istanbul) war ein albanischer Literat und einer der bedeutendsten Aktivisten der albanischen Nationalbewegung im späten 19. Jahrhundert. Mit seiner 1899 erschienen Schrift Shqipëria – ç´ka qenë, ç´është e ç´do të bëhet (deutsch: Albanien – was es war, was es ist und was es sein wird) formulierte er erstmals den Anspruch der Albaner auf einen vom Osmanischen ReichNation. unabhängigen Nationalstaat und entwickelte die Vision von der Entwicklung des albanischen Volkes zu einer modernen

Als Schöpfer der ersten türkischsprachigen Enzyklopädie und mehrerer Wörterbücher ist Frashëri auch für die Türken eine bedeutende Gestalt ihrer Kulturgeschichte. In der Türkei ist er unter seinem traditionellen Namen Şemseddin Sami bekannt. Şemseddin (türk.) bedeutet Sonne der Religion.

Aus dem Süden Albaniens stammend, erhielt Sami Frashëri seine erste Ausbildung an einer Tekke der Bektashi. Nach dem Tod der Eltern gingen die acht Frashëri-Geschwister 1865 nach Ioannina, wo der älteste Bruder Abdyl in den osmanischen Staatsdienst eintrat, während Sami und Naim das griechische Gymnasium Zosimea besuchten. Neben der griechischen Sprache lernte er dort auch Latein, Italienisch und Französisch; an der Medrese der Stadt auch Persisch und Arabisch.

1871 wurde Frashëri Beamter in der Vilayet-Kanzlei von Ioannina. Seit 1872 lebte er in Istanbul, wo er weiterhin im Staatsdienst und zwar in der Aufsichtsbehörde über die Presse tätig war. In der Hauptstadt kam er in Kontakt mit den türkischen Reformern, die sich für den Umbau des Osmanischen Reiches zu einem modernen Rechtsstaat engagierten, dabei aber dessen islamischen und übernationalen Charakter erhalten wollten.

Am 6. April 1874 wurde Frashëris Drama Besa am Osmanischen Theater in Istanbul uraufgeführt. Im selben Jahr reiste er im Juni ins libysche Tripolis, wo er neun Monate lang die offiziöse arabisch- und türkischsprachige Vilayet-Zeitung Tarabulus leitete.

Wie sein Bruder Abdyl war Sami 1877 an der Gründung des Zentralkomitees zur Verteidigung der Rechte des albanischen Volkes (alb.: Komiteti qendror për mbrojtjen e të drejtave të kombësisë shqiptare) beteiligt. 1877 arbeite er für kurze Zeit bei der Truppenverwaltung in Ioannina. Im Oktober 1879 war Sami Frashëri Mitbegründer der Istanbuler Gesellschaft für den Druck albanischen Schrifttums (alb.: Shoqëri e të shtypuri shkronja shqip) und wurde zum Vorsitzenden dieses Vereins gewählt. Als Chefredakteur leitete er die in Istanbul erscheindenden albanischsprachigen Zeitschriften Drita (1884) und Dituria (1885), in denen er selbst zahlreiche Beiträge veröffentlichte. Auch bei den türkischen Blättern Sabah, Aile und Hafta war er einige Jahre Chefredakteur. In Zusammenarbeit mit einem armenischen Zeitungsverleger gab Frashëri 1884 eine populärwissenschaftliche Bücherreihe Cep Kütüphanesi (deutsch: Taschenbibliothek) heraus, in der er auch fünfzehn seiner eigene Werke veröffentlichte.

Frashëri verbrachte den größten Teil seines Lebens in der osmanischen Hauptstadt, wo er sich seiner schriftstellerischen und wissenschaftlichen Tätigkeit widmete. Ende der 1890er Jahre baute er eine Villa im Istanbuler Stadtteil Erenköy. Dort lebte er mit seiner Frau Emine Velije und den fünf gemeinsamen Kindern sowie den beiden Kindern seines 1892 verstorbenen Bruders Abdyl. Als die osmanische Regierung 1897 scharf gegen die Nationalbewegungen der Balkanvölker vorging, konnten Frashëris Werke nicht mehr in Istanbul erscheinen. Er ließ sie deshalb in Bukarest drucken, wo es eine große albanische Emigrantengemeinde mit regem kulturellen Leben gab. Im letzten Jahr seines Lebens stellte ihn die Polizei unter eine Art Hausarrest, und er hatte Publikationsverbot.

