Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
10:35
17.10.2019
Alle wichtigen Positionen in Kosova sind ab heute mit Deutschen besetzt. General Roland Kather übernimmt das Kommando über die 18.000 Mann starken Truppe Kfor. Zu den rund 2300 deutschen Soldatinnen und Soldaten im Süden Kosovas sind in den letzten Wochen noch einige hundert Reservekräfte gekommen, die im Norden des Kosovas stationiert sind.

Damit stellen die Deutschen nun das größte Kontingent. Die Lage in Kosovoa sei ruhig, aber nicht stabil, melden die Generäle. An eine Reduzierung der Truppenstärke sei derzeit nicht zu denken, versichert Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung, auch wenn die Bundeswehr zurzeit in immer neue Einsatzgebiete kommt, demnächst auch noch in den Libanon.

Rücker ist Chef der UN-Verwaltung

Damit im Kosovo irgendwann einmal dauerhafter Friede einkehrt, „muss die Wirtschaft in Schwung kommen“ schreiben die internationalen Medien.. Die alten Fabriken verrotten, mindestens die Hälfte der Bevölkerung ist laut offizieller Statistik arbeitslos, in Wahrheit liegt die Arbeitslosigkeit bei 70%. Ab heute ist der sogenannte Wirtschaftsfachmann Joachim Rücker Chef der UN-Verwaltung in Kosova - auch er ein Deutscher: Der ehemalige Sindelfinger Bürgermeister Joachim Rücker war bisher für den Wirtschaftsaufbau zuständig. Er glaubt, dass mit Braunkohle, Metallminen, Wein und Milch auf Dauer gutes Geld in Kosova zu verdienen sein wird, wenn erst einmal der Status geklärt ist. Joachim Rücker setzt auf rücksichtslose Privatisierung er will dem internationalem und speziell dem deutschen Kapital Kosova als Rohstoffreserve und lohnende Kapitalverwertungsmöglichkeit nahebringen. Er setzt auf Billiglöhne, hohe Produktivität und minimale Steuerbelastung zugunsten maximaler Kapitalverwertung. Die sozialen Probleme des Landes und das Streben nach Unabhängigkeit negiert der neue Protektoratsleiter vollständig.


Noch ein Deutscher- Werner Wend

Kosova soll die sogenannte „beschränkte Unabhängigkeit“ aufgezwungen werden. Nach internationalem Fahrplan, „bleibt eine internationale Kontrolle nötig“. Das wird die EU übernehmen, aber auch die OSZE, deren Mission in Kosova ebenfalls ein Deutscher leitet, der Diplomat Werner Wendt.