Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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21.09.2019

Von Denis Faber Gazmend Freitag ist ein bekannter Maler aus Linz in Österreich. Gazmend Freitag ist Albaner aus Kosova. Nach langen Jahren traf ihn sein Schulfreund Riat Ajazaj wieder. Riat Ajazaj ist Schriftsteller. Er hat nun in Deutsch ein Buch unter dem Titel “ Die Bilder meines Schulfreundes Freitag“ veröffentlicht. Das Buch empfehlen wir unseren Lesern 

sehr. Gazmend Freitag selbst schreibt über das Buch: „Nach 25 Jahren hat mein Schulfreund Riat Ajazaj mich gefunden. Die ersten Gespräche führten wir via Skype und wir hatten viel einander zu erzählen. Aus Riat ist ein Schriftsteller geworden und aus mir ein Maler. Jetzt hat Riat ein Buch über mich geschrieben und ich bin begeistert, wie schön und spannend er erzählt! Und das alles auf Deutsch. Vielen herzlichen Dank, lieber Freund!“

 

Kurzbeschreibung

Nach so vielen Jahren tauchte er wieder auf, der Schulfreund, der nun anders hieß und der sich mit Malerei beschäftigte! Von allen Materialien, die ich im Netz fand, gefiel mir besonders das Video mit dem Kuss-Gemälde. Es zeigte einen Galeristen in Wien, der sich darüber freute, dass in seinem Kunstatelier eine gute Stimmung herrschte. Er sagte, dass dieses Gemälde von Freitag aus Impressionen einer Ausstellung in Wien entstanden sei, wo der Maler die Protagonisten seines Werks kennenlernte, als sie sich innig vor einem seiner Bilder (Nu avec livre) küssten. Das sei die Motivation dafür gewesen, das Paar zu malen. Danach zeigte der Galerist das Werk im Rahmen einer Initiative "Kunst braucht Öffentlichkeit, Kunst für alle." Am Valentinstag organisierte er diese Ausstellung nun, wo Paare sich vor diesem Gemälde küssen und sich fotografieren lassen konnten. Irgendwo hatte ich auch gelesen, dass jene Veranstaltung von einem noblen Wiener Wochenmagazin angekündigt worden war. 

Freitag hat die Steinbogenbrücke von Prizren gemalt. Sie strahlt Ruhe aus. Es war eine gute Idee dieses kleine Wunder zu malen. Sie ist ein Relikt aus der Zeit des Osmanischen Reiches, das mehrmals erneuert worden war, da sie in das Stadtbild wunderbar passt. Es ist ein schönes Gefühl über diese Brücke zu gehen. Ich fragte mich, wie oft ich über diese Brücke gegangen bin. Ihre Steine geben dem Schritt einen leichten Schwung, der durch den ganzen Körper übergeht. Das Wasser unten und die steilen Steine bis zur Brückenmitte geben einem dieses Gefühl. Ich habe mich dann auch gefragt, warum ich, wenn von Deutschland aus, an die verlassene Stadt denke, diese Brücke vermisse. Und wenn ich dort bin, dann möchte ich unbedingt über sie gehen. Denn sie machte den Kummer weg, den Ärger, den man mit Freunden oder in der Familie hatte. Sie machte den Schritt leichter! Als Schüler müsste ich mit Freitag mehrere Male über diese Brücke gegangen sein. So denkend frage ich mich auch, ob sie weiß, dass Freitag ein Bild von ihr gemalt hat und dass ich über sie gerade denke, ob sie es weiß, dass wir alle sie sehr mögen. Mehr als die Gesichter der Schulfreunde bleibt sie uns immer frisch in Erinnerung erhalten!

 

 

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Einen Blick in das Buch werfen.

Freitag (Die Bilder meines Schulfreundes): Erzählung von [Ajazaj, Riat]