Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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18.07.2019

Mazedonien ist ein Land welches nach dem zweiten Weltkrieg entstand. Mazedonien sollte zur Stabilität am Balkan beitragen, sowie eine nötige Balance am Balkan zwischen den verschiedenen Balkanvölkern herstellen. Die Republik Mazedonien hatte einen hohen Bevölkerungsanteil von Albanern, Serben, Bulgaren und andere Minderheiten. Die meisten Menschen definieren sich als Mazedonier. Mindestens

30% der Bevölkerung sind Albaner. In  Ex-Jugoslawien war Mazedonien eine Republik und hatte die gleichen Rechte wie alle anderen Republiken. Jedoch wurden während der gesamten historischen Epoche ( auch in Ex- Jugoslawien) durch die herrschten politische Kräfte Mazedoniens - Repression und Benachteiligung gegenüber den Albaner und Albanerinnen betrieben. Die Albaner hatten nur formal, aber nicht in der Realität die gleichen Rechte. Im Jahr 2001 kam es zu militärischen Auseinandersetzungen in Mazedonien.  In diesem Krieg kämpfte die UÇK (Ushtria Çlirimtare Kombëtare- Die Nationale Befreiungsarmee ) gegen die mazedonische Polizei und Armee. Es wurden hunderte Zivilsten darunter , viele Frauen und Kinder von den mazedonischen Polizei und Armeekräften umgebracht. Tausende Häuser wurden verbannt und zerstört. In diesem Krieg war die UÇK stark organisiert und es kam letztendlich zu Verhandlungen. Die internationale Diplomatie schuf eine Vereinbarung zwischen dem damaligen Vorsitzenden der “Albanischen Demokratischen Partei” von Arbën Xhaferi und den Leitern der Mazedonischer Kräfte. Das hiess die “Vereinbarung von Ohër” und garantierte mehr Rechte für die Albaner. Das Recht , die albanische Flagge zu zeigen, die Gleichstellung der albanischen Sprache usw., wurden in dem Abkommen garantiert. Gleichfalls sollten mehr Albaner Staatsbeamte werden. Das heißt, es ging um elementare demokratische Rechte , welche eigentlich garantiert sein müssten. Nach der Vereinbarung gründete der Vorsitzende der UÇK, Ali Ahmeti eine neue Partei, sie heißt  “Demokratische Partei für die Integration”(BDI- Bashkimi Demokratik për Integrim). Diese Partei gewann schnell die Mehrheit unter den Albanern und Albanerinnen. Jetzt haben wir eine Regierung, die von der BDI und der VMRO-DPMNE des Herrn Gruevski geführt wird. Gruevski hat eine Regierungspolitik betrieben welche den Beamtenapparat um za. 50.000 Personen erhöht hat. Gegenüber vielen Presseorganen wurde, die Zensur eingeführt. Unabhängige Journalisten leben in Mazedonien gefährlich. Das Justizsystem in Mazedonien unterliegt der totalen Kontrolle durch die Regierung. Außenpolitisch wurden besonders die Beziehungen mit Serbien und Russland intensiviert. Seit 15 Jahren wurde fast nichts von den Vereinbarung des Jahres 2001 realisiert. All das beweist u.a. die letzte Affäre mit den illegalen Lauschangriffen, der Regierung gegen oppositionelle Kräfte. Gegenwärtig befinden sich viele Menschen zu Unrecht im Gefängnis. Sie wurden eingesperrt weil sie gegen Gruevski und Ali Ahmeti sind. Oftmals waren die Vorwürfe konstruiert. Es genügte einfach zu behaupten:” Es sind albanische Terroristen”.  Der mazedonische Oppositionsführer Zoran Zaev, publizierte in der letzten Zeit viel über illegale Lauschangriffe der Regierung.  Die Situation war in den letzten Monaten sehr gespannt, weil die Bevölkerung insgesamt über nationale Grenzen hinweg sich langsam organisiert , um dieses System zu stürzen. Es wurden  sieben größere Protesten durchgeführt. Dabei gab es viele Verletze und es kam zu Massenverhaftungen. Die meisten Opfer der Polizeirepression waren Mazedonier. Zoran Zaev, der Vorsitzende der SDSM ( Sozialdemokratische Partei), sagte das die Opposition am 17 Mai eine große Demo in Skopje organisiert, um für den Rücktritt der Regierung zu kämpfen.  Es gab und gibt auch EU- Diplomaten die das in der einen oder anderen Art fordern.

Am 9 Mai geschah aber etwas was Mazedonien in einer ganz anderen Richtung schob. Morgens, um 5 Uhr 40 begann ein bewaffneter Angriff von Polizei und Armeeeinheiten gegen einen Stadtteil in Kumanova, mit mehrheitlich albanischer Bevölkerung.Offiziell wurde gesagt das die Spezial-Einheiten gegen eine “Terroristische Gruppe” kämpfen. Die bewaffnete Gruppe gegen welche der mazedonische Staat kämpft, soll angeblich mehr als 50 Soldaten haben und viel Munition besitzen. Die mazedonische Regierun erklärte , dass “die meisten Kämpfer dieser Gruppe aus  Kosova seien”. Angeblich drangen sie illegal in Mazedonien ein, um das Land zu destabilisieren.

Die Regierung liefert seit fünf Tagen keine Beweise und betreibt Desinformation. Die Regierung spricht von 22 Toten. Es soll 8 tote Polizisten geben und 14 tote “Terroristen”. Viele Berichte sprechen jedoch von vielen toten Zivilisten. Duzende Häuser wurden in Komanova zerstört während die Menschen noch schliefen. Bis dato weiß niemand wer diese bewaffnete Gruppe eigentlich ist und wem sie dient. Viele meinen, dass das eine inszenierte Provokation von Gruevski und Ahmeti ist. Die Provokation soll die Massenproteste der Opposition verunmöglichen. . All das zeigt dass Mazedonien seit dem Jahr 2001 viele neue politische Prozesse durchlief, dennoch läuft das alte faschistische Spiel weiter. !

Kumanova, zerstörtes Haus, 10 Mai 

Mazedonien informierte nach blutigen Kämpfen das Ausland

Zahlreiche Häuser in Kumanovo wurden zerstört.

BILD: SN/APA (EPA)/VALDRIN XHEMAJ