Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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19.09.2020
deutsch-albanisch gjermanisht-shqip Die von der UNMIK Bürokratie angedrohte verstärkte Repressionswelle gegen die LPV begann am heutigen Samstag. Mehrere Aktivisten der LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung)wurden von der Kolonialpolizei SHPK festgenommen. Am frühen Morgen wurde Muhamet Shala, aus Vushtrria verhaftet. Die Polizei tauchte auch in den Wohnungen von Xhelal Sveçla in Prishtina und bei Vedat Xhymshiti in Gjilani auf, um sie zu verhaften.

MË 28 NËNTOR, DITËN E FLAMURIT ORGANIZOHET DEMONSTRATË E FUQISHME POPULLOR Heute um 14 Uhr findet in Prishtina eine machtvolle Demonstration gegen die „Verhandlungsgruppe“ statt. Die Demonstration am Nationalfeiertag beginnt um 14 Uhr und wird organisiert von der „Bewegung für Selbstbestimmung“ ( LPV).

Offiziell liegt die Arbeitslosigkeit in Kosova bei 50%. Diese Zahl ist viel zu niedrig angesetzt. Viele Arbeitslose sind nicht gemeldet. Nach Untersuchungen der Weltbank gelten 15% der Bevölkerung als extrem arm , weitere 50% werden mit einem Einkommen von etwas mehr als einem Dollar pro Tag als arm eingeschätzt. Ein noch beschäftigter Arbeiter verdient maximal 200 Euro im Monat. Der Euro ist Landeswährung und die Lebenshaltungskosten sind oftmals mit der Preislage in Mitteleuropa vergleichbar.

Feiern beim demonstrieren-Demonstrieren um zu feiern. Festo duke demonstruar. Demonstro për të festuar. Am 28. November 1912 rief Ismail Qemali in Vlora die Gründung des albanischen Staates aus. Der 28. November ist zusammen mit dem 29. November albanischer Nationalfeiertag. Die gegenwärtige reaktionäre albanische Regierung negiert allerdings zunehmend den „Tag der Befreiung vom Faschismus“ im November 1944. Dennoch werden in Albanien viele Feiern auch zum 29. November stattfinden. Für den 28. November ruft die LPV  (Bewegung für Selbstbestimmung) in Prishtina zu Protesten auf.

Der gegenwärtige Oberbefehlshaber der KFOR in Kosova Generalleutnant Roland Kather ,wurde in der „ -aktuell- Zeitung für die Bundeswehr“ ausführlich zu seiner Einschätzung der Lage befragt. In dem Interview vom 22.11 sagte Generalleutnant Kather : „ Ich habe selten so viel bittere Armut gesehen, wie in diesem Land“ Dieser Diagnose kann man nur zustimmen. Gleichzeitig ist die richtige Beobachtung des Generalleutnants ein vernichtendes Zeugnis für die UNMIK. In der Tat, die Orientierung von Protektoratsleiter Joachim Rücker, den Reichtum des Landes vollständig zu privatisieren, stürzt die Menschen in Kosova in immer tieferes ELEND.

Kosova hat die wichtigsten Braunkohlevorkommen am südlichen Balkan. Die Stromversorgung in Kosova ist unter der Leitung der UNMIK katastrophal. Dennoch gieren kapitalistische Unternehmen nach dem Rohstoffreichtum des Landes. Mittels der Privatisierung der Stromversorgung, soll Kosova der Stromlieferant in der Region werden. Keinesfalls wird jedoch diese Energiebasis zur Entwicklung Kosovas verwandt werden, kapitalistische Unternehmen trachten danach mittels der Aneignung von Energie in privater Hand Maximalprofite zu erzielen.

Der bekannte albanische Schriftsteller Rexhep Qosja, gab dem Fernsehsender Top Chanel am heutigen Tag ein Interview. Behandelt wurden Fragen nach der Unabhängigkeit Kosovas und der Perspektive für alle Albaner. Dabei erklärte Rexhep Qosja: „Nach der Erlangung der Unabhängigkeit Kosovas, wird der Weg für die Einheit der albanischen Nation geöffnet.“ Dies ist nach Qosja ein „“historischer Prozess“. Der Weg zur Einheit zwischen Kosova und Albanien ist für Rexhep Qosja ein „guter Weg“." Der Weg zur Einheit zwischen Kosova und Albanien,  wird Einfluß auf die Entwicklung in Kosova haben und Kosova Einfluss auf die Entwicklung in Albanien. Diese Realität wird beiden Seiten in ihrer Entwicklung helfen“.