Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
01:19
19.03.2019
Der Charakter des Menschen und die Gesellschaft - Dokumentation einer Erzählung des bekannten albanischen Schriftstellers Dritero Agolli aus dem Jahr 1998.

In Berlin will der Landesverband der WASG entgegen dem Willen der Bundesführung der WASG, selbständig auch gegen die Linkspartei/PDS im September für das Abgeordnetenhaus kandidieren. Alle Arbeitsemigranten, Asylbewerber und Menschen mit dem Status der Duldung sollten diese Kandidatur unterstützen. Die Berliner Koalition aus SPD und Linkspartei geht gnadenlos gegen Emigranten vor. Es wird verfolgt und abgeschoben.

Weltgeschichte wurde zwar nicht geschrieben, aber erwähnenswert ist es allemal. Albanien war nach dem zweiten Weltkrieg, das einzige von den Faschisten besetzte Land, indem es mehr Juden gab als vorher. Zu diesem Schluß gelangt der US-amerikanische Historiker Harvey Samer in seinem 1998 erschienenen Buch "Rescue in Albania".

Mit dieser Frage beschäftigt sich gegenwärtig die in Prishtina erscheinende albanische Zeitung Koha Ditore (Tageszeitung). In der Tat, in Albanien fiel während des zweiten Weltkrieges kein einziger Jude den nazistischen Mördern in die Hände. Alle Juden aus den Gemeinden in Vlora und Delvine wurden damals von Albanern in ihren Häusern versteckt. Nur zwei Juden fanden in dieser Zeit als Mitglieder der Partisanenarmee den Tod.

"Die Albaner widersetzten sich den Anordnungen der Nazibesatzung" - Mit dieser Überschrift endete am 4.9.2003 eine Serie in der albanischen Zeitschrift Koha Ditore (Tageszeitung- Erscheinungsort Prishtina). Im Mittelpunkt der Berichterstattung stand die Rettung der Juden in Albanien vor der nazistischen Shoa. Der Autor Ulk Lushi versuchte der Frage nachzugehen warum es ausgerechnet in Albanien nach dem zweiten Weltkrieg mehr Juden gab als vorher. Am 2.9.03 untersuchte er die kulturellen und historischen Hintergründe des Phänomens. In seinem Artikel vom 3.9.03 befaßt er sich mit der praktischen „Judenrettung“ in Albanien. Lassen wir nun Herrn Lushi teilweise selbst zu Wort kommen.

In der albanischen und albanischsprachigen Presse Kosovas ist eine Debatte über das Schicksal der Juden in Kosova im vergangenen Jahrhundert entstanden. Ein Autor schrieb in der Zeitung Gazeta Shiqiptare (Albanische Zeitung) am 01.02.2004: „In der Zeit der Nazibesatzung Kosovas wurden von den deutschen Faschisten rund 500 Juden aus Kosova deportiert und vernichtet.“

1. Skanderbeg - eigentlich Georg Kastriota oder Gjergj Kastrioti Skënderbeu auf Albanisch - (* 1405, † 17. Januar 1468 in Lezha) war albanischer Fürst und ist durch seine Verteidigung Albaniens gegen das Osmanische Reich zum Nationalhelden Albaniens geworden. 1415 und wieder 1423 wurde der junge Georg als Geisel an den Hof des Sultans nach Adrianopel geschickt, wo er als Angehöriger des Pagenkorps zum Islam übertrat und den türkischen Namen Iskender erhielt (daher sein Beiname Skanderbeg). 1438 wurde er von Murad II. als Beg und Wali von Misia, Skuria und Jonima (Hauptstadt Kruja) ins heimatliche Albanien gesandt.