Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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06.07.2020

Vollbild anzeigenLeserbrief aus Slowenien-in Slowenien sind die Bürger über den „ Blitzkrieg „ der EU in Zypern sehr beunruhigt. Viele meinen und nicht ganz zu unrecht, dass nun ihre Ersparnisse zu „ Stabilisierung „ des Landes herangezogen werden könnten. Über die Methoden der Troika wird nicht nur in größeren Städten des kleinen Landes intensiv diskutiert (Slowenen sind traditionell ein sehr politisches Volk ) überall wo drei Bürger zusammenkommen. Man vergleicht die „

Strategie „ der EU mit der Taktik von A.H. von 1933-1938 ! Man testet einfach aus wie weit man gehen kann und kümmert sich weniger um die Proteste der Betroffenen. Nach den letzten Informationen ( und Gerüchten ) stehen slowenische Banken bereits am Rande des Abgrunds. Wenn sie keinen Bürgerkrieg haben wollen müssen die politisch Verantwortlichen nun eine schnelle Lösung für die drohende „ Katastrophe „ präsentieren. Die Unruhen vor einigen Wochen zeigten, dass sich die Schuldigen  dort nicht so einfach aus der Verantwortung werden ziehen können, wie etwa in Griechenland oder Zypern.

Man darf es auch nicht aus den acht lassen, das in Slowenien zu Zeit die Wirtschaft am Boden liegt und die Arbeitslosigkeit schwer auf der Seele der Bevölkerung lastet.

Anders als  Griechenland, Portugal, Zypern oder Irland, die nach 1945 in die kapitalistische Systemen des Westens „ integriert „ wurden, oder bereits in solchen lebten,

mussten die Slowenen von 1945- 1955 eine schwere Zeit mit enormen Entbehrungen in allen Lebensbereichen durchstehen.

Erst nach 1960 verbesserte sich die Lebensstandart der Bevölkerung sichtlich und bis zum Zerfall der FNR Jugoslawien an dem slowenische Politiker maßgeblich beteiligt wurden, war Slowenien eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen in Süd-Ost Europa.

Damals gab es aber bereits einen nicht unerheblichen Bankenproblem der bis heute nicht bereinigt ist. Ljubljanska Banka die Milliardenbeträge aus anderen Republiken des Landes sowie von Gastarbeitern die in Westen schufteten einsammelte und dafür „unrealistische „ Zinsen bezahlte geriet in Schieflage und konnte am Ende ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen. Damals gab es kein „ Rettungsfond“ der EU und man setzte auf die Karte Zeit. Das Problem wurde aber wie gesagt bis heute nicht bereinigt. Diese „ Affäre „ ist bis heute allgegenwärtig und das Vertrauen in die Banken des Landes auf einem sehr niedrigen Niveau.

Die nächsten Wochen werden es zeigen ob die Methode der „ Überrumpelung“ der Kontobesitzer auch in Slowenien so glatt über die Bühne geht wie etwa in Nicosia.

F.Z.