Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
02:19
17.10.2019

Am 1. September gab es in Mitrovica einen falschen Bombenalarm. Ein anonymer Anrufer kündigte die Explosion einer Bombe im kommunalen Gerichtsgebäude an. Nach Angaben von Lary Miller, ( internationaler Polizeisprecher) konnte jedoch die Polizei nach mehrstündiger Durchsuchung des Gerichtsgebäudes keinen Sprengsatz entdecken. Die Bombendrohung wird als weiteres Indiz für die zunehmenden Spannungen in der Stadt Mitrovica gewertet, Das Gericht gilt offiziell als Einrichtung, in der Albaner und Serben zusammen arbeiten.



 

Serbische Nationalisten wollen die Brücke über den Fluß Iber gesperrt lassen.


Die Forderung des „Serbischen Nationalen Rates“ (KNS), die Brücke über den Fluß Iber weiter zu sperren, wurde formal von der UNMIK abgelehnt. Tatsache ist, dass seit dem Granatenanschlag auf das Cafe „Dolce Vita“ im Norden Kosovas, am Samstag den 26, August, die Brücke über den Fluß Iber gesperrt ist. Diesen Zustand wollen die serbischen Chauvinisten im Norden Mitrovicas zementieren. Sie fordern eine Sperrung der Brücke bis zum Ende der „Statusverhandlungen“. Sie begründen ihre Forderung mit der Angst vor Angriffen durch „ extremistische Albaner“. In Wahrheit wollen sie die Teilung der Stadt und des Landes vorantreiben. Immer deutlicher wird- zu was der Granatenanschlag auf den Treff der serbischen Faschisten im Cafe Dolce Vita- benützt werden soll. Die Stimmen mehren sich, die von einer gezielten serbischen Provokation reden. Zwischenzeitlich tauchen selbst in der serbischen Presse Meldungen auf, die an der Täterschaft des albanischen 16-jährigen Jungen zweifeln. Angeblich soll ein zirka 40-jähriger Mann die Granate in das Cafe geworfen haben. Verhaftet wurde aber ein junger Albaner auf der Brücke über den Fluss Iber. Der Führer der „Serbischen Liste für Kosova“, Oliver Ivanovic, erklärte gegenüber den Medien: „ Es ist wichtig, dass die Brücke für den Personenverkehr weiter geschlossen bleibt.“ Andere serbische Sprecher kündigten an wieder „eigene Kontrollen am Fluss durchzuführen“. Zu diesem Forderungen vom 31. August hat die UNMIK noch nicht Stellung genommen. In der Realität wird der Norden Mitrovicas von serbischen Geheimdienstlern und Paramilitärs kontrolliert. Den Granatenanschlag benützen diese Herrschaften, um sich ihre Tätigkeiten offen durch die UNMIK absegnen zu lassen. Sie arbeiten fieberhaft an der Teilung Kosovas, sie setzen dabei auf die Hilfe bestimmter imperialer Mächte, sowie auf ihren eigenen reaktionären Staat Serbien. Brennpunkt der Auseinandersetzung ist die geteilte Stadt Mitrovica. Die nahe Zukunft wird Kosova eine Unmenge an Provokationen, mit den Methoden des serbischen Spezialkrieges bescheren. Es gilt auf der Hut zu sein und für die Einheit des Landes, gegen den serbischen Chauvinismus, der die Rückendeckung verschiedener imperialer Mächte hat zu kämpfen.