Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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10.08.2020
Erklärung von Albin Kurti anläßlich der Pressekonferenz in Prishtna kurz vor seiner neuerlichen Festnahme.-„Am 10. Februar dieses Jahres, hat die Polizei nicht diese Menge an Waffen auf die “Nena Tereza” Strasse gebracht, um sie zu zeigen, sondern um sie zu benutzten. Ihr krimineller Plan, hatte kriminelle Folgen: Arben Xheladini und Mon Balaj wurden getötet, 82 Demonstranten wurden angeschossen, 15 wurden verhaftet und viele andere verletzt und geschlagen. Seit dem 10. Februar des Jahres 2007, ist die UNMIK nicht mehr nur ein antidemokratisches und neokolonialistisches Regime sondern zudem auch ein terroristisches.

Geplante Morde an Zivilisten und die Verbreitung von Angst und Panik in der Masse sind zwei grundsätzliche Charakteristiken des Terrorismus. Beide, hatte die UNMIK-Polizei am 10. Februar.


Den politischen Befehl gab Steven Shook, während der operative Befehl von Steven Curtis kam. Steven Curtis gab dann seinen Rücktritt bekannt, damit Steven Shook nicht zurücktrat. Vorher, hatte Steven Shook das Verhandlungsteam informiert, die Mitglieder des Teams, waren mit seinem polizeilichem Plan einverstanden. Der Innenminister Fatmir Rexhepi trat zurück, damit die kosovarische Regierung dies nicht tun musste. Unterdessen, trat Sheremet Ahmeti nicht zurück, da UNMIK dies so wollte. Die UNMIK ersetzt Steven Curtis leichter als Sheremet Ahmeti, in welchen sie 7 Jahre investiert hatten. Obwohl Sheremt Ahmeti, Steven Curtis untergeordnet war, war er eine grössere und langfristigere Investition der UNMIK als Seven Curtis.


Der Erlaubnis für die Morde an den Demonstranten am 10. Februar, folgte die Erlaubnis für die Flucht der Mörder. Jetzt, da sie versuchen dies zu verschleiern, haben sie meine U-Haft mit einem rigorosen Hausarrest ersetzt. Dadurch, dass das Regime in Kosova keinen Einfluss auf mich hat, möchte es, dass ich keinen Einfluss auf Kosova habe. Die Verlängerung der Untersuchungshaft, ist die Strafe. Die Gerichtsgefängnisse sind die Fortsetzung der Kugeln der Polizei. Noch 30 Tage, noch 60 Tage, noch 30 Tage usw. genau wie die Natur der UNMIK. Das Gericht hat sich nicht mit meinen Aktivitäten in der Vergangenheit beschäftigt, sondern mit Spekulationen über mögliche Aktivitäten in der Zukunft. Nicht mit dem was ich getan habe sondern mit dem was ich tun könnte. Es hat sich nicht mit meinen Handlungen sondern mit meinem Charakter beschäftigt. Und ich, beschäftige mich mit dem Charakter des Gerichts, der vollkommen politisch ist. Um ihre Situation und die Kosovas zu erklären.


Für die reguläre und willkürliche Verlängerung der Untersuchungshaft verwendeten sie einige Quasi-Argumente:


  • Sie sagten, sie könnten mich nicht freilassen, da ich aus Kosova fliehen könnte. Wenn sie sicher wären, dass ich aus Kosova fliehen würde, würden sie mich sicherlich freilassen. Ihr Problem ist, dass ich in Kosova bleiben werde.


  • Sie sagten, ich könnte meine Tat wiederholen. Ich bin nicht schuldbeladen für das was ich getan habe. Ich wäre schuldig wenn ich nicht getan hätte was ich getan habe. Und dadurch, dass es keine Veränderung der Umständen und des Systems gibt, werde ich schuldig sein, gerade wenn ich meine Tat nicht wiederholen würde.



  • Sie sagten, ich könnte die Zeugen einschüchtern (Angst einflößen). Es gibt Zeugen, die ängstlich sind: Die internationale Polizei vom 10. Februar die entweder die Mörder sind oder Mittäter am Mord.


Ich wurde vor Gericht nicht verteidigt, ich habe mich selbst präsentiert, in dem ich die UNMIK angegriffen habe. Ahmet Hasolli ist nicht, wie in den Medien behauptet, mein Anwalt. Er wurde vom Gericht festgesetzt (ausgewählt). Ahmet Hasolli ist demnach eine Wahl des Gerichts, das Gericht ist fortwährend inakzeptabel für mich , und es ist nicht meine Wahl. Sein Geschwätz von der quasi Objektivität des Gerichts ( Anwalt Hasolli) beweist, dass er nicht nur juristisch sondern auch praktisch Anwalt des Gerichts, und nicht meiner ist.


Die Gerichte der UNMIK werden nicht von der Herrschaft des Gesetztes geleitet sondern von den Beherrschern des Gesetzes. Ihre Opfer sind auch viele bedeutende UÇK-Kämpfer welche von Ihnen gefangen gehalten werden. Der skandalöseste Fall ist der des Kommandanten Naser Shatri, der eine vor 16 Jahren vom serbischen Gericht ausgesprochene Strafe absitzt.


Ich habe kein Bedürfnis und keinerlei Respekt für die Gerechtigkeit dieser politischen Gerichte. Diese politischen Gerichte brauchen Gerechtigkeit. Ich bin vollkommen indifferent gegenüber den Entscheidungen des Gerichts und berücksichtige sie auch nicht.


Gerichte, die nicht unabhängig sind, können nicht gerecht sein. Unabhängig von ihren Beschlüssen, werde ich meine politischen Aktivitäten in der Bewegung für Selbstbestimmungsrecht (LPV), welche die einzig wirkliche Opposition ist und die einzige Opposition die Sinn hat in Kosova, fortsetzen. Aktuell befinden sich Aktivisten (Salih Zyba, Frashër Krasniqi, Zgjim Hyseni, Arbnor Dehari, Hasan Hajdari dhe Blerim Maçestena) unserer Bewegung in den Gefängnissen der UNMIK. Sie sind nur eine von unzähligen Beweisen für die Unterdrückung in Kosova.


Der Demonstrant, der am 10. Februar von den Carabiniere verhaftet wurde, weil er Selbstbestimmung schrie, ist ein Beweis dass es in Kosova die Redefreiheit nur dann gibt, wenn man nicht Selbstbestimmung sagt. Außerdem gilt die Bewegungsfreiheit nur vor dem Fernseher, um sich die Unwahrheiten der Verhandler anzuhören. Die Bewegungsfreiheit gilt nur Zuhause, nicht auf der Strasse. Gerade auf der Strasse aber ist die Freiheit, die Freiheit, die wir uns nehmen müssen.“

Prishtina, 11. Mai 2007
Albin Kurti


(Zusatzbemerkung: Kurz nach dieser Pressekonferenz wurde Albin Kurti wieder verhaftet.)


Anmerkung der Redaktion: Der Text wurde von F.K. aus Prishtina übersetzt