Bei seinem Tod hinterließ Sami Frashëri eine 12.000 Titel umfassende Bibliothek. Während die sterblichen Überreste seiner Brüder Abdyl und Naim 1937 aus Istanbul nach Tirana überführt wurden, blieb der von den Türken verehrte Şemseddin Sami in Istanbul begraben.

Werk

Sami Frashëri hat innerhalb von 30 Jahren knapp 60 Werke in albanischer, türkischer oder arabischer Sprache verfasst. Daneben schrieb er zahlreiche Artikel für türkische und albanische Zeitungen, in denen er zu wissenschaftlichen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Fragen und insbesondere zur Lage der Albaner im Osmanischen Reich Stellung nahm.

1872 veröffentlichte er den ersten Roman der türkischen Literaturgeschichte: Die Liebe von Tal’at und Fitnat. Frashëri war auch der erste Schulbuchautor der Albaner. In den Jahren 1886-1888 publizierte er ein ABC-Buch, eine albanische Schulgrammatik und ein Erdkundebuch. Bis 1902 kamen noch sechs Lehrbücher in arabischer und türkischer Sprache hinzu.

Große Verdienste hat sich Sami Frashëri um die türkische Sprache erworben. 1882 und 1885 erschienen sein französisch-türkisches und sein türkisch-französisches Wörterbuch. Bald folgte noch ein arabisch-türkisches Wörterbuch aus seiner Feder, das aber aus Geldmangel ungedruckt blieb. 1901 erschien schließlich Frashëris einsprachiges türkisches Wörterbuch (Kamus-i türki), das 40.000 Stichworte enthält. Es gilt bis heute als wichtiger Beitrag zur türkischen Philologie und wurde 1932 von der Türkischen Philologischen Gesellschaft als Grundlage für die zeitgenössische türkische Schriftsprache herangezogen.

Das umfangreichste Werk Sami Frashëris ist eine sechs Bände umfassende geographisch-historische Enzyklopädie, das erste Buch dieser Art in türkischer Sprache. Besondere Aufmerksamkeit widmete Frashëri den Einträgen, die seine albanische Heimat betrafen. Viele kleinere albanische Städte und Dörfer wurden von ihm zum ersten Mal enzyklopädisch beschrieben.

Im Nachlass Frashëris fand sich das Manuskript eines albanischen Wörterbuchs und eine handschriftliche Sammlung albanischer Volkslieder, die beide unveröffentlicht geblieben sind.



Albanien – was es war, was es ist, und was es sein wird

Von größter Bedeutung für die albanische Nationalbewegung war Frashëris vielgelesenes 1899 anonym in Bukarest erschienenes politisches Manifest Shqiperia – ç’ka qëne, ç’eshte e çdo te bëhetë. Es wurde um 1910, also kurz vor Ausrufung der albanischen Unabhängigkeit, auch in Westeuropa wahrgenommen, weil neben einer türkischen auch griechische, französische und italienische Übersetzungen gedruckt wurden. Eine deutsche Version erschien 1913 in Wien.

Nach einem kurzen historischen Abriss stellte der Autor fest, dass das Osmanische Reich dem Untergang nahe sei und dass es für Albanien Zeit sei, sich davon zu lösen. Er beschreibt die Grenzen eines zukünftigen albanischen Staates, skizziert den Aufbau von Regierung und Verwaltung ebenso wie den des Bildungswesens. Er plädiert für die Errichtung einer autokephalen albanischen Kirche und formuliert Gedanken zur Wirtschaft. Die Forderung nach Unabhängigkeit war für die Albaner neu und gewagt. Bisher hatten die meisten albanischen Führungspersönlichkeiten den Fortbestand der Herrschaft des osmanischen Reiches über Albanien als einen notwendigen Schutz gegen die Expansion der anderen südosteuropäischen Nationen angesehen, weil sowohl diese als auch die westlichen Großmächte nicht nur die Schaffung eines albanischen Staates ablehnten, sondern die Existenz einer albanischen Nation überhaupt bestritten.

Das Vermächtnis von Sami Frashëri war, dass er die bei den albanischen Muslimen noch verbreitete Illusion von der Reformierbarkeit des Osmanischen Reiches offenlegte und die Schaffung eines unabhängigen Albanien als schwierige, gleichwohl aber machbare Alternative für die politischen Probleme seiner Nation ins Spiel brachte.

