Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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22.10.2019

Einst waren die reichen Vorkommen an Zink, Blei, Braunkohle und Gold in Kosova, die Rohstoffbasis verschiedener jugoslawischer Republiken. Die Bewohner Kosovas kamen weder unter Tito und schon gar nicht unter der Herrschaft des offen rassistischen Milosevic Regimes in den Genuß dieses Reichtums. Heute hat die UNMIK die wirtschaftliche Enteignung Kosovas auf ihrer Agenda. Der Reichtum Kosovas soll privatisiert und günstig an kapitalistische Konzerne, aus den Metropolen verscheuert werden.

Gegenwärtig ist Kosova das ärmste Gebiet in Europa. Die Massenarbeitslosigkeit wird offiziell mit knapp 50% beziffert. Kosova steht unter neokolonialer Fremdbestimmung. In absehbarer Zeit soll aus dem UNMIK Protektorat Kosova, ein EU-Protektorat werden. Den Menschen in Kosova wird das Recht auf nationale Selbstbestimmung vorenthalten . Damit einher geht die Spekulation, durch die ungelöste nationale Frage, den sozialen Protest und die Frage wem der Reichtum des Landes gehört unterdrücken zu können. Notwendig ist in Kosova eine Kraft welche die nationale Frage mit der sozialen verbindet. Viele Länder in Lateinamerika machen hinlänglich deutlich, dass selbst bei einer formalen Unabhängigkeit, die Ausbeutung der Länder nicht beendet ist. Es gibt aber auch die Erkenntnis, dass soziale Bewegungen, wie unter Chavez in Venezuela, oder Evo Morales in Bolivien, durchaus im Stande sind den Menschen den Weg in Richtung sozialer Gerechtigkeit zu zeigen. Dazu ist es vonnöten den Konflikt mit multinationalen Konzernen aufzunehmen, die den natürlichen Reichtum der Länder durch Billiglöhne, ohne Steuern zu zahlen abschöpfen und sich einen Dreck um die sozialen Probleme kümmern. Den Großkonzernen geht es nur um Maximalprofit. Der natürliche Reichtum Kosovas könnte perspektivisch, durchaus einige Konzerne in das Land bringen, zudem lockt der Reichtum Kosovas nach wie vor den „Großserbischen Appetit“. Ohne Souveränität und organisierter sozialer Gegenwehr wird Kosova nicht imstande sein, seinen natürlichen Reichtum für sich selbst in solidarischer Kooperation mit anderen Völkern zu verarbeiten. Über welche Reichtümer Kosova verfügt belegt ein Artikel den wir aus der Zeitschrift „Dardania“ entnehmen.




