Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
16:43
22.04.2019
Israelische und europäische Historiker nehmen derzeit an einer Konferenz in Albaniens Hauptstadt Tirana teil. Sie wollen herausfinden, wie es dem Land gelang, seine jüdischen Einwohner während des Holocaust zu retten. Mordechai Arbell vom "World Jewish Congress" bezeichnete die Rettung der Juden von Albanien als "heldenhaft und sehr außergewöhnlich". Juden seien seit fast 2.000 Jahren in Albanien sicher. Das harmonische Zusammenleben zwischen den religiösen Gemeinden in diesem Land müsse ein Beispiel für die Welt sein, so Arbell weiter.  Dan Michman, israelischer Professor für 

 

Moderne Jüdische Geschichte, wies darauf hin, dass die jüdische Gemeinschaft in Albanien die einzige in Europa war, die sich sogar unter deutscher Besatzung vergrößerte.


Während des Zweiten Weltkrieges wurden etwa 1.200 albanische Juden und jüdische Flüchtlinge aus den Nachbarstaaten von albanischen Familien versteckt. Wie die Tageszeitung "Ha´aretz" meldet, wollen die Historiker auf der Konferenz analysieren, wie es Albanien geschafft hat, zu einem "Himmel für verfolgte Juden zu werden". Da Albanien durch sein kommunistisches Regime Jahrzehnte von der Außenwelt abgeschnitten war, habe diese Tatsache bislang wenig internationale Aufmerksamkeit gefunden, heißt es in dem Bericht.


Die zweitägige Konferenz war am Dienstag von Albaniens Premierminister Sali Berischa eröffnet worden. Auch Historiker aus Deutschland und Italien nehmen daran teil. Beide Staaten hatten Albanien während des Zweiten Weltkrieges besetzt.

Dokumentation entnommen aus http://www.hagalil.com/01/de/Europa.php?itemid=2287


Siehe auch: haGalil.com/Europa/Albanien