Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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19.09.2020
Wolfgang Petritsch war Chefverhandler der Gespräche von Rambouillet – die 1999 zur NATO-Intervention am Balkan führten – und Hoher Repräsentant der internationalen Gemeinschaft in Bosnien-Herzegowina von 1999 bis 20002. Heute arbeitet er als österreichischer UN-Botschafter in Genf. Georg Hoffmann-Ostenhof vom Nachrichtenmagazin „Profil“ bezeichnete den gebürtigen Kärntner einmal als den „seit Bruno Kreisky profiliertesten Außenpolitiker made in Austria“.

Mehrere Pensionisten protestierten am Sonntag den 3. August vor dem Rathaus in Gjakova, gegen ihre minimalen Renten. Der Rentner Kujtim Kulledra, erklärte gegenüber der Presse: „ Nach vierzig Jahren Arbeit als Ingenieur erhalte ich 40 Euro Rente im Monat.“ Dieser Rentenhöchstbetrag verurteilt die Pensionisten zu einem Leben in nackter Armut.

Am 1. September gab es in Mitrovica einen falschen Bombenalarm. Ein anonymer Anrufer kündigte die Explosion einer Bombe im kommunalen Gerichtsgebäude an. Nach Angaben von Lary Miller, ( internationaler Polizeisprecher) konnte jedoch die Polizei nach mehrstündiger Durchsuchung des Gerichtsgebäudes keinen Sprengsatz entdecken. Die Bombendrohung wird als weiteres Indiz für die zunehmenden Spannungen in der Stadt Mitrovica gewertet, Das Gericht gilt offiziell als Einrichtung, in der Albaner und Serben zusammen arbeiten.


Alle wichtigen Positionen in Kosova sind ab heute mit Deutschen besetzt. General Roland Kather übernimmt das Kommando über die 18.000 Mann starken Truppe Kfor. Zu den rund 2300 deutschen Soldatinnen und Soldaten im Süden Kosovas sind in den letzten Wochen noch einige hundert Reservekräfte gekommen, die im Norden des Kosovas stationiert sind.

Die Ärzte in Kosova haben 553 Fälle von der Meningitis registriert, seit die Epidemie am 1. Juli festgestellt wurde . Das „ Gesundheitsinstitut“ in Prishtina erklärte am 30 August, dass 123 neue Fälle von Meningitis Erkrankungen in der letzten Woche erkannt wurden. Damit erhöhte sich die Zahl der Betroffenen auf insgesamt 553 Personen. Von der Krankheit sind hauptsächlich Kinder und ältere Menschen betroffen.

Die Führer der Serben-Gemeinschaft der geteilten Stadt Mitrovica in Nordkosova haben die UNO-Mission (UNMIK) in der Provinz aufgefordert, die Brücke über den Fluss Iber, die den albanisch bewohnten Südteil vom serbischen Nordteil der Stadt trennt, bis zum Abschluss der Verhandlungen über den künftigen Status des „Kosovo“ nicht für den Verkehr zu öffnen.

Der Menschenrechtsverein KMDLNJ erklärte nach den polizeilichen Übergriffen und Verhaftungen vom 23. August gegen Aktivisten der LPV: „In Kosova werden Menschen aus politischen Gründen verfolgt und verhaftet.“ Bekanntlich schlug die Polizei SHPK am 23. August brutal auf Aktivisten der LPV ein. Sie hatten gegen den Besuch des UN-Chefvermittlers Ahtisaari in Prishtina protestiert.