Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
14:01
15.09.2019

Die Gerichtsurteile in Deutschland gegen Menschen aus Kosova werden immer härter und rassistischer. Zu einem Urteil gegen einen jungen Kosovaren- durch ein Verwaltungsgericht- erreichte uns folgender Leserbrief.Der Name des betroffenen Jugendlichen aus Kosova wurde geändert. Brief an die Redaktion: „Im Kinderheim Nardini in Hemau (Nähe Regensburg) lebt zurzeit ein junger Kosovare, der nächste

Woche schon Deutschland verlassen muss. Das Schreiben des Verwaltungsgerichts kam gestern. Enver kam als unbegleiteter Minderjähriger nach Deutschland und wurde der Jugendhilfe unterstellt. Trotz seiner dramatischen familiären Situation wurde sein Antrag auf Asyl abgelehnt. Enver ist an Leib und Leben bedroht, da sein Vater glaubt nicht, der leibliche Vater zu sein. Angeblich wäre Enver das Ergebnis einer Vergewaltigung der Mutter durch einen Serben. Aufgrund der Ausweisung zurück in den Kosovo stellt sich nun das Problem, dass Enver nicht weiß wohin er in den Kosovo zurückkehren kann. Einzig zu seiner “Familie” kann er nicht. Ab September 2016 hat Enver einen Ausbildungsvertrag in einem Altenheim in Hemau. D. h. er bräuchte für ca. 3 – 6 Monate eine Bleibe im Kosovo und natürlich auch Schutz und finanzielle Unterstützung. Enver ist Moslem, lebt seinen Glauben aber nicht. Ich bitte Sie um Hilfe bzw. um Rat. Leider müsste das aufgrund der Dringlichkeit sehr zeitnah geschehen. Herzlichen Dank! Ansprechpartner im Kinderheim Nardini in Hemau ist Herr Peter Schauer (This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. ) Der Name des jungen Mannes ist E S. Er wurde am 29.09.1997 in Suhareke/Kosovo geboren. Als unbegleiteter minderjähriger Asylbewerber kam er 2015 alleine nach Deutschland und wurde dann der Jugendhilfe unterstellt. Im Kinderheim Nardini in Hemau wird er bis heute betreut. Am 26.22.2015 hatte er seine Anhörung beim BAMF. Sein Vater ist Alkoholiker, vom Krieg traumatisiert und behauptet Enver hätte Schande über seine Familie gebracht. Schläge und Diskriminierung durch Schulkollegen und Familienangehörige gehörten zu seinem Alltag. Verstärkt wurde das noch, als seine Schwester vergewaltigt wurde und die Stadt und die Schule das mitbekommen hat. Enver hat einen Ausbildungsvertrag als Altenpfleger bei der AWO in Hemau ab September 2016. Er möchte diese Ausbildung unbedingt machen und hat auch schon ein Praktikum bei seinem zukünftigen Arbeitgeber geleistet.

Wenn er jetzt freiwillig ausreist, weiß er nicht wo er unterkommen kann, um die Zeit bis zum Ausbildungsbeginn zu überbrücken. Freiwillig ausreisen muss er spätestens am 15.03.2016.

Enver hat sich wunderbar integriert.. U. a. nimmt er einmal wöchentlich an einer Kochgruppe für und mit Asylbewerbern in Regensburg teil. Außerdem betätigt er sich als Friseur im Kinderheim. Bitte helfen Sie Enver.“

 

Anmerkung der Redaktion Wir ersuchen unsere Leser und Leserinnen gegen den gerichtlichen Willkürakt zu protestieren. Gleichzeitig suchen wir eine Bleibe für Enver in Kosova wenn seine Abschiebung nicht verhindert werden kann. Nach einigen Monaten in Kosova kann Enver, wegen seines Ausbildungsvertrages wieder nach Deutschland zurück. Der Leserbrief problematisiert sehr gut , die patriarchalen Strukturen in weiten Teilen Kosovas. Heute am internationalen Frauentag führt die „ Bewegung für Selbstbestimmung“ (VV) im Grand Hotel in Prishtina dazu eine Veranstaltung durch. Es wird dort für die Rechte der vergewaltigten Frauen in Kosova eingetreten. Die Regierung ignoriert bis dato das Schicksal dieser Frauen. Bis jetzt ließen sich 10.000 Frauen als Vergewaltigungsopfer durch serbische Militärs und Paramilitärs registrieren. Dennoch werden ihnen soziale Rechte durch die Regierung verweigert. Grundsätzlich geht es bei der Veranstaltung um die völlige Emanzipation der Frauen.

Für die Redaktion von Kosova-Aktuell Jutta Schulz

 

Bild und Aufruf von VV zum internationalem Frauentag 

8 Marsi – thirrje për angazhim

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08 Mars 2015 - E diel 1:11

Shprendaj me te tjeret

Me rastin e Ditës Ndërkombëtare të Gruas, Lëvizja VETËVENDOSJE! organizoi një aktivitet simbolik në sheshin “Skënderbeu” në Prishtinë. Në këtë ditë, në Kosovë, 55,5% e grave janë të papuna.

Aktivistja Teutë Rrusta tha se papunësia e gruas vjen si rezultat i një modeli neoliberal, i kombinuar me sistemin patriarkal të vlerave që kanë shtypur dhe shpronësuar gruan. “Vetëm 15% e grave në Kosovë posedojnë pronë, apo prona është e regjistruar në emër të tyre. Ndërsa nga privatizimi i ndërmarrjeve publike, shumë gra kanë mbetur pa punë dhe për pasojë kanë humbur pavarësinë ekonomike. Në anën tjetër, duhet vënë në spikamë llojin e punëve që e kryejnë gratë”, theksoi Rrusta.

Ajo ndër të tjera tha se seksualizimi dhe stereotipizimi i punës është njëra ndër arsyet pse sot gratë e gjejnë rehatinë e tyre në zymtësinë shtëpiake, në varësinë nga burri dhe në punët e rënda fizike në shtëpi. “Në fakt, punët e shtëpisë dhe kujdesi për fëmijët janë punë të cilat rëndojnë mbi gruan edhe nëse ajo është e punësuar me pagesë. Pra, puna dhe e drejta formale e ligjore, nuk e ka çliruar gruan nga moralizimi mbi të dhe seksualizimi i vendit të punës. Duhet të themelohen vlera të reja, të tjera, si në sferën publike, ashtu edhe në atë private, ku ndarja e punëve është e barabartë mes grave dhe burrave”, shtoi aktivistja Teutë Rrusta.

Lëvizja VETËVENDOSJE! konsideron se angazhimi për barazi shoqërore në përgjithësi është projekt politik që nuk kuptohet dot pa angazhim të njëkohshëm të gruas. Ne mendojmë që gratë punëtore dhe të papuna duhet të angazhohen konkretisht. Angazhimi politik shfaqet para së gjithash si pjesëmarrje dhe jo vetëm si përfaqësim.