Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
22:05
24.10.2020
Beograd- Nachdem mehrere serbische Neonazi-Gruppen für Samstag in Belgrad zu einem "Marsch für Serbien 2008" aufgerufen hatten, haben mehrere nichtstaatliche Organisation nun auch einen Protest gegen den Faschismus angekündigt. In einem Appell forderte die "Antifaschistische Kampagne" die Behörden auf, den Protest zu unterstützen, um "damit das Signal zu senden, dass sie die faschistischen Kundgebungen, die nicht nur die allgemeinen Zivilisationsnormen, sondern

 auch die riesigen Opfer des serbischen Volkes im Zweiten Weltkrieg beleidigen," nicht dulden würden. Was die Vertreter der antifaschistischen Kampane allerdings verschweigen, ist der breite gesellschaftliche Konsens in der „Kosova- Frage“ in Serbien. Der „Antifaschismus in Serbien wird erst glaubwürdig, wenn der „Antifaschismus“ die Akzeptanz des Selbstbestimmungsrechtes von Kosova beinhaltet. Jede Allianz mit der serbischen Regierung gegen offene serbische Neonazis diskreditiert daher das antifaschistische Anliegen. Die serbische Regierung ist bezüglich Kosova chauvinistisch, auf diesen Chauvinismus stützen sich die serbischen Neonazis.

Die Veranstalter der Neonazi-Kundgebung sind die Neonazi-Gruppen "Nationale Front" (Nacionalni stroj) und "Blut und Ehre" (Krv i cast). Die Rechtsextremisten hatten im Vorjahr trotz Behördenverbotes einen "Marsch für Serbien" in der Vojvodina-Hauptstadt Novi Sad veranstaltet, bei der es auch zu Zusammenstößen mit antifaschistischen Demonstranten gekommen war.

 

Quelle 

 

 

B92: NGOs call for ultra-Right rally ban