Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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24.10.2020
Newsletter der Bewegung für Selbstbestimmung! Nr. 55, DIESE WOCHE: - 6 Monate - Gedenkveranstaltung zum 10.02.2007 - Keine Teilung - Wo ist Steven Curtis? 6 Monate - Gedenkveranstaltung zum 10.02.2007 Am 10. August organisierte Lëvizja VETËVENDOSJE! eine Reihe von Aktionen, die an die Demonstration vom 10.02.2007 für Selbstbestimmung und gegen den Plan Ahtisaaris erinnern sollten. Während dieser Demonstration schoss die Internationale Polizei mit Gummigeschossen auf die Menschenmenge, verletzte dadurch über 80 Demonstranten und tötete zwei, Arben Xheladini und Mon Balaj.

Bislang wurde nicht ein einziger Polizist der verantwortlich für die Morde war, eine Tat die der Internationale Staatsanwalt für kriminell erklärte, vor Gericht angeklagt. Die Aktivisten befestigten zwei große Plakate auf der Seite, von wo aus die rumänische Polizei auf die Demonstranten schossen, sowie zwei Plakate an der Stelle, wo Arben Xheladini und Mon Balaj umgebracht wurden. Eine Schweigeminute wurde zur Erinnerung an die zwei Toten abgehalten und ebenso legte man Blumen vor ihre Fotografien, die auf den Plakaten befestigt waren. Die Aktivisten marschierten dann zum Büro des britischen Vertreters in Kosova, wo sie einen Brief übergaben, indem sie fordern, dass Großbritannien sich verpflichtet, Steven Curtis, jener Polizeikommissar, der verantwortlich für die Operation vom 10. Februar 2007 war, ausfindig zu machen und dem Gericht zu überstellen. Die Aktivisten marschierten anschließend zum Büro des rumänischen Vertreters in Kosova. Dort warf eine organisierte Gruppe etwa 300 verfaulten Eier auf das Büro, da die rumänische Regierung sich weigert, die unter Mordverdacht stehenden Polizisten zurück nach Kosova zu überstellen, um sie dort vor Gericht zu bringen.


Keine Teilung


Diese Woche ist der 60. Jahrestag der Unabhängigkeit von Indien und Pakistan, die 1947 erklärt wurde. Diese zwei Länder wurden durch Teilung gegründet. Die Grenzlinie wurde von einem britischen Richter, Cyril Radcliff, der niemals zuvor den Subkontinenten besuchte, festgelegt. Die Teilung führte zu massiver Gewalt, da sich Millionen Menschen auf der falschen Seite der neuen Grenze wiederfanden: über 10 Millionen wurden zu Flüchtlingen und nach Schätzungen starben zwischen eine halbe bis eine Millionen. Die Teilung ist ein neuer Schnitt - gewöhnlich von externen Mächten aufgezwungen - quer durch ein existierendes Territorium. Sie schafft neue Grenzen. Die meisten Teilungen werden durch einen Bevölkerungsaustausch, da einige Gebiete monoethnisch sind, begleitet und verlaufen daher selten ohne Gewalt. Die Teilung Kosovas durch den Ribar-See würde eine kleine albanische Minorität im Norden Kosovas, was zu Serbien werden würde, zurück lassen. Die OSCE schätzt, dass gegenwärtig 200 Albaner in Leposaviq (ca. 900 im Jahr 1999), 1.500 in den Dörfern bei Zubim Potok (ca. 2.000 im Jahr 1999) sowie ca. 350 in Zveçan (ca. 2.000 im Jahr 1999) leben. Die Teilung des Nordens würde, Kosova trotzdem noch ca. 78.000 Serben, zwei Drittel der gesamten serbischen Bevölkerung (130.000), im Rest Kosovas zurück lassen. Die meisten Beobachter vermuten, dass die Teilung in diesem Gebiet vollzogen wird. Es gibt jedoch keinen Grund zu glauben, dass Serbien bezüglich einer Teilung nicht auch die Gebiete wie Anamorava und den Süden, der hauptsächlich von Serben bewohnt wird, sowie für die orthodoxen Klöster beanspruchen wird, weswegen sollte es sonst neue Verhandlungen geben? Diese Gebiete wurden durch den Ahtisaari Plan, welcher eine autonome serbische Entität durch Dezentralisierung sowie besondere Zonen um die Klöster vorsieht, schon als serbisch definiert. Bei der Teilung geht es nicht nur um die Menschen, sondern auch um Ressourcen. Der Norden beheimatet die Mehrheit der Bodenschätze und Minen Kosovas, sowie einen der Seen, Gazivoda, der Kosova mit Wasser versorgt. Sollte die Teilung ebenso die vorgeschlagene Dezentralisierung beinhalten, so gibt man Serbien die Kontrolle über die grössten Wasserressourcen Kosovas, den Bodenschätzen sowie den landschaftlichen Schönheiten. Die Teilung Kosovas durch einen sauberen (klaren) Schnitt ist nicht möglich. Es bedeutet ganz einfach zusätzliches Blutvergießen und Krieg.


Wo ist Steven Curtis?