Werkverzeichnis
  • Taaşşuk-i Tal’at ve Fitnat (Die Liebe von Tal’at und Fitnat, Roman) - 1872

  • Besa yahud Ahde Vefâ (Besa oder die Erfüllung des gegebenen Wortes, Drama) - 1875

  • Kamus-i Fransevî (franz.-türk. u. türk.-franz. Wörterbuch) - 1882 & 1885

  • Abetare e gjuhës shqipe (albanische Fibel) - 1886

  • Shkronjtore e gjuhës shqipe (albanische Grammatik) - 1886

  • Dheshkronjë (Erdbeschreibung, ein Erdkundelehrbuch) - 1888

  • Kamusü´l-A´lâm (das erste historisch-geographisches Lexikon in türkischer Sprache) - 6 Bde. 1889-1896

  • Shqipëria – ç´ka qenë, ç´është e ç´do të bëhet. Mendirne për shpëtimt të mëmëdheut nga reziket që e kanë rethuarë. (Albanien, was es war es, was es ist, und was wird es werden. Gedanken zur Rettung des Mutterlandes vor den Gefahren, die es umgeben) - 1899

Deutsch unter dem Titel: Albanien – was war es, was ist es, was wird es werden. Gedanken und Betrachtungen über die unser geheiligtes Vaterland Albanien bedrohenden Gefahren und deren Abwendung. Wien 1913

  • Kamus-i Türkî (türkisches Wörterbuch) - 1901

Literatur
  • Peter Bartl: Die albanischen Muslime zur Zeit der nationalen Unabhängigkeitsbewegung (1878-1912). Wiesbaden 1968.

  • Mathias Bernath u.a. (Hrsg.): Bibliographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Bd. 1. München 1974.

  • Bülent Bilmez: Sami Frashëri or Semseddin Sami? Mythologisation of an Ottoman Intellectual in the Modern Turkish and Socialist Albanian Historiographies based on Selective Perception. In: Balkanologie. 7(2003), Heft 2.

  • Johannes Faensen: Die albanische Nationalbewegung. Wiesbaden 1980.

Weblinks]

Sami Frashëri

Rilindës i shquar, ideologu kryesor i Lëvizjes Kombëtare Shqiptare, dijetar i madh, shkrimtar dhe publicist. Në literaturën e huaj është njohur me emrin Shemseddin Sami. Lindi në FrashërPërmetit1 qershor 1850. Mësimet e para i mori në fshatin e lindjes. Më 1865 së bashku me pesë vëllezërit e tij dhe dy motrat u vendos në Janinë. Këtu së bashku me Naimin, Sami Frashëri kreu shkollën e mesme greke "Zosimea", ku përveç kulturës së përgjithshme, përvetësoi krahas greqishtes së re e të vjetër edhe gjuhën latine si dhe gjuhën frënge dhe atë italiane. Nga mësuesit e medreseve të Janinës mësoi arabisht dhe persisht.

1872 u vendos në Stamboll ku zhvilloi një veprimtari të gjerë patriotike për çlirimin dhe bashkimin kombëtar të popullit shqiptar dhe bashkëpunoi me përfaqësuesit më përparimtarë të lëvizjes demokratike-borgjeze turke. Ishte një ndër organizatorët kryesorë të "Komitetit Qendror për mbrojtjen e të drejtave të kombësisë shqiptare" dhe me themelimin e "Shoqërisë së të shtypurit shkronja shqip" (1879) u zgjodh kryetar i saj.

Sami Frashëri drejtoi revistat e para në gjuhën shqipe "Drita" dhe pastaj "Dituria" (Stamboll, 1884-85) ku shkroi një varg artikujsh. Për nevojat e shkollës shqipe hartoi librat "Abetare e gjuhës shqipe" (1886), "Shkronjtore e gjuhës shqipe" (gramatika, 1886) dhe "Shkronjë" (Gjeografia, 1888) në gjuhën shqipe. Nga veprat më të shquara të këtij mendimtari të shquar, patriot, demokrat dhe iluminist është "Shqipëria ç'ka qenë, ç'është e ç'do të bëhet", botuar më 1899 pa emër autori në Bukuresht. Ky traktat u bë manifesti i Rilindjes Kombëtare Shqiptare, vepra që sintetizoi programin e lëvizjes, strategjinë dhe taktikën e saj. Në të u shprehën idealet demokratike të zhvillimit politik e shoqëror të vendit, të zhvillimit të arsimit, të kulturës e të shkencës. Sami Frashëri hartoi dhe një fjalor të gjuhës shqipe që mbeti i pabotuar, ai la gjithashtu në dorëshkrim një përmbledhje këngësh popullore shqiptare. Sami Frashëri me gruan e tij Eminenë

