Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
14:59
21.03.2019

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe kürzlich das Buch von Max Brym „ Kosova - Kolonie und neoliberales El Dorado“ gelesen. Das Buch des Autors hat mich tief beeindruckt. Anhand vieler Beispiele erläutert der Autor der negativen Privatisierungsprozess in Kosova. Nach belegten Angaben kostet die Privatisierung in Kosova knapp 50 % der Arbeitsplätze. Der gesellschaftliche Reichtum wird

verschenkt und der örtlichen Mafia sowie interessierten- speziell türkischen Unternehmen- zur Verfügung gestellt. Im Rahmen dieses Prozesses werden keinerlei Arbeiterrechte akzeptiert. Die entlassenen Arbeiter, erhalten nicht die Ihnen zugesprochene Abfindung. Die übrig gebliebenen Arbeiter haben keinerlei Rechte. Im privatisierten Bereich weicht der Lohn der Beschäftigten stark vom Lohn im öffentlichen Bereich nach unten hin ab. Alles was nicht niet und nagelfest ist wird günstig verscheuert. Im Land existiert eine absolute Klassenspaltung. Knapp 6 % der Bevölkerung leben in Reichtum und Überfluss, knapp 60 % der Bevölkerung gelten als arm oder als extrem arm. Auch der “ gut verdienende“ Arbeiter mit 280 € pro Monat ist arm. Viele Bauern sind auf dem kleinen Grundstücken nur noch Selbstversorger. Es gibt keinerlei Düngemittelfabrik in Kosova und keinerlei Genossenschaftsbanken. Die österreichischen Raiffeisenbank weißt Kosova als das Land mit dem höchsten Zinssatz, war für einen Fehler sehr geehrter Herr Ergonomie Politik wird speziell für landwirtschaftliche Kredite aus. Oftmals liegt der Effektivzins für bäuerliche Betriebe bei 19 %. Damit wird die Bauernschaft im Verbund mit sinkenden Abnahmepreise dem Ruin ausgeliefert. Kosovo ist das Land in dem knapp 50 % der Bewohner unter 25 Jahren alt sind. Die Jugend im Land keinerlei Perspektive. Es gibt keinerlei Arbeitsplätze für die Jugendlichen. Entweder schlägt sich der Jugendliche als Kellner Straßenhändler oder Bettler durchs Leben. Die Zustände im Land sind unerträglich. Die EU Mission in Kosovo selbst nicht auf soziale Standards sondern auf Privatisierungen und den freien Markt. Viele Kosovaren betrachten sich als internationales Experiment. In der Tat, in Kosovo wird getestet was in weiten Teilen der EU bevorstehen könnte. Es ist das Verdienst des Autors diesem Aspekt deutlich in dem Buch herausgearbeitet zu haben. Deshalb empfehle ich das Buch von Max Brym zu bestellen.

 

 

Ilir Sh.

 

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MAX BRYM

Kosova Kolonie und neoliberales El Dorado

Kosova - Kosovo ist und bleibt ein gefährliches Pulverfass in Südosteuropa. Massenarmut und soziales Elend prägen das Leben der Menschen. Wie kann die soziale und nationale Frage in Kosova gelöst werden?

Format: 12 x 19 cm

Seitenanzahl: 164

ISBN: 978-3-85438-712-1

Erscheinungsdatum: 09.07.2013


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