Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
22:46
22.06.2017
Am Donnerstag den 8. Juni fand in Prishtina eine große Demonstration, gegen die UNMIK, vor deren Sitz in Prishtina statt. Zur Demonstration hatte die LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung), unterstützt von Studentenorganisationen, Einzelgewerkschaften und der LPK ( Volksbewegung Kosovas) aufgerufen. Die Veranstalter forderten das Recht auf Selbstbestimmung, sowie ein Ende der illegitimen Unmik-Herrschaft in Kosova. In dem Aufruf zur Demonstration wurde zum Kampf gegen die Verelendung der Arbeiter und der Massenarbeitslosigkeit aufgefordert. Die UNMIK Kolonialbehörde wurde beschuldigt durch ihre Wirtschaftspolitik ( Verschleuderung des nationalen Reichtums über die Privatisierung) am Elend schuld zu sein.

Attackiert wurde die soziale Perspektivlosigkeit der Jugend und die Massenarmut bei den Rentnern. Gefordert wurde der Abzug der UNMIK-das Selbstbestimmungsrecht- sowie die Aufhebung der UN Resolution 1244, die Kosova als Bestandteil Serbiens betrachtet. Scharf wurden die Pläne der imperialen Mächte zurückgewiesen, unter dem Schlagwort „ Dezentralisierung“ Kosova ethnisch zu teilen und serbische staatliche Parallelstrukturen in Kosova zu installieren.


Die Antwort der UNMIK Polizeiterror und Gewalt

Vor dem Gebäude der UNMIK ging die Polizei mit äußerster Brutalität gegen die Demonstranten vor. 30 Menschen wurden verhaftet und hunderte Demonstranten von den Polizeischergen malträtiert, verletzt und geschlagen. Dennoch gelang es den „Kolonial-Bullen“ nicht, die Kundgebung zu zerschlagen. Die Kliniken in Prishtina waren allerdings auf die massenhafte Einlieferung von leicht und schwerverletzten Personen schlecht vorbereitet. Seit der brutalen Polizeiaktion, finden permanente Proteste gegen die Kolonialorgane von aufgebrachten Studenten, Jugendlichen und Arbeitern statt. In der Nacht vom 8 auf den 9 Juni versuchten Polizeitruppen die Bevölkerung zu terrorisieren. Dabei wurde ihnen Widerstand entgegengesetzt. Um den Widerstand zu brechen wurde Albin Kurti,Librun Aliu,Riza Xhakli von der LPV und Naim Zhita und Halil Qadraku, von der LPK festgenommen.


Die Unmik spielt mit dem Feuer

Bis dato waren die Proteste gegen die UNMIK und die mit ihnen verbundenen einheimischen Kollaborateure weitgehend friedlich. Die Festnahme des äußerst populären Albin Kurti, sowie die brutalen Polizeiübergriffe gegen die Menschen könnte das Pulverfass Kosova zur Explosion bringen. Wer an Frieden Demokratie und sozialer Gerechtigkeit interessiert ist, muß sich für das Recht auf nationale Selbstbestimmung und den bedingungslosen Abzug der UNMIK aus Kosova einsetzen. Albin Kurti und die anderen Patrioten und Internationalisten müssen sofort freigelassen werden. UNMIK und Serbien, Hände weg von Albin Kurti! Unmik raus aus Kosova!