Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
17:05
24.05.2019
Die Führer der Serben-Gemeinschaft der geteilten Stadt Mitrovica in Nordkosova haben die UNO-Mission (UNMIK) in der Provinz aufgefordert, die Brücke über den Fluss Iber, die den albanisch bewohnten Südteil vom serbischen Nordteil der Stadt trennt, bis zum Abschluss der Verhandlungen über den künftigen Status des „Kosovo“ nicht für den Verkehr zu öffnen.

Die Aufforderung erfolgte nach einem Bombenangriff auf das Cafe Dolce Vita im Nordteil der Stadt, bei dem am Samstag neun Personen verletzt wurden, berichteten Medien am Montag. Der Anschlag wurde umgehend von serbischen Chauvinisten ausgenützt um ihre Teilungsabsichten zu befördern. Die internationale Presse geht wie die serbischen Propagandisten davon aus, dass es sich bei dem Anschlag um einen Angriff gegen serbische Zivilisten gehandelt haben soll. Diese Behauptung liegt völlig neben der Realität, das Cafe ist der bekannteste Treffpunkt der serbischen Faschisten in Mitrovica. Die Räumlichkeiten des Cafes werden von den „ Wächtern der Brücke“ als eine Art Sturmlokal genützt. Dennoch ist der Anschlag zu verurteilen, er nützt den serbischen Nationalisten und schließt unschuldige Opfer nicht aus. Einiges deutet darauf hin, dass der Angriff mit einer Granate wahrscheinlich durchgeführt von einem 16 jährigen albanischem Jugendlichen von den serbischen Nationalisten inszeniert war. Normalerweise kommt kein Albaner in die Nähe des Treffpunktes der serbischen Nationalisten. Diesmal war es anders, dies deutet auf eine gezielte Provokation hin. Auf alle Fälle dient die Tat der Propagandamaschine Belgrads.

Frau Raskovic Ivic macht Propaganda

Nach Angaben von Marko Jaksic, einem Mitglied des Belgrader Verhandlerteams aus Mitrovica, wurden binnen sechs Monaten in Kosova mehr als 70 Angriffe auf Serben registriert. Nach Angaben der Polizei ging es mehrheitlich um Raubzüge und sonstige Straftaten und nicht um ethnisch motivierte Überfälle, wie dies serbischerseits behauptet wird. Die Leiterin der Belgrader Kosovo-Behörde, Sanda Raskovic-Ivic, sprach am Sonntag gar vom "Terrorismus niedriger Intensität" im Kosovo. Seit Juni 1999, als der Kosovo unter UNO-Verwaltung gestellt wurde, seien in der Provinz rund 7.000 Überfälle auf Serben registriert worden, meinte Frau Raskovic-Ivic.

"Terroristischer Angriff"

Von der serbischen Regierung wurde der Bombenangriff auf das Cafe ebenfalls als "terroristischer Angriff" abqualifiziert. Diese Propaganda gegen die Unabhängigkeit Kosovas wird zunehmen. Dabei wird es um Vorwände zu schaffen, die verschiedensten Provokationen geben. Dabei können auch Albaner im Spiel sein, denn Belgrad verfügt immer noch über ein funktionierendes Agentennetz in Kosova. Die Bevölkerung hat größte Wachsamkeit an den Tag zu legen, Belgrad benötigt für seine politischen Absichten Chaos und Leichen. Die serbischen Chauvinisten sind durchaus imstande das Leben und die Sicherheit von serbischen Zivilisten zu riskieren. Prinzipiell muß jeder Mensch in Kosova gegen Angriffe auf Zivilisten eintreten und sich vor Provokateuren hüten.