Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
15:17
16.10.2018
Überall auf dem Balkan ist die Korruption, die natürliche Begleiterin des Privatisierungsprozesses. Ob in Serbien oder Kosovo, ohne Privatisierung wichtiger Firmen gäbe es keinen Spielraum für die Korruption. Einen neuen Fall gibt es jetzt in Serbien. Ein nach Spanien geflüchteter ehemaliger serbischer Spitzenmanager beschuldigt ,die beiden reichsten Männer des Landes und die frühere Regierung, der groß angelegten Korruption. Wer sind die beiden reichsten Männer Serbiens ? Es sind die engen Freunde von Milosevic und Vojislav Kostunica, Miroslav Miskovic und

 Milan Beko. Der ehemalige jetzt nach Spanien geflüchtete Manager Slobodan Radulovic brachte folgende Anschuldigungen vor: : „Er könne beweisen, dass die Übernahmen der Supermarktkette "C-Market", des Belgrader Hafens und der damals größten Zeitung "Novosti" durch die beiden reichsten Serben, Miroslav Miskovic und Milan Beko, illegal vollzogen wurden“, heißt es in dem Radulovic-Schreiben weiter. Er habe inzwischen auch "führende EU-Vertreter" darüber informiert „. Die Flucht von Slobodan Radulovic nach Spanien beweist, wie es um die Machtverhältnisse in Serbien steht. Randulic fürchtet um sein Leben unter dem angeblich demokratischen Präsidenten Boris Tadic. Durchaus ähnlich sind die Verhältnisse in Kosova, wer der dortigen Mafia auf die Nerven geht, hat ebenfalls einiges zu befürchten. Aus diesem Grund publizierte die „ Bewegung für Selbstbestimmung“ LPV in Kosova zwar den skandalösen Vertrag der Regierung mit den beiden Firmen Bechtel und Enka in Sachen Autobahnbau durch Kosova, keinesfalls wurden aber die Namen der Informanten preisgegeben. Festzuhalten bleibt: Der Privatisierungsprozess fördert überall die Korruption als seinen natürlichen Begleiter.