Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
06:07
21.11.2019

Von Deniz Faber Vergangene Woche wurde an Herrn Peter Handke der Literatunobelpreis verliehen. Der britische "Guardian" zitiert den slowenischen Philosophen Slavoj Zizek, der auf Handkes frühere Aussage, der Literaturnobelpreis gehöre abgeschafft, sagt: Die heurige Entscheidung beweise, "dass Handke recht hatte". "Das ist Schweden heute", so Zizek. "Ein Apologet von Kriegsverbrechen bekommt den Nobelpreis, während das Land einen wesentlichen Beitrag zum 

Charaktermord des wahren Helden unserer Zeit, Julian Assange, geleistet hat. Unsere Reaktion sollte sein: Nicht den Literaturnobelpreis für Handke, sondern den Friedensnobelpreis für Assange. Bekanntlich hat Handke die Verbrechen der Tschetniks u.a. in Bosnien und Kosova bejubelt. Die Partei des Wahlsiegers Albin Kurti in Kosova VV verurteilte in scharfen Worten die Preisverleihung. Stars 24 aus Östereich schreibt: „Den Kritikern, die auf Twitter auf Kontroversen rund um Handke hinwiesen, schloss sich auch der bosnisch-amerikanische Schriftsteller Aleksandar Hemon an. "Peter Handke ist der Bob Dylan unter den Genozid-Leugnern", twitterte Hemon und verlinkte einen Guardian-Artikel aus dem Jahr 1999 über Handkes Positionen zum Bosnien-Krieg. Auf diesen Artikel verwiesen auch bosnische Medien. Die Tageszeitung "Dnevni Avaz" bezeichnete Handke in einem Porträt als "leidenschaftlichen Fan der serbo-tschetnischen Bewegung, der im Rahmen dieser Ideologie öffentlich den Genozid in Srebrenica leugnet".

 

Dokumente Handke zu Milosevic

 

 

https://handkeonline.onb.ac.at/node/1877

 

 

 

„Mütter von Srebrenica“ fordern, man möge Handke den Nobelpreis aberkennen. Wenn Teile des Kulturbetriebs das für einen Sieg gegen die politische Korrektheit halten, dann schlittert gerade mit der Schwedischen Akademie ein Kulturbetrieb in die Krise, der noch nicht verstanden hat, dass Kultur nicht nur für die Bewohner des Elfenbeinturms geschaffen wird.

 

Foto Slavjo Zizek 

 

 

 

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