Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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13.11.2019
Sehr geehrte Damen und Herren, mit Interesse verfolge ich die Arbeit von Kosova-Aktuell. Meine Sympatie gehört Ihnen, besonders in der Auseinandersetzung mit der serbischen Chauvinistin Miroslava Beham. Auf ihren Seiten berichten Sie häufig über die sogenannten Verhandlungen in Wien. Tatsache ist, dass das Schicksal von Kosova immer noch in der Hand fremder Kolonialmächte ist. Die LKCK der ich angehöre warnte stets vor dem Bündnis mit Mächten, die selbst imperiale Interessen verfolgen.

Kosova wird im Gegensatz zum internationalem Völkerrecht bis dato das Recht auf nationale Selbstbestimmung vorenthalten. Die „Verhandlungen“ in Wien sind mit den demokratischen Prinzipien in der nationalen Frage nicht vereinbar. Fremde imperiale Interessen versuchen den Menschen in Kosova ihr Schicksal vorzugeben. Dagegen wehren sich immer mehr Menschen in der Region. Zum „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ anbei eine aktuelle und historische Dokumentation.

Der Charakter des Menschen und die Gesellschaft - Dokumentation einer Erzählung des bekannten albanischen Schriftstellers Dritero Agolli aus dem Jahr 1998.

In Berlin will der Landesverband der WASG entgegen dem Willen der Bundesführung der WASG, selbständig auch gegen die Linkspartei/PDS im September für das Abgeordnetenhaus kandidieren. Alle Arbeitsemigranten, Asylbewerber und Menschen mit dem Status der Duldung sollten diese Kandidatur unterstützen. Die Berliner Koalition aus SPD und Linkspartei geht gnadenlos gegen Emigranten vor. Es wird verfolgt und abgeschoben.

Weltgeschichte wurde zwar nicht geschrieben, aber erwähnenswert ist es allemal. Albanien war nach dem zweiten Weltkrieg, das einzige von den Faschisten besetzte Land, indem es mehr Juden gab als vorher. Zu diesem Schluß gelangt der US-amerikanische Historiker Harvey Samer in seinem 1998 erschienenen Buch "Rescue in Albania".

Mit dieser Frage beschäftigt sich gegenwärtig die in Prishtina erscheinende albanische Zeitung Koha Ditore (Tageszeitung). In der Tat, in Albanien fiel während des zweiten Weltkrieges kein einziger Jude den nazistischen Mördern in die Hände. Alle Juden aus den Gemeinden in Vlora und Delvine wurden damals von Albanern in ihren Häusern versteckt. Nur zwei Juden fanden in dieser Zeit als Mitglieder der Partisanenarmee den Tod.

"Die Albaner widersetzten sich den Anordnungen der Nazibesatzung" - Mit dieser Überschrift endete am 4.9.2003 eine Serie in der albanischen Zeitschrift Koha Ditore (Tageszeitung- Erscheinungsort Prishtina). Im Mittelpunkt der Berichterstattung stand die Rettung der Juden in Albanien vor der nazistischen Shoa. Der Autor Ulk Lushi versuchte der Frage nachzugehen warum es ausgerechnet in Albanien nach dem zweiten Weltkrieg mehr Juden gab als vorher. Am 2.9.03 untersuchte er die kulturellen und historischen Hintergründe des Phänomens. In seinem Artikel vom 3.9.03 befaßt er sich mit der praktischen „Judenrettung“ in Albanien. Lassen wir nun Herrn Lushi teilweise selbst zu Wort kommen.