Ein Brief an den Leiter des Britischen Büros in Kosova, David Blunt: „Am 10. Februar dieses Jahres gingen Dutzende von Internationalen Polizisten auf die Straße, um Tausende von friedlichen Demonstranten zu provozieren, indem sie ihren Marsch durch die Mutter Tereza Strasse in Prishtina blockierten. Die Demonstranten räumten die Barrikaden, die errichtet worden waren, weg, um ihren Marsch durch den Polizeikordon fortzusetzen. Genauso, wie es Protestierende überall auf der Erde tun. Die rumänischen, polnischen und ukrainischen Polizeieinheiten schossen mit Plastikgeschossen auf die Menschen, die auf die Strassen gegangen waren, um ihre politische Überzeugung in friedlicher Weise auszudrücken. Die schreckliche Vorgehensweise der Polizei hatte fatale Folgen, die wir alle kennen: sie töteten Arben Xheladini aus Prishtina und Mon Balaj aus Besiana. Durch den internationalen Missbrauch von Waffen aus einer Distanz, die gemäß aller aller internationaler Normen strikt untersagt sind, gab es ebenso 82 Verletzte, hunderte mit verletzten Gliedern, von Kugeln durchlöcherte Körper, gebrochene Nasen, verlorene Augen... die meisten blieben mit fortwährende Schäden, oder sind heute nach 6 Monaten immer noch in medizinischer Betreuung. Diese kriminelle Jagd wurde von Ihrem Landsmann, dem ehemaligen Internationalen Polizeikommissar Steven Curtis, geleitet. Alle Zeichen des Verbrechens weisen auf ein brutales, politisch befohlenes Eingreifen sowie eine geplante Abschreckung der friedlich Demonstrierenden mit dem Ziel, die Menschen Kosovas durch den Lauf einer Waffe zu beängstigen, hin. Man vergaß dabei aber, dass dies nicht einmal Slobodan Milosevic schaffte. Sobald man erkannte, dass das Verbrechen, ausgeführt von der Internationalen Polizei, irreparabel war, versuchte man, die friedlichen Demonstranten zu beschuldigen. Man erfand einen nicht existierenden Plan, wonach die Demonstranten gewalttätig in die politischen Institutionen eindringen wollten. Auf diese Weise versuchte die UNMIK, diesen barbarischen und unmenschlichen Akt zu rechtfertigen. Zu Beginn verteidigten alle Befehlsgeber die Kriminellen. Der Eingriff wurde als professionell und notwendig dargestellt (dieser Erklärung schloss sich - wie immer - auch die servile Einheitsgruppe mit Pressesprecherin Ulpiana Lama an der Spitze an). Da dieses Verbrechen jedoch so unermesslich war, dass es nicht unter den Teppich gekehrt werden konnte und aus Angst vor der Reaktion der Bevölkerung, entschied das antidemokratische Regime, sich selbst zu schützen, indem sie die Kriminellen aus Kosovas verwiesen. Steven Curtis ging nach Großbritannien zurück, während die rumänischen Polizisten in ihre Heimat zurück befördert wurden. Anstatt die Verbrecher zu verhaften, verhaftete die UNMIK Albin Kurti und zwar mit uneingeschränkter Unterstützung der verschiedenen anderen Internationalen Büros und der Einheitsgruppe. Mittlerweile akzeptieren alle, dass der Polizeieinsatz vom 10. Februar ein vorsätzliches Verbrechen der UNMIK war. Auch der Report des Internationalen Staatsanwalts Robert Dean stimmt, ebenso wie die Verbrecher selbst, dieser Einschätzung zu. Die Frage lautet daher: Wo sind die Verbrecher? Da die UNMIK ein antidemokratisches Regime ist, das zum Ziel hat, keine Maßnahmen zu unternehmen, um die Verbrecher zu verurteilen, bleibt es den einzelnen Staaten überlassen, die Verbrecher ausfindig zu machen, soweit sie ihre Staatsbürger sind. Wäre die Inhaftierung des Ex- Managers der KEK, Joe Truschler, ausschließlich von der UNMIK-Administration abhängig gewesen, so können Sie sicher sein, dass er heute noch frei wäre und zwar zusammen mit den 4.5 Millionen Euro, die er Kosovar stahl und in Gibraltar deponierte. Es war jedoch der deutsche Staat, der ihn verfolgte und einsperrte. Auf die gleiche Art und Weise sollte auch Großbritannien gegen ihren Staatsmann Steven Curtis vorgehen. Dieser war verantwortlich für die Leitung der kriminellen Operation vom 10. Februar, welche mit dem Tod von zwei Menschen und 82 Verletzten, einige davon mit lebenslangen Schäden, endete. Erstens wollen wir daher wissen, wo der britische Bürger Steven Curtis sich befindet. Zweitens verlangen wir seine Verhaftung für das Verbrechen, das er befohlen hat. Wenn Sie nur etwas Anstand und nur ein Gramm Gewissen besitzen, so akzeptieren sie unseren Brief und treffen die notwendigen Maßnahmen. Die Geschichte wird von Ihnen als Täter berichten, falls sie nichts unternehmen. Wir hoffen, dass Sie und Ihr Heimatland, Geburtsort der Menschenrechte und Freiheit, nicht auf der Seite des Verbrechens stehen bleiben.


Ein Auszug aus dem Gedicht - Partition von WEH Auden


Unbiased at least he was when he arrived on his mission, Having never set eyes on the land he was called to partition Between two peoples fanatically at odds, With their different diets and incompatible gods. "Time," they had briefed him in London, "is short. It's too late For mutual reconciliation or rational debate: The only solution now lies in separation . . .


Anmerkung der Redaktion von Kosova Aktuell

Die KEK ist das noch staatliche Energie und Stromunternehmen Kosovas. Das Unternehmen KEK soll nach den Vorgaben der UNMIK schnellstens privatisiert werden. Zwischen Januar 2001 und Frühjahr 2003 war der deutsche Staatsbürger und Manager Truschler Leiter der KEK. Truschler löste den albanischen Fachmann Fatos Aliu ab. In der Periode Truschler wurde die Stromversorgung immer schlechter. Es wurde illegal Strom aus Kosova an viele Staaten in der Region verkauft. Joe Truschler parkte das Geld auf seinem Privatkonto. Joe Truschler wurde in Deutschland zu einer geringen Haftstrafe verurteilt. Der Großteil der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.