Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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23.09.2019

Herr Petersen „versteht“ laut Presseberichten die Demonstranten und Demonstrantinnen, die gegen die UNMIK-Kolonialmacht auftreten „nicht“. Damit bietet der UNMIK Protektoratsleiter in Kosova nichts historisch neues. Die Geschichte der Kolonialmächte zeigt, dass sie für Proteste gegen ihr Diktat keinerlei Verständnis aufbrachten. Der englische Imperialismus, der russische Zarismus, der französische Kolonialismus und sogar der deutsche Faschismus betrachteten ihre Ignoranz und Barbarei gegen die von ihnen unterdrückten Völker als „zivilisatorische Mission“. Auf unterschiedliche Art und Weise wandten sie stets Gewalt- gegen Protest und Widerstand an.

Gegenwärtig hat die gewaltsame Unterdrückung des Volkes in Kosova eine neue Stufe erreicht. Am Donnerstag den 8. Juni griff die Polizei der Kolonialmacht brutal eine Demonstration in Prishtina an. Die Demonstration, zu der die LPV aufrief, forderte das Recht auf Selbstbestimmung, das Ende der UNMIK Kolonialherrschaft und wandte sich gegen die aggressiven Absichten des serbischen Chauvinismus gegenüber Kosova. Außerdem hatten die Demonstranten soziale Forderungen, die im Widerspruch zu dem vom deutschen Privatisierungskommisar Rücker geleiteten Prozess des Ausverkaufes der Ökonomie Kosovas stehen.

Seit Donnerstag setzt der sich „modern“ gebende Kolonialismus der UNMIK auf offene Gewalt. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag griffen die polizeilichen Kolonialtruppen gegen 3 Uhr Nachts Demonstranten massiv an, die den Sitz der UNMIK in Prishtina belagerten. Dabei gab es hunderte Verletzte, insgesamt nahm die UNMIK 91 Personen fest. Darunter auch der bekannte ehemalige Studentenführer und jetzige Leiter der LPV Albin Kurti. Am Palast der Jugend schlug den UNMIK Truppen massiver Widerstand entgegen. Der Kolonialherr hat überzogen, die LPV ruft zu permanentem Widerstand gegen sämtliche Strukturen der UNMIK auf. Gegenwärtig sind öffentliche Gebäude in Prishtina besetzt und die UNMIK Organe sehen sich mit nicht erwartetem Massenwiderstand konfrontiert. Die deutsche Presse berichtet von neuen Polizeitruppen, die der UNMIK geschickt werden sollen.

All dies wird den Widerstand nicht brechen, die Menschen haben das Recht ihr Schicksal selbst zu bestimmen. Es ist weder dem serbischen Chauvinismus gelungen den Widerstand der Menschen in Kosova dauerhaft zu unterdrücken, noch wird das der UNMIK oder dem geplanten EU-Protektorat in Kosova gelingen. Dem Volk kann das Recht auf nationale Selbstbestimmung und der Wunsch nach einer Gesellschaft mit sozialer Gerechtigkeit nicht genommen werden.