Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
14:10
26.10.2020

Gjermanisht-anglisht Dokumentation- Artikel von Maciej Zaremba über die UNMIK Kolonialherrschaft in Kosova-Diese Woche: Newsletter der LPV NR. 48- Warum sollte man am 30. Juni demonstrieren-UNMIKISTAN: Artikel von einem schwedischen Journalisten- Gerichtsprozess gegen Albin Kurti- Klischees dekonstruieren„Die USA wird die ..Arbeit für uns erledigen“

Warum sollte man am 30. Juni demonstrieren


Es ist an der Zeit, dass das Volk Kosovas zum ersten Mal in seiner Geschichte, die Möglichkeit erhält über seine Zukunft selbst zu entscheiden. Es ist an der Zeit, das Verständnis zu ändern, dass Staaten, nur durch ihre grössere Macht, das Recht haben über die Zukunft von 2 Millionen Menschen zu entscheiden. Es ist an der Zeit, dass Serbien erkennt, dass es nicht weiter die Souveränität t über ein Volk beansprucht, welches es legitim niemals regieren kann.. Es ist an der Zeit, dass das Volk Kosovas ein Recht auf Demokratie genießt, einen Staat hat, mit



Abgeordneten die frei gewählt wurden und vor

allem, rechenschaftspflichtig für ihre Handlungen sind. Es ist

an der

Zeit, dass die UNMIK geht. Es ist an der Zeit ein Referendum

für Selbstbestimmung abzuhalten. Es ist höchste Zeit für Freiheit


. Bericht aus UNMIKistan

Macie Zarembaj ist ein preisgekrönter schwedischer

Journalist. Dies ist ein Auszug aus seinem

Enthüllungsreport, welcher in

der DN Kultur veröffentlicht wurde.

„Als Bernard Kouchner im Sommer 1999 in Kosova ankommt,

gibt es keine mobile Telekommunikation. Der deutsche Siemens Konzern und der französische Konzern Alcatel reichen jeweils ein Angebot ein. Ein Ausschuss lokaler Experten entscheidet sich für Siemens. Das Angebot ist das günstigste und nicht kolonial. Die Deutschen, versprechen zu einem bestimmten Pauschalbetrag ein Netzwerk für Kosova zu bauen. Der französische Anbieter sagt, dass das Netzwerk französisches Eigentum bleiben würde und die Landeskennnummer von Monaco benutzt werden würde.

WAS PASSIERT? Bernard Kouchner, Kosovas Gesetzgeber, Leiter der Regierung und Leiter der Justizverwaltung, alles in einer Person, ersetzt den UNMIK-Direktor für Post und Telekommunikation, ein Albaner, durch einen gewissen Pascal Copin, welcher als Gegenleistung den Vertrag Alcatel zuspricht. Es ist die einzig mögliche Lösung, behauptet Copin, da nur

Alcatel (in Zusammenarbeit mit Monaco Telekom) Kosova, einen nicht formellen Staat, mit einer Landeskennnummer ausstatten kann.

Ergebnis: Sieben Jahre später, prahlt Kosova mit dem schlechtesten und teuersten Telefonsystem in der Region,

folgert der Europäische Rat. Trotzdem, jedesmal wenn ein Kosovare den Hörer abhebt, rasselt es in die französischen und monegassischen Bankkonten, und wir sprechen nicht von kleinen Summen. Fast ein hundert Millionen Euro über die Jahre, mehr als die jährliche Unterstützung Schwedens an Kosova. Gut bezahlt, das muss man schon zugeben, dafür dass man eine Landeskennnummer (0377) ausleiht und für ein paar Zusatzdienste. Aber warum, könnte sich ein naiver Schwede fragen, der dachte er würde Kosova helfen und nicht Frankreich, warum konnte die UN keine Landeskennnummer für Kosova arrangieren? Wenn die ITU, die Landeskennnummern ausstellt, ein UN Organ ist?


Die Kosovaren waren die ersten, die diese Frage gestellt

haben. 2002 bekamen sie die Antwort. Man fand einen

Brief vom UN-Mann Copin an den ITU Ausschuss. In

dem Brief fordert er der ITU, Kosova,

keine Landeskennnummer auszustellen.

Bedri Rama, zu der Zeit Leiter der PTK, schrieb einen offenen Brief an die UN. Wie werde ich den Hilfsorganisationen, die Gelder für die Grundbedürfnisse Kosovas spenden, erklären, dass zur selben Zeit die Gewinne Kosovas nach Monaco entweichen?

„Wie können wir es den Spendern erklären, von denen

wir Hilfen für die elementaren Dinge für Kosova’s Alltag erhalten? Wie können wir es unseren Pensionisten, unseren vielen Arbeitslosen, unseren Professoren, unseren Lehrern und Ärzten, die an der Grenze der Existenz leben, erklären?“

Urteile für Aktivisten, die versuchten „Free Albin Kurti“ zu schreiben

Salih Zyba und Arbënor Dehari wurden vom Gericht zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Blerim Maqastena wurde zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Ihr Delikt ist, dass sie absichtlich einen Polizisten verletzten, der sie abzuhalten versuchte, „Free Albin Kurti“ am 13. April an die öffentliche Mauer am UNMIK Gebäude zu schreiben.

Beide, Blerim und Salih, wurden bei er Verhaftung innerhalb der Polizeistation, während sie Handschellen trugen geschlagen. Blerim wurde von 6 Polizisten geschlagen, 4 davon konnte er identifizieren: Naim Fazliu, Feti Gerbeshi, Agon Berisha und

Adem Kapiti. Nicht nur, dass unsere Aktivisten regelmäßig bei Verhaftungen von Polizisten geschlagen werden, jetzt geben diese Polizisten auch noch Falschaussagen vor Gericht, gegen diese Aktivisten ab, die sie eben noch schlugen.


