Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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22.08.2017

Der ehemalige serbische Polizeichef in Kosova Vlastimir Djordjevic, wurde durch das UN Tribunal zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Allerdings wurde die Strafe um ein Drittel auf 18 Jahre gesenkt. In der Urteilsbegründung steht: „Vlastimir Djordjevic hat sich Verbrechen gegen die Menschlichkeit

und Kriegsverbrechen schuldig gemacht. „ So weit so gut. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass dies der letzte Prozess wegen Kriegsverbrechen in Kosova gewesen sei. Letzteres stellt einen ziemlichen Skandal dar. In Kosova wurden mindestens 12.000 Menschen, hauptsächlich Zivilisten durch den Polizeiterror und den Terror von Armee und serbischen Tschetnik Einheiten getötet. Knapp 2.000 Opfer gelten noch als vermisst. Rund 10.000 Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt. Dies bestätigten die Richter indem sie Djordjevic zusätzlich für sexuelle Gewalttaten als schuldig befanden. Die Verbrechen in Kosova und die Zahl der Verurteilten stehen jedoch in keinerlei Verhältnis. Insgesamt waren in Den Haag 13 Männer angeklagt. Der Spiegel schreibt: „Fünf wurden freigesprochen, die übrigen zu Gefängnisstrafen von sechs bis 22 Jahren verurteilt. Der Hauptangeklagte, der ehemalige jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic, war vor Ende seines Prozesses 2006 in seiner Zelle in Scheveningen bei Den Haag gestorben. „ Daher bleibt folgende Bilanz: Es wurden nur 7 Mörder verurteilt, einer verstarb und fünf weitere wurden freigesprochen. Diese Bilanz stellt eine Verhöhnung der Opfer in Kosova dar. Für das UN Tribunal ist damit die Sache erledigt. Der serbische Staat schützt weiterhin seine Kriminellen. Herr Dacic entschuldigte sich bis dato mit keinem Wort für die begangenen Verbrechen in Kosova. Weiterhin erkennt der serbische Staat Kosova völkerrechtlich nicht an. Allerdings scheint dies bestimmte westliche Politiker nicht zu irritieren. Ausgerechnet Ivica Dacic ehemaliger Regierungssprecher von Milosevic ist zusammen mit Hashim Thaci für den Friedensnobelpreis nominiert.



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