Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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25.04.2019

Nur 46 % der wahlberechtigten Bevölkerung Kosovas nahm an den Parlamentswahlen am 8. Juni teil. Der hohe Anteil von Nichtwählern führte zu folgenden Ergebnis: Die PDK von Ministerpräsident Thaci erreichte 30,72 % der Stimmen. Das Ergebnis der LDK unter Isa Mustafa liegt bei 25,72 %. Die drittstärkste Partei wurde die“ Bewegung für Selbstbestimmung“ ( VV) mit 13,51 % der Stimmen.

Damit gewann die "Bewegung für Selbstbestimmung" im Vergleich zur Wahl von 2010, etwas mehr als 0,6 % der Stimmen hinzu. Der Vorsitzende von VV, Albin Kurti, sprach von der Stabilisierung einer linksorientierten Kraft. Die Mehrheitsströmung innerhalb von VV vertritt mittlerweile eine klassisch sozialdemokratische Politik. Diese Politik hat allerdings nichts mit „New Labour „ zu tun. An vierter Stelle steht die AAK von Ramush Haradinaj mit 9,58 %. Die „Initiative für Kosova“ ( NISMA) mit Jakub Krasniqi und Fatmir Limaj, an der Spitze überwand knapp die 5 % Hürde mit 5,24 %. Am positivsten ist das Scheitern der Partei des Multimillionärs Behgjet Pacolli. Die AKR erreichte nur 4,65 %. Damit ist die Partei des stellvertretenden Premierministers nicht mehr im Parlament vertreten. Das endgültige Ergebnis wird es im Lauf der Woche geben. Darunter ist zu verstehen wer genau ins Parlament gewählt wurde. Denn das kosovarische Wahlrecht sieht vor, dass man neben dem Listenkreuz fünf Einzelpersonen auf den Listen speziell wählen kann. Insgesamt zeigen die Wahlen, dass die Regierung keinerlei Mehrheit in der Bevölkerung mehr hat. Dennoch ist die Unzufriedenheit der Massen noch im wesentlichen passiv. Es gibt nur vereinzelt außerparlamentarische Aktionen und wie oben ausgeführt eine geringe Wahlbeteiligung. Eine ausführliche Analyse der Wahlen wird bald auf Kosova- Aktuell vorgenommen werden.