Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
04:52
20.05.2019

Sehr geehrter Herr Brym, Ihr Buch“ Es begannen Altötting“ habe ich in einem Zug gelesen. Das Büchlein kann ich nur empfehlen. Es ist leicht und verständlich geschrieben und beleuchtet viele Aspekte der jüngeren deutschen Geschichte. Ihre  „jüdischen Nachkriegsgeschichte“, Ihre Auseinandersetzung mit dem weiterhin wirkenden Antisemitismus besonders in der bayerischen Provinz, sind ausgesprochen

interessant. Das Buch bietet viele Erkenntnisse bezüglich der Entwicklung und der Entstehung von K Gruppen in den siebziger Jahren. Amüsant sind ihre Geschichten -besonders die Auseinandersetzungen mit der politischen Rechten - in der so genannten „Vertriebenenstadt“ Waldkraiburg. Wie nachhaltig Geschichte wirkt kann am Beispiel der Stadt Waldkraiburg hervorragend nachvollzogen werden. Ende 2014 verhängte der Bürgermeister in dieser Stadt, ein Leseverbot gegen Sie in allen öffentlichen Räumlichkeiten. Dass Sie dennoch eine Lesung, sogar am Stadtplatz in Waldkraiburg durchführten spricht dafür dass sie ein linker Haudegen geblieben sind. Interessant ist für mich in dem Buch auch der linke Blick auf die Entwicklung in Kosova. Sie unterscheiden sich sehr deutlich in dieser Frage vom linken Mainstream in Deutschland. Man merkt sehr klar, dass Sie Ahnung haben -was die Entwicklung in Kosova betrifft-. Etwas kurz ist für mich die sehr interessante Schilderung von Querfrontaktivitäten in München in den neunziger Jahren geraten. Mich würde noch genauer interessieren mit welchen Methoden die Querfrontgruppe „ Quengel“ in der Münchner „Linken“ gearbeitet hat. Ich hätte auch gern mehr über die Querfrontaktivitäten der Burschenschaft „ Danubia“ in München erfahren. In dem Buch gibt es dazu nur ein sehr schönes Beispiel. Interessant ist auch Ihre Abrechnung mit Ex Linken Jürgen Elsässer und Peter Feist. Kurz beleuchten Sie auch die Aktivitäten von Verfassungsschutzbehörden gegen die linke Szene in München. Es ist Ihnen hoch anzurechnen in dem Buch auf reale Vorgänge in München hinzuweisen, ohne dem Verfolgungswahn zu frönen. Insgesamt muss ich sagen dass Sie ein sehr lesenswertes Büchlein geschrieben haben. Gerade die jüngere Generation, kann aus Ihrem Buch sehr viel über die jüngste Vergangenheit und die Entwicklung der linken Szene lernen. Ihre zum Teil sehr deutliche Selbstkritik, das Eingestehen von Fehlern in Ihrer politischen Entwicklung fand ich ehrlich und beachtlich. Letzteres ist oft bei verschiedenen Linken nicht üblich. Von daher haben Sie eins sehr lesenswertes Buch geschrieben.

 

Viele Grüße

 

Deniz Güzel München

 

PS: Sie können die Zuschrift jederzeit veröffentlichen.

 

Werbeanzeige Buch „ Es begann in Altötting“

 

 

Bestellungen unter http://www.swb-verlag.de/verlag/buecher/es-begann-in-altoetting/

 

Lesung: Max Brym – Es begann in Altötting

VorschauInternetEs begann in Altötting

Wie war das Leben im stockkatholischen Altötting der 60er und 70er Jahre? Max Brym gibt in seinem Werk einen packenden Einblick in die Biografie eines politischen Aktivisten. Die pointierte Darstellung seines Kampfes gegen Faschismus und Imperialismus, gegen Ausbeutung und Unterdrückung lässt für den Leser eine ganz andere Seite der jüngeren deutschen Geschichte erlebbar werden.

 

 

Donnerstag, 09.07.2015
Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Gewerkschaftshaus München (Salettl), Schwanthalerstraße 64, 80336 München

Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit, mit Max Brym zu diskutieren.

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Im Handel seit 15.11.2014

Autor: Max Brym
ISBN: 9783944264707


Flugblatt: Kopiervorlage (farbig)  Kopiervorlage (schwarz-weiss)

Plakat: Format DIN A1

Quelle 

http://www.dielinke-muc.de/?p=2049#more-2049

Foto Max Brym