Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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19.09.2020
Adem Demaci hat sich gegen Gespräche mit Serbien ausgesprochen, „solange Serbien Kosova nicht anerkennt“. Dies erklärte Demaci in einem Radio Interview am 28. 12.10. Über den Marty- Bericht für das Europaparlament sagte Demaci: „ Der Bericht hat die offene Absicht, die Werte für die die UCK kämpfte, zu delegitimieren“.Demaci meinte, dass die „Untersuchungen über Kriegsverbrechen nach Serbien ausgedehnt werden müssen“. Andererseits legte

Demaci darauf Wert, die Probleme in Kosova in den Fokus zu stellen und nicht, die von Serbien bestellte Marty- Berichte. Bei den Gesprächen mit Kosova wird laut Demaci, „der serbischen Seite eine Belohnung ala Bosnien in Aussicht gestellt“. In der Tat, Serbien wird bei den anstehenden Gesprächen zwischen Thaci und Tadic, versuchen Kosova noch tiefer auf ethnischer Basis zu teilen. Im Eindefekt könnte Kosova definitiv nach dem Beispiel Bosnien geteilt werden. Aus diesem Grund verlangt Demaci , „die Gespräche mit Serbien erst aufzunehmen, wenn Serbien Kosova als selbständigen Staat anerkannt hat“. Vorher darf es keinerlei Gespräche mit den serbischen Staatsvertretern geben.

Quelle www.Koha.Net.com


Anmerkung der Redaktion Adem Demaci war 28 Jahre in jugoslawischer Haft. Ab 1998 war Demaci politischer Sprecher der UCK in Prishtina. Demaci legte seine Position im Frühjahr 1999 wegen seines Protestes gegen den Vertrag von Rambouillet nieder. Stets sprach sich Demaci für die Gleichheit aller Menschen in Kosova aus. Legendär sind seine Bemühungen die Lage der Roma in Kosova zu verbessern. Demaci ist „ Ehrenbürger“ Kosovas und Leiter des Schriftstellerverbandes Kosovas. In Deutsch erschien von Adem Demaci der Roman „Die Schlangen des Blutes“ Der Roman [Taschenbuch] ist zu bestellen über die Amazon Seite von Kosova Aktuell. Einfach Demaci eingeben.

Kurzbeschreibung Die Schlangen des Blutes

Adem Demaçi entführt den Leser in eine scheinbar längst vergangene Zeit. In der ländlichen Region des Kosova führt ein archaisch anmutender Ehrenkodex zu einem Kreislauf der Gewalt, er zerstört Existenzren und führt zu sinnlosem Blutvergießen. Mustafa, der verlorene Sohn der Familie Goxhufi, kehrt nach langer Zeit in die dörfliche Gemeinschaft zurück und versucht ein drohendes Unglück abzuwenden. Während die miteinander verfeindeten Familien die herannahende Katastrophe als Schicksal akzeptieren, glaubt er, der Außenseiter, an die Möglichkeit der Veränderung. Die atmosphärisch dichte Schilderung, die genaue Beschreibung der Personen und die liebevollen Landschaftsbilder öffnen den Blick auf ein Problem, das bis in die Gegenwart hineinreicht.

Über den Autor

Infolge seiner politischen Aktivitäten verbrachte Adem Demaçi zwischen 1958 und 1990 fast 30 Jahre seines Lebens als politischer Gefangener in jugoslawischen Gefängnissen. Er wurde 1991 vom europäischen Parlament mit dem Sacharow-Preis für Frieden und Demokratie ausgezeichnet. Ein Jahr später wurde dem Autor von der Rektorenkonferenz der europäischen Universitäten in Madrid ein Sonderpreis für den Friedensprozeß und gegen Rassismus und Fremdenhaß verliehen. Heute arbeitet Demaçi als Präsident des Council for the Defence of Human Rights and Freedoms in Prishtina.