Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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20.09.2020
Serbien hat vor kurzem seinen größten militärischen Stützpunkt in der Nähe von Bujanovc, dem Tal von Presheva, mit albanischer Bevölkerungsmehrheit, errichtet. Die Militärbasis streckt sich über 22 Hektar hinaus (wird jedoch auf 60 Hektar ausgebaut werden)und beherbergt  tausende Soldaten. Als erstmals über den Bau der Basis berichtet wurde,

sagte Nebojsha Covic am 20. Januar 2005dem Sender B92, „diese werde gebaut, sodass sich die Serben von Anamorava [Osten von Kosova sicher fühlten“. Als der riesige Militärstützpunkt letzte Woche dann eröffnet wurde, behauptete Präsident Tadic in lächerlicher Weise, dass dieser “Frieden in Südserbien” fördere und die Wirtschaftsentwicklung vorantreiben würde.Serbiens Ziel bei der Errichtung dieses massiven Stützpunktes so nah an Kosovas Grenze und im Herzen des Presheva‐Tals ist zweifältig. Erstens erhöht er den potentiellen Druck für die Teilung Kosovas entlang der neu gezogen Grenzlinien,welche durch die ethnische Dezentralisierung entstanden sind. Zweitens wird damit bestrebt, durch die Erzeugung eines Klimas der Unsicherheit und Angst eine Entvölkerung des Presheva‐Tals voranzutreiben. Obwohl die Demilitarisierung des Tals eines der Garantien für die Beendigung des Krieges im Jahre 2001war, wird die Gegend immer noch von der serbischen Gendarmarie schwer kontrolliert.Ökonomische Hoffnungslosigkeit ist dessen andere Waffe. Durch die Ablehnung der Studienabschlüsse der albanischen Studenten von Presheva welche an der Universität Prishtina erlangt wurden , wird ihnen verwehrt an der Arbeitsweltwelt von Presheva teilzunehmen was es ihnen unmöglich macht,Zukunft aufzubauen. Diese Militärbasis bringt vielmehr Unsicherheit und ökonomische Trostlosigkeit,statt „Frieden“ und „Arbeitsplätze“. Die KFOR versuchte uns weiß zu machen, dass die neue Basis kein Grund zur Besorgnis sei. NATO Vorgesetzte und EU haben sich nicht einmal die Mühe gemacht, sich darüber zu äußern. In der Tat wird Serbien überhaupt nicht daran gehindert, der EU‐Beitrittskandidatur näher zu rücken – egal was es tut. Trotz der konsequenten Diskriminierung der Minderheiten vorsätzlicher Zerstörung der regionalen Bedingungen, Destabilisierung Kasovas zuletzt an der der Grenze Kosovas. Serbien macht auch Angebote an Russland. Im Oktober hat der russische Präsident Medvedev Abkommen mit Serbien getroffen,eine sogenannte „Humanitäre Basis für russische Truppen in Nish zu bauen welche nicht weit von der serbischen Basis in Bujanovc nicht viel weiter ist es von dort zur U.S. Basis Bondsteel“ in Kosova. Während desselben Besuchs stimmte Medvedev zu, dass die südliche Gas Pipeline durch Serbien gehen wird und dass Serbien den Kristallisationspunkt für die Belieferung von Gas in die Region und nach Europa beherbergen würde. Indem man Serbien zum Energie‐Spielmacher macht, versucht Russland sicherzustellen, dass Serbien die Region dominiert, indem es als Kanal für russische Interessen auf dem Balkan und in Europa fungiert. Andererseits, während Russland seinen Balkan‐Schützling unterstützt und die EU ihn beschwichtigt, werden die Albaner seit 1999 kontinuierlich demilitarisiert.Die Befreiungsarmee UÇK wurde 1999 von Hashin Thaci und Agim Çeku demilitarisiert und 2008 durch den Ahtisaari‐Plan in den Ruhestand gesetzt. Die Befreiungsarmee von Presheva, Medvegja und Bujanoc wurde durch Pieter Feith demilitarisiert– auf der Basis vagster Versprechen Serbiens, die Rechte der Albaner in Serbien zu verbessern, von denen noch nichts umgesetzt worden ist. Ali Ahmeti demilitarisierte die Nationale Befreiungsarmee in Mazedonien, und zehn Jahre nach dem Ohër‐Vertrag, leiden Albaner immer noch an massiver sozialer und wirtschaftlicher Diskriminierung.Während Albanien gezwungen wurde, die Militärkapazitäten zu reduzieren, um der NATO beitreten zu dürfen, kaufen Serbien und Griechenland (das NATO‐Mitglied ist) Waffen aus Russland ‐ Mazedonien (das sich erhofft, in die NATO angenommen zu werden) kauft Hubschrauber aus der Ukraine. Unterdessen hat Kosova gar keine Armee und nicht einmal das Recht, in Zukunft eine zu haben. Die „Kosovo Security Force“ ist eine zivile Organisation, welche nur leichte Waffen besitzen darf und mit der Minenentfernung, sowie mit Naturkatastrophen beauftragt ist.

 


Entnommen aus Nachrichtenmagazin auf Deutsch der LPV NR.74