Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
14:21
13.11.2019

Landrat Friese beruft sich auf "übergesetzlichen Notstand"

Seit Wochen warte ich in der Angelegenheit der beiden kosovarischen Familien Bunjaku aus Guben und Rexhaj aus Forst (Lausitz), deren Abschiebung ansteht, auf einen rechtlich gesicherten Hinweis von Bundes- und Landesbehörden, um diese Abschiebung zu verhindern. Eine von mir bis zum 31.08.2001 um 12:00 Uhr gestellte Frist ist bisher unbeantwortet geblieben. Die Meldungsfrist für eine freiwillige Ausreise der Familien endet am 12.09.2001, danach wäre eine zwangsweise Abschiebung zwingend geboten.

 

Die serbische Delegation boykottiert die für den heutigen Dienstag angesetzte zweite „Verhandlungsrunde“ über Kosova in Wien. Die serbische Delegation erklärt, sie könne nicht akzeptieren, dass die UNO-Vermittler den Schutz der serbischen Minderheit im Kosova schon für Dienstag auf die Tagesordnung gesetzt hätten.Nach Ansicht Belgrads darf dieses Thema erst im Zusammenhang mit Verhandlungen über den rechtlichen Status der seit 1999 von den UNO verwalteten Provinz behandelt werden, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete.

Einst waren die reichen Vorkommen an Zink, Blei, Braunkohle und Gold in Kosova, die Rohstoffbasis verschiedener jugoslawischer Republiken. Die Bewohner Kosovas kamen weder unter Tito und schon gar nicht unter der Herrschaft des offen rassistischen Milosevic Regimes in den Genuß dieses Reichtums. Heute hat die UNMIK die wirtschaftliche Enteignung Kosovas auf ihrer Agenda. Der Reichtum Kosovas soll privatisiert und günstig an kapitalistische Konzerne, aus den Metropolen verscheuert werden.

Die amerikanische Firma BG&R, ( Barbour,Griffith & Rogers ) arbeitet seit Jahren für die serbische Regierung. Ihr Aufgabenfeld besteht darin- speziell in den USA- „Lobbyistenarbeit“ für die serbische Politik zu betreiben. In der Belgrader Wochenzeitung „ Standard“ stand in der letzten Nummer ein ausführlicher Bericht über die Tätigkeit der Firma und über die Finanzierung des Unternehmens durch die serbische Regierung.

Die Redaktion von Kosova-Aktuell publiziert zum Zerfall Jugoslawiens und zur chauvinistischen Unterdrückung der Albaner durch den serbischen Nationalismus einige Artikel aus „ZERI I POPULLIT“, dem ehemaligen Organ der Partei der Arbeit Albaniens. Die Artikel sind historische Dokumente, der Abdruck dieser Dokumente signalisiert keineswegs „enveristische“ Neigungen in der Redaktion von Kosova-Aktuell. Allerdings haben die publizierten Artikel den Vorteil dem deutschen Lesepublikum die Geschichte Kosovas nahezubringen.

Obwohl Kosova mit seinen reichen Braukohlevorkommen in der Lage wäre viele Länder des Balkans mit Strom  zu versorgen, wird die Stromversorgung in Kosova immer schlechter. Mitte der Woche gab es für die Masse der Bürger fast keinen Strom. Die Unternehmen die unter die Kategorie A fallen wurden 5-Stunden mit Strom versorgt und hatten im Schnitt danach 1 Stunde Stromausfall.

Wie der Reichtum Kosovas westlichen Konzernen profitabel zugänglich gemacht werden soll. In Kosova gibt es nur stundenweise Strom für die Bewohner. Die Strompreise liegen jedoch auf mitteleuropäischem Niveau. Die Abnehmer erhalten jedoch Stromrechnungen, als ob sie den ganzen Tag Strom  erhalten würden. Die Stromversorgung ist in Kosova immer noch katastrophal, obwohl das Land mit die reichhaltigsten und besten Braunkohlevorkommen in Europa hat. Letzteres ist auch der Weltbank aufgefallen.