Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
23:10
24.10.2020
Mit heller Empörung reagierte die Regierung in Belgrad, wegen zweier Briefmarken, die in Kosova herausgegeben wurden. Auf den Briefmarken der kosovarischen Post ist das Kloster in Decan ( serbisch Visoki Decani ) abgebildet. Als "absolut unzulässig" bezeichnete der serbische Kosovo-Minister Goran Bodganovic den "Missbrauch der serbischen Kultur

und Kirchengeschichte". Völlig übersehen hat die Regierung in Belgrad offensichtlich den Fakt, dass das Kloster in Decan als Weltkulturerbe ausgewiesen ist. Warum regt man sich also auf, wenn die kosovarische Post, die Briefmarken in in albanischer, englischer und serbischer Sprache herausgiebt ? Die Antwort ist einfach: Für Serbien zählt kein Weltkulturerbe. Alle Kirchen und Klöster in Kosova werden als rein serbisch definiert. Der Athisaari- Plan schuf in Kosova 44 Sonderzonen für die serbisch orthodoxe Kirche. Das Kloster Decan verwaltet 1000 HEKTAR Land. Dieses Gebiet ist für Albaner geschlossen. Es regieren die Popen auf nationalistischer Grundlage. Damit wird die orthodoxe Religion als rein serbisch dargestellt. Dieser Punkt negiert die Religionsfreiheit und negiert die Geschichte Kosovas. Auf historischen Bildern aus dem Kloster Decan sind viele Albaner mit der Plisa zu sehen. Selbst im Patriarchensitz in Peja ( Pec) sind Albaner auf den historischen Fresken erkennbar. Nebenbei bemerkt, stellt die historische Architektur, dass gemeinsame Erbe aller in Kosova lebender Menschen dar. Decan gehört sogar der ganzen Welt



Dokumentation- Zur Frage des „serbischen Kulturerbes“ veröffentlichen wir an dieser Stelle eine ältere Dokumentation erstellt vom Herausgeber von Kosova-Aktuell, Max Brym Die angeblich „ rein serbischen Kultobjekte“ und Karten zeigen die beabsichtigte Teilung Kosovas.

 

Mit dem Argument, dass „ serbische religiöse Erbe“ in Kosova zu schützen findet nach dem Ahtisaari Plan ein gigantischer Land und Kulturraub statt. Rund 9% des Landes soll der serbische Klerus für sich erhalten, dadurch wird der Klerus wiederum zum Großgrundbesitzer. Dies ist völlig inakzeptabel. Die Monumente und Baudenkmäler gehören allen Bürgern Kosovas. Die Religion ist keine nationale Frage. In Geschichte und Gegenwart gab und gibt es auch orthodoxe Albaner. Die Monumente und Grundstücke gehören allen Bürgern Kosovas,

egal welcher Religion oder Nationalität sie sich zugehörig fühlen. Es darf zu keiner dauerhaften Installierung von „serbischen Botschaften“ in Kosova und damit zur Teilung des Landes kommen. Letzteres propagiert der Ahtisaari-Plan, entgegen aller Bedürfnisse des Landes und mit historischen Argumenten, die sich der serbische Chauvinismus an den Haaren herbeizieht.

Max Brym

Dokumentation





 

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Foto : Die Leitung des Klosters in Decan im Jahr 1895. Auf dem Bild sind neben dem orthodoxen Priester Personen mit albanischen Kleidungsstücken abgelichtet.

 

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Foto : Freske im Patriarchensitz in Pejë. Es sind Albaner mit der Kopfbedeckung Plisa erkennbar.

 

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Foto : Freske in der Kirche von Apostujve. Über dem Grab des Patriarchen Sava II erkennt man Menschen mit der Plisa.

 

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Foto . Sonderzone mit über 1000 HEKTAR, die das Kloster in Decan umgibt.

 

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Foto : Sonderzone um das Kloster Shën Arhangjelit nahe der Stadt Prizren.

 

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Foto : Sonderzone um die Kirche in Lypjan. Die Stadt wird durch die Zone geteilt,

neue Konflikte werden dadurch provoziert.

 

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Foto :Sonderzone um den Patriarchensitz in Pejë. Die Stadt wird dadurch geteilt.

 

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Foto 19: Sonderzone um das Kloster in Graçanicës.