Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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20.09.2020
Die Regierung in Belgrad will im kommenden Jahr offiziell 42 Mio. Euro für seine Parallelbehörden in Kosova ausgeben. Einige Medien in Kosova berichteten dies unter Berufung auf den Staatssekretär im serbischen Kosovo-Ministerium, Oliver Ivanovic. Die Finanzmittel sollen den von serbischen Behörden gebildeten Gemeindebehörden

zukommen. Die Zeitung Money. at. schreibt dazu am 2. Januar: „Die von Belgrad finanzierten Parallelbehörden gibt es nicht nur in den nordkosovarischen Gemeinden, wo die dortigen Serben die am 15. November von Pristina (Pristhina) veranstalteten Kommunalwahlen boykottiert haben. Eine serbische Kommunalverwaltung haben auch Gemeinden im Zentral- und Südkosovo, wobei in mehreren von ihnen seit Ende des Kosovo-Krieges vor über zehn Jahren gar keine Serben mehr leben und dort auch keine Parallelbehörden einen Sitz haben.“ In der Tat, die serbischen Nationalisten haben die serbischen Bürger Kosovas in speziellen Enklaven zusammengezogen. Von dort aus isolieren sie sich von der Außenwelt und sind eng mit Belgrad verbunden. Diese Politik der ethnischen Teilung Kosovas sanktionierte der Athisaari- Plan. Wenn das offizielle Belgrad von der Rückkehr von Serben spricht, dann ist damit nicht die Rückkehr in ihre ehemaligen Wohnorte gemeint, sondern die Konzentrierung der Serben in eigenen Strukturen und Gebieten in Kosova. Laut Athisaari- Plan sind 25% des Gebietes von Kosova, autonome serbische Regionen mit dem Recht auf Sonderbeziehungen mit Serbien. Neben der Teilung Kosovas erhält der serbische Staat seinen Anspruch auf das gesamte Kosova aufrecht. Die Belgrader Zeitung „Blic“ schrieb: „Belgrad hat heuer rund 13 Mio. Euro für Kommunen ausgegeben habe, in denen es kaum Serben gebe und die Vertreter dieser Gemeinden oft gar nicht im Kosovo ihre Büros hätten. Die Parallelbehörden der westkosovarischen Gemeinde Pec (Peje) etwa befanden sich laut dem Blatt bis vor kurzem in einer Belgrader Wohnung.“. Auf der Lohnliste der serbischen Regierung befinden sich 725 Beamte von neun kosovarischen Gemeinden wobei in den Gemeinden selbst insgesamt nur 46 Serben leben. Die Aufgabe dieser Leute -ist es ohne jeden Zweifel- eine geheimdienstliche Rolle wahrzunehmen