Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
21:51
24.10.2020
Serbische Extremisten haben am vergangenen Samstag im Norden Mitrovicas, im Stadtteil Kroi i Vitakut albanische Zivilisten angegriffen. Polizisten der EU-Mission (EULEX) haben am Samstag in der Stadt Mitrovica gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Serben und Albanern verhindert. Das berichteten die örtlichen Medien in dieser

mehrheitlich von Serben bewohnten Stadt im Norden Kosovas. Die Presseagentur DPA meldet: „Die Polizisten hätten mit dem Einsatz von Tränengas aufgebrachte Serben daran gehindert, auf Albaner loszugehen, die ihre im Bürgerkrieg 1998/99 zerstörten Häuser wieder instand setzten. Die Serben verlangten, den Albanern den Wiederaufbau ihrer Häuser zu verbieten. Die EU-Polizisten wurden von Einheiten der NATO-geführten Schutztruppe KFOR unterstützt.“


Die serbischen Nationalisten kündigten weitere Proteste an und drohten, am heutigen Montag gewaltsam, die Albaner zu stoppen. Am Samstag griffen rund 100 Serben unter serbischen Flaggen mit den Rufen Viva Serbien, die albanischen Bauarbeiter an. Die Polizei ging dazwischen und setzte Tränengas ein. Später gegen 12 Uhr 30 wurde aus bestimmten serbischen Positionen mit scharfer Munition auf die albanischen Häuser geschossen. Die EULEX Offiziere erklärten dennoch, dass sie keine Notwendigkeit sahen gegen die „ vereinzelt schießenden Serben vorzugehen“. Die albanischen Bauarbeiter erklärten über das Wochenende, dass sie weiterarbeiten würden. Der Eigentümer eines Hauses Agim Ramdani, sagte "Hier lebten wir mehr als 20 Jahre wir wollen, schnell wieder zurück, um zu leben. Bis dato leben wir unter extremen Bedingungen in Zelten, oder zur Miete, sowie bei Verwandten.“