Çështjen shqiptare Sami Frashëri e mbrojti edhe në organet e ndryshme të shtypit që drejtoi sidomos në gazetën turke "Terxhuman-i Shark". Sami Frashëri është autor i 57 veprave në gjuhën shqipe, turke dhe arabe duke përfshirë këtu edhe revistat e gazetat që i drejtoi duke botuar vetë në to.

Çështjen shqiptare dhe historinë e popullit shqiptar Sami Frashëri i trajton edhe në veprat në gjuhën turke e sidomos në artikujt e botuar në shtypin e kohës, si edhe në veprat letrare me motive nga jeta shqiptare. Si dijetar i madh Sami Frashëri dha kontributin e tij të vyer në disa fusha të shkencës ku u dallua si përfaqësues i mendimit të përparuar materialist, jo vetëm për Shqipërinë, por edhe për vendet e Lindjes. Është autor i fjalorit normativ të gjuhës turke (Kamus-i türki, 1901) i cili ruan vlerën e vet të madhe edhe në ditët e sotme. Fjalori "Kamus-i türki"përmban mbi 40 mijë fjalë e shprehje gjuhësore dhe është pajisur me një parathënie të gjatë të shkruar nga vetë Samiu ku parashtron parimet e tij mbi fjalorin e një gjuhe letrare. Samiu është edhe autor i disa fjalorëve dygjuhësh frëngjisht-turqisht (Kamus-i fransevi, 1882); turqisht-frëngjisht (Kamus-i fransevi, 1885); arabisht-turqisht (Kamus-i arabi). Vepra madhore e Sami Frashëri në gjuhën turke është Enciklopedia e tij "Kamus-ul alâm" (1900) në 6 vëllime, ku Samiu u jep një vend të dukshëm botës shqiptare, figurave të rëndësishme që ka nxjerrë populli shqiptar gjatë historisë së tij. Në enciklopedinë e Samiut gjenden njoftime për institucionet shtetërore, arsimore, fetare etj., si edhe të dhëna gjeografike jo vetëm për qytetet dhe qendrat administrative më të rëndësishme të Shqipërisë, por edhe për fshatrat më të njohura.

Si shkrimtar Sami Frashëri shkroi në gjuhën turke drama e romane. Vepra më e rëndësishme tregimtare Sami Frashëri "Besa", e botuar më 1875 e ka marrë

subjektin nga jeta shqiptare. Ajo u shfaq në teatrin perandorak në Stamboll më 1874, një vit para se të botohej.

Për popullarizimin e dijeve shkencore shkroj disa libra dhe broshura, të ciat i përmblodhi në "Bibliotekën e xhepit", hartoi tekste të ndryshme, botoi antologji me pjesë të zgjedhura nga letërsia botërore dhe kryesisht orientale, ai la në dorëshkrim 11 vepra kryesisht nga fusha e gjuhësisë dhe e letërsisë.

Sami Frashëri ishte edhe një gazetar i talentuar. Ai ka bashkëpunuar me shkrime dhe ka qenë redaktor dhe kryeredaktor në disa gazeta si pshm.: "Sabah" ("Mëngjezi" 1876), ku për një kohë ishte kryeredaktor, "Hafta" ("Java") etj.

Në punën krijuese të Sami Frashëri një vend të rëndësishëm zënë edhe përkthimet, e kryesisht ato nga frëngjishtja. Ai shquhej për kulturën e tij të gjerë në shumë fusha. Biblioteka personale e tij kishte 20,000 vëllime.

Për veprimtarinë patriotike edhe për frymën përparimtare që përshkon veprat e tij Porta e Lartë e ndoqi dhe e persekutoi Sami Frashërin, duke e internuar e izoluar. Vitet e fundit atij i qe ndaluar të dilte nga shtëpia. Atdhetari i shquar i vdiq në Stamboll.

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