Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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21.03.2019

Vollbild anzeigenIn Prishtina findet bis Sonntag im Jugendpalast eine Präsentation der Verlage und ihrer Bücher statt. Die Buchmesse im Jugendpalast ist sehr stark besucht. Viele Verlage bieten internationale und fortschrittliche Bücher an. Bücher von Freud, Fromm und Marcuse sind auf der Buchmesse zu finden. Daneben gibt es viel interessante Prosa von aktuellen albanischen Autoren zu finden.

Viele Fachverlage bieten Bücher zu Jura, Ökonomie und Geschichte an. Einige Werke sind progressiv,andere sehr reaktionär. Im Bereich der Romane gibt es alte fortschrittliche Werke von Adem Demaci und Rexhep Qosja. Auch einige sehr aktuelle Romane und Erinnerungen werden angeboten. Darunter die Memoiren von Ramiz Alia aus Albanien. Nebenbei finden sich auch Käufer für mein bescheidenes Werk " Schuld ohne Schuld".

Faschistische und reaktionär Islamstische Literatur

Richtiggehend furchterregend ist die große Zahl von Islamstisch reaktionären Verlagen. Zunehmend versuchen Islamstische Reaktionäre den Buchmarkt zu überschwemmen. In den angeboten Werken wird die laizistische albanische Tradition in Frage gestellt. Die "Liga von Prizren" erklärte 1978 : " Die Religion des Albaners ist das Albanertum" Damit wurde die Religion zur Privatangelegenheit erklärt. Appelliert wurde an die Einheit der Nation gegen den Imperialismus und den serbischen Chauvinismus. Dagegen positionieren sich die fundamentalistischen Islammisten in Kosova und Makedonien. Kürzlich ließ der Hoxha von Prizren eine Rede auf You Tube verbreiten. In der skandalösen Rede bezeichnete er alle Frauen als "Huren" welche ohne Ehe Geschlechtsverkehr hatten. Außerdem stellte er die Chance zu studieren für Frauen und Mädchen in Frage. Daneben wird ungeniert von einigen Verlagen Hitlers " Mein Kampf" angeboten. Die größeren Verlage bieten dies allerdings nicht an. Es gibt neben Islamstisch und faschistisch geprägten Verlagen einige linksliberale Verlage. Explizit linke Verlage sind allerdings auf der Buchmesse nicht vertreten. Es gibt fast keinerlei marxistische Buchangebote.