Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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20.05.2019

Gegenwärtig ist ein blutiger Krieg der israelischen Staats- und Militärführung gegen die Menschen im Libanon zu beobachten. Die grausamen Bilder bewegen auch die Menschen in Kosova. Den unverantwortlichen Eskalationskurs der israelischen Führung benutzen in Kosova bestimmte Gruppen, um antisemitische Ressentiments zu schüren. In Wahrheit gibt es auch in Israel immer mehr Menschen, die  der rechten israelischen Führung entgegentreten. Sie treten für Demokratie und Völkerverständigung ein. Wir veröffentlichen anbei eine Erklärung des „ Komitees für eine Arbeiterinternationale“ CWI, die eine Sektion in Israel unterhält. Diese Deklaration benennt im wesentlichen die Ursachen des Konfliktes.

Die Unabhängigkeit wird nicht durch „Verhandlungen“ erreicht
Wer glaubt bei den „Verhandlungen“ in Wien, könnte die Unabhängigkeit Kosovas herauskommen, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann und den Osterhasen. Ziel der Gespräche über Kosova ist, dass  ein tragfähiger Kompromiß zwischen den großen imperialen Staaten gefunden wird. Der Österreicher Albert Rohan spricht ständig davon, aus Kosova ein „EU-Protektorat“zu machen. Er hat die USA  im Verdacht, die Unabhängigkeit Kosovas zu befürworten.  Der Prinz aus Österreich, Herr Albert Rohan, betont seit Wochen unmißverständlich, in Europa keinen „51 Bundesstaat der USA“ zu tolerieren. Dahinter steckt die zunehmende zwischenimperiale Konkurrenz zwischen der EU und den USA.

Am 28. Juni 2006 pünktlich zur „Schlacht auf dem Amselfeld“ 1389“ bereiste der serbische Ministerpräsident Kostunica, mit Genehmigung der UNMIK Kosova. Dabei kam es zu Übergriffen der Kolonialpolizei am Grenzübergang Merdar, gegen Aktivisten der LPV (Bewegung für Selbstbestimmung) und gegen Anhänger der LPK (Volksbewegung Kosovas). Der ehemalige Studentenführer und bekannteste Aktivist der LPV Albin Kurti schrieb dazu einen Artikel indem er die Lage nach der Provokation von Kostunica einschätzt. Im Folgenden wird der Artikel auszugsweise in Deutsch übersetzt, der komplette Artikel in Albanisch ist beigefügt.

Die wirtschaftliche Lage in Kosova ist durch Massenarbeitslosigkeit Armut und Korruption gekennzeichnet. Das ökonomische Desaster hat mit der Kolonialherrschaft der UNMIK, aber auch mit der bürgerlichen Orientierung vieler örtlicher politischer Kräfte zu tun. Als Grundwiderspruch steht der natürliche Reichtum Kosovas - Bodenschätze wie Kohle, Nickel, Kupfer, Blei und Gold- dem sozialem Elend gegenüber. Der Widerspruch drückt sich in der Tatsache aus, dass den Arbeitern und Arbeiterinnen nicht erlaubt wird, selbsttätig die Produktion in Gang zu setzen.

Die soziale Lage der Menschen in Kosova ist katastrophal. Dennoch werden zuhauf Menschen aus Europa in das von der Protektoratsmacht UNMIK beherrschte Land abgeschoben. Ein Artikel aus „Tirol Online“ macht schlagend klar unter welchen Bedingungen die Menschen leben müssen. Es fehlt an politischer und sozialer Selbstbestimmung.

Auf welchem Weg befinden sich die albanischen Politiker Kosovas? In Kosova existiert ein modifiziertes- scheinbar neues Kolonialregime- mit dem Namen UNMIK. Jede Art von Selbstbestimmung des Volkes in politischer und sozialer Hinsicht wird brutal unterdrückt. Dennoch finden sogenannte „Statusverhandlungen“ in Wien statt, bei denen der Eindruck erweckt werden soll, als ginge es um die Bewohner Kosovas. In Wahrheit jedoch rangeln imperiale Kräfte um ihre Macht und Einflußzonen auf dem Balkan.

Elefantenrunde in Wien +++ Das arme und beleidigte Volk demonstrierte in Prishtina +++ Rufe „UCK, UCK, Selbstbestimmung, Selbstbestimmung, Demaci, Demaci“

Am Montag den 24.07.06 traffen sich Agim Ceku, Fatmir Sejdiu, Hashim Thaci, Veton Surroi und ANDERE mit dem serbischem Präsidenten Tadic und dem serbischem Ministerpräsidenten Kostunica in Wien. Dies war das lange und sensationell angekündigte Spitzentreffen in Sachen Status des Kosova.