Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
23:44
14.11.2018
Vor einigen Wochen ging die Kriegsdrohung des serbischen Faschisten Nikolic ( Chef der Serbischen Radikalen Partei) gegen Kosova durch die Weltpresse. Nikolic drohte eine „Unabhängigkeit Kosovas mit „militärischen Mitteln“ zu beantworten. Der serbische Ministerpräsident Kostunica hat sich bis heute nicht von Nikolic distanziert. Im Gegenteil der Chauvinist Kostunica hat das selbe Programm wie der Führer der faschistischen SRS.


Vor dem serbischen Parlament erklärte Kostunica: „Der Kosovo und Metohija (Metochien) war immer und wird für immer Bestandteil Serbiens bleiben.... Solange es Serbien gibt, wird es keine andere Antwort geben".

"Von uns wird verlangt, auf den Kosovo und Metohija zu verzichten und der unerhörten Absicht zuzustimmen, auf unserem Gebiet einen neuen albanischen Staat zu gründen", unterstrich Kostunica. Diese Erklärung wurde im serbischen Parlament mit frenetischem Beifall aufgenommen. Besonders die offenen Faschisten aus den Reihen der SRS sollen sich die Hände wund geklatscht haben. Die Erklärung von Kostunica, stellt in der Substanz nichts anderes dar, als eine offene Kriegserklärung. Mit dem imperialistischen Anspruch auf Kosova wird jede friedliche Perspektive in der Region zurückgewiesen. Die Ablehnung des Selbstbestimmungsrechtes der Menschen in Kosova ist ein bösartiger antidemokratischer Akt verbunden mit neuen Gewaltandrohungen.

Die Prämissen des Chauvinisten

 


„Die ganze Welt müsse wissen, dass solange es Serbien geben werde, der Kosovo für immer nur seine Provinz sein werde“, sagte Kostunica dezidiert. Er plädierte für die Erlassung einer neuen Verfassung Serbiens bis zum Jahresende, in welcher „Kosova eine substanzielle Autonomie erhalten würde“. Dies wäre seiner Ansicht nach die beste Antwort auf die Forderungen nach der Unabhängigkeit des Kosovas. "Ich bin fest überzeugt, dass es keinen Bürger Serbiens gibt, der am (notwendigen) Verfassungsreferendum nicht teilnehmen würde, um zu bestätigen, dass der Kosovo uns gehört und immer Bestandteil Serbiens bleiben wird. Dies bedeutet aber auch, dass Kosova, soll er durch juridische Gewalt uns geraubt werden, für den serbischen Staat entsprechend der Verfassung immer sein Bestandteil bleiben wird", sagte Kostunica. Nebenbei gab Kostunica den „Diplomaten“ indem er von substanziellen Autonomie Kosovas sprach.


Das chauvinistische Getöse und die internationale Staatengemeinschaft


Der Zweck der chauvinistischen Übung Kostunicas besteht darin, jede Option in Richtung Unabhängigkeit zu untergraben. Kostunica spielt einerseits den wilden Mann, um andererseits führende imperiale Mächte darin zu bestärken Kosova nur den Status der „bedingten Unabhängigkeit“ zuzugestehen. Bekanntlich soll aus Kosova ein EU- Protektorat mit staatlichen serbischen Machtstrukturen werden. Das entspricht auch den Interessen der führenden imperialen Staaten in Europa. Sie wollen Serbien und Kosova als billiges Anhängsel der europäischen Kernindustrie haben. Die Unabhängigkeit Kosovas könnte dazu beitragen den Blick auf die soziale Frage in Serbien und Kosova zu richten. Daran ist man in den europäischen Finanzzentralen nicht interessiert. Der wilde Chauvinismus des Herrn Kostunica nützt dem alten Prinzip -teile und herrsche-. Die europäischen Zentralmächte wollen am Balkan bestimmen, das Spiel auf der alten serbisch, chauvinistischen Geige durch Kostunica, nützt diesen Ambitionen. Die imperialen Zentralmächte können im Konzert mit den Belgrader Chauvinisten versuchen den Menschen in Kosova zu erklären, dass ihre Herrschaft „gemäßigt“ sei gegenüber den wilden Parolen aus Belgrad. Zweck der Übung ist es die Unabhängigkeit Kosovas zu verhindern.

Quellen Radio B 92 12.9.06