Gerichtsprozess gegen Albin Kurti

Die Anklage gegen Albin Kurti, wird am 6. Juli vom

Gericht verhandelt. Gemäß Gesetz, sollte

die Haftprüfungsverhandlung öffentlich sein , wenngleich,

der Richter das Recht hat, im Interesse der

„öffentlichen Sicherheit“ die Öffentlichkeit auszuschließen.

Albin wird seit dem 10. Februar in Untersuchungshaft festgehalten. Am 10. Juni, wurde er aus seinem Hausarrest wieder in das Gefängnis in Prizren transferiert. Dies obwohl er alle ihm auferlegten Bedingungen respektierte. Das Gericht traf die Entscheidung, genau in dem Moment , als klar wurde, dass der „Status“ mal wieder verschoben werden würde. Anstatt einfach zuzugeben, dass die Inhaftierung Kurtis absolut politisch motiviert ist, wurden Gründe erfunden, warum er ins Gefängnis zurückgebraucht wurden mußte. Einer der Gründe war, dass die Lëvizja VETËVENDOSJE! Parolen gegen den „Ahtisaari Plan“ auf große Mülltonnen in Kosova schreibt.

Diese Aktion, erklärt der Gerichtsbeschluss, zeigt seine „Missachtung für alles, was die legitime Autorität Kosovas repräsentiert, durch die wiederholten Schädigungen öffentlichen Eigentums und offenkundiger Respektlosigkeit gegenüber der UNMIK-Verwaltung.“


 

 

 

Der Staatsanwalt kann einem schon fast leid tun,

verzweifelt sucht er nach etwas, um Albin’s Inhafthaltung

zu rechtfertigen.

Es scheint das Gericht nicht zu stören, dass das Beschriften der Mülltonnen vor der Entscheidung des Richters, Albin Kurti in Hausarrest zu schicken, geschehen ist. Außerdem, scheint es nicht zu stören, dass in den meisten Demokratien, es nicht üblich ist, Menschen einzuschließen, weil sie schlicht Respektlosigkeit der Verwaltung gegenüber zeigen oder weil sie die „ Respektlosigkeit“ auf Mülltonnen schreiben. Letztendlich, wundert man sich, wie diese Aktion Respektlosigkeit gegenüber UNMIK zeigt? Repräsentieren Mülltonnen die UNMIK? Oder ist

es „respektlos“ seine Meinungsverschiedenheit, gegenüber der UNMIK, auszudrücken?


Klischees dekonstruieren: „Lasst die USA diese
Aufgabe lösen“

Visar Ymeri schrieb diese Woche in unserer Zeitung, „In letzter Zeit wurde viel über die Unterstützung, die die USA Kosova anbietet gesprochen. Durch die Aussagen der ‚Gruppe der Einheit’ und einiger Presseberichte, wurde der Eindruck kreiert, dass sich die USA mit nichts anderem als Kosova beschäftigt. Das ist nicht wahr. Die Kosova Frage wird zwischen den stärksten Staaten der Welt diskutiert. Aber, Kosova ist nur eines der Themen, unter anderen, es gibt Themen die mit höherer Priorität betrachtet werden, wie z. B. Iran, Raketenabwehrsysteme, Irak etc. Der Präsident der USA sagte

in Tirana, dass Kosova unabhängig sein wird. Zu Beginn seines Statements sagte er aber auch, dass er den Ahtisaari Plan stark unterstützte. Die US-Verwaltung sagte oft, dass es eine unilaterale Lösung unterstützen würde (im Gegensatz zur ‚Gruppe der Einheit’). Dieselbe Administration, bewegt sich jedoch, wegen dem Widerspruch Europas, zurück. Die USA wird Kosova nicht alleine anerkennen,dies wird nur passieren wenn dies Europa auch tut. Und Europa zögert, aus Angst der internen Einheit zu schaden, da die EU-Staaten verschiedene Positionen,was die Kosova-Frage betrifft, haben. Erst kürzlich

hat die USA Verhandlungen nicht mit Russland sondern mit der EU geführt. Letzte Woche traf sich die Kontaktgruppe in Paris ohne Russland.

Anerkennung allein macht noch keinen Staat. Folglich sind die Presseaussagen Bush’s und die ‚Unabhängigkeitserklärung’ in Tirana gelogen und naiv. Bush kann dies nicht zurechtbiegen.

Die Unabhängigkeit Kosovas kommt von dem Volk Kosovas. Erst wenn wir die Unabhängigkeit über ein Referendum erklären und verteidigen, werden wir wirklich Unabhängig sein. Es war die Erklärung des Volkes von Montenegro, welches aus Montenegro einen unabhängigen Staat machte. Es war die Macht quer über das Land, auf welche diese Erklärung basierte. Ein Staat muss erst geschaffen werden. Anerkennung kommt danach.

„Der 10. Februar 07 ist die Scheinheiligkeit einer Regierung,
die uns von Demokratie und Menschenrechte erzählte, aber
auf dieser Demokratie herumtrampelt und gegen
die Grundrechte, wie das Recht auf Leben und
freie Meinungsäußerung, verstößt.“ Elizabeta
Januzaj, Kommentierung der Ausstellung 2-Jahre LPV
 

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Dokumentation Artikel von Maciej Zaremba über die UNMIK Kolonialherrschaft in Kosova


Article from this link: http://www.dn.se/DNet/jsp/polopoly.jsp?d=2502&a=664639



DNKULTUR maciej zaremba