Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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23.09.2020
Vorgestern waren entlang der Hauptstraße in Belgrad, zahlreiche alte Schuhe, aufgestellt, welche symbolisch den Opfern des Völkermords in Srebrenica gedachten. Verschiedene Schuhe, mit Nachrichten, wurden auf Initiative des Netzwerks "Frauen in Schwarz“ nebeneinander-gestellt. Die „ Frauen in Schwarz“ treten für ein Denkmal für die Opfer

des Genozids in Srebrenica in Belgrad ein.Die Veranstaltung wurde im Vorfeld von rechtsradikalen Gruppen massiv bedroht. Daher sicherte ein großes Polizeiaufgebot die Aktion ab. Hunderte von alten Schuhen, Kinderstiefel von geflüchteten Kindern, die oft zerrissen waren machten auf rund 200 Metern die Aktion sehr eindrucksvoll. Das große Polizeiaufgebot verhinderte aber oft, dass die Bürger Belgrads die Aktion genau mitbekamen. Ein linksgerichteter Jugendlicher aus Belgrad sagte gegenüber dem Autor dieser Zeilen; „Die Regierung genehmigte diese Veranstaltung, um bei internationalen Kräften EINDRUCK zu schinden. Die Genehmigung für die gute Veranstaltung hat auch den Zweck, das hässliche Gesicht der bürgerlich nationalistischen serbischen Regierung zu verstecken.“ Dennoch war die künstlerische Veranstaltung mit den Schuhen sehr eindrucksvoll. Auf einem Zettel in einem Schuh war zu lesen: „ Bitte vergesst mich nicht, denkt an mich und meine Kinder.“ Die Veranstaltung wurde wesentlich von Frau Nadezda Gace, der ehemaligen Präsidentin des „Verbandes unabhängiger Journalisten“ mit-organisiert. Sesic Milena: erklärte gegenüber dem Radio „DW“: Ich glaube, dass Schande von Srebrenica die größte Schande Serbiens in der jüngeren Geschichte war“. Es ist erfreulich solche Stimmen aus Serbien zu hören. Es bleibt abzuwarten ob es ähnliche Töne bald über die Verbrechen in Kosova zu hören gibt.