Dokumentation: Die Bodenschätze Kosovas

Geographische Angaben Die durchschnittliche Höhe über Meer in Kosova beträgt 700 m. Es ist eine Hochebene, von der das Wasser in drei Meere abfliesst: ins Adriatische, die Ägäis und in das Schwarze Meer, mit der bekannten Gabelung der Nerodime, deren Wasser zweigeteilt wird und in zwei Meere fließt, ins Schwarze Meer mit den Flüssen Sitnica und Ujibardh, in die Ägäis mit den Flüssen Lepenc und Vardar. Auch das Wasser des südöstlichen Kosovas fließt mit der Morava ins Schwarze Meer. Das Wasser Westkosovas jedoch fleißt mit dem Drin i Bardhë ins Adriatisches Meer. Deshalb wird Kosova oft auch das Rückgrat des Balkans genannt. Die fruchtbaren Eben Kosovas (über 35 % des Gebietes) sind bekannt für die hohe Qualität des Weizens, und die Hanglagen für die gute Qualität der Trauben. Die Ebenen wurden aufgeteilt in die nordöstlichen von Llap, die nördlichen von Kosova, die westlichen von Dukagjin, die zentralen von Viti und die Create südöstlichen von Morava. Als Weiden sind die Almen von Bjeshkët e Nemuna, von Sharr, der Karadak i Shkupit und von Karadak i Gollakut bekannt. Hinsichtlich des geologischen Aspekts haben wir es mit dem Zusammenprall zweier Massive zu tun, nämlich der dinarischen Alpen und der Rhodopen. Die Alpen haben das Alter des Mosozoikums (Trias, Jura), ein eher labiles Terrain, währenddessen das Rhodopenmassiv älter ist (Paleozoikum) und stabiler. Diese zwei Massive stoßen in einer Zone aufeinander, die einen Großteil Kosovas umfasst, und die bei den Kopaonik-Bergen beginnt, welche Zone auch unter dem Aspekt der Erdbeben sehr labil ist. Doch ist diese Zone auch sehr reich an Mineralien, vor allem an Blei und Zink. Kosova gehört mit seinem Paleorelief einerseits zum Paleozoikum und andererseits, im westlichen Teil zum Mesozoikum (Trias, Jura), über welche die Sedimente Kosovas im Terziär (Miozen und Pliozen), geformt wurden. In der gleichen geologischen Zeit ist auch die Steinkohle Kosovas gebildet worden; dieser Prozess endet im Quartär (Zwischengletscherzeit). Sozusagen ganz Kosova, insbesondere das zentrale Gebiet von Vushtrria bis Vitia, Kaçanik und Ferizaj und dann Richtung Pejë, die Hochebene von Dukagjin, die die gleiche Charakteristik hat, sind alle in der selben geologischen Zeit gebildet worden. In allen erwähnten Ebenen haben wir im Vertikalschnitt, in der geostratigraphischen Säule, eine Steinkohlenzeit von einer Dicke von 60 - 120 m. Der Teil unter der Steinkohlenschicht gehört zum Terziär (Oligozen, Miozen), währenddessen die Lignitschnitt sich in der Zeit des Miozen - Pliozen gebildet hat,und die obere Schnitt, also die Decke der Steinkohle, im Pliozen und Pleistozen (Zwischengletscherzeit). Dies bedeutet eine Zeit vor 5 Millionen Jahren. Kosova verfügt nicht nur über einen großen Reichtum an Lignit, sondern auch an verschiedenen Mineralien, welche in ökonomisch wertvoller Menge vorhanden sind. Diese Mineralien sind: Mangan, Eisen, Magnesit, Kaolin, Betonit, Dunit, Kalkstein, Dolomit, Jerzolit, Mergel, Tonerde, Quarzit, Chromit, Läozit, Talk, Galenit, Svalerit, Pirit, Haluazit, Hornblend, Bauxit, Nickel, Cerusit, Pirhotin, Molibden, Silber, Oligonit, Antimonit etc. Über 40 ausbeutungswerte Mineralien. Reserven an Mineralien und anderen Bodenschätzen auf dem Gebiet Kosovas, angegeben auf Grundlage von Detaillforschungen mit Tiefstich: Steinkohle (Lignit) (Bassin von Kosova) 77'302*106 t Blei und Zink (Bergwerke von Trepça) 3.73*107 t Bauxit (Gremnik) 5.73*105 t Chromit (Bokaj Gjon) 8.8*105 t Nickelerz (Çikatovë e Vj. u. Golesh) 20*106 t Kalkstein (Jerzolit, Dolomit) 1.28*108 t Mergel (Hani i Elezit, Leposaviq) 46*106 t Mangan (Novobërdë) 1.35*106 t Eisen (Sedllar) 0.71*106 t Magnesit (Golesh) 1.62*106 t (Strezovc) 12*106 t Kaolin (Karaçevë) 6*106 t Bentonit (Gushicë, Viti) 28*106 t (Karaçevë, Sadovinë etc.) 7.2*106 t Dunit (Medvec, bei Golesh) 68*106 t Quarzit (Guri Keq, Lumi Kolës, Buzovik) 44.91*106 t Asbest (Picel-Bajgorë) 8.94*106 t Ziersteine a) Marmor 1.6*106 t Onyx und Travertin 3.75*105 t Bigar (Nagelfluh ?) 4.2*106 t Tonerde (Sojevë, Ferizaj) 2.5*106 t Leocit (Visoqë) 6.2*106 t Talk (Strellc) 1.65*105 t Das Lignit kommt unter sehr guten geologischen und geotechtonischen Bedingungen vor und wird im Verhältnis vom 1m3 Material pro Tone Kohle gefördert. Der Kalorienwert der Kohle beträgt 1.950 kcal/kg. oder 8164 kJ/kg. bei Massenausbeutung 1.700 kcal/kg. oder 7.117 kJ/kg. Die festgestellten Kohlevorkommen betragen über 16 Mia Tonen, was über 6,81% aller Reserven Ex-Jugoslawiens gleichkommt. Die noch unentdeckten Vorkommen betragen vermutlich über 77 Mia Mia Tonen; was 3,79 mal mehr als alle Reserven ex Jugoslawiens ist (diese betrugen 20,83 Mia Tonen aller Kohlarten, davon 18,6 Mia Tonen Lignit). Demnach hat Kosova über 8.000 Tonen unterirdische Kohle pro Einwohner und mit dem Vermuteten Vorkommen sind es 38.500 Tonen pro Kopf. Vergegenwärtigen wir uns, daß von einer Tonne dieser Kohle 1,1. Mwh Energie produziert werden kann, dann verfügt Kosova in seinem Boden über 880 Mwh Energie pro Einwohner, mit dem Vermuteten Vorkommen sogar über 42,350 Mwh. Diese Sonnen- und Bodenenergie, die sich während mehr als 5 Mio Jahren angesammelt hat, ist von unbeschreiblichem Wert für das Leben in Kosova. Die Schweiz produziert 7.000 Kw/Jahr pro Einwohner elektrischen Strom, was eine der welthöchsten Produktion ist; für einen solchen Energiestandard befindet sich im Boden Kosovas gesicherte Energie für 1.257 Jahre (bei der heutigen Einwohnerzahl). Doch auch bei einer 5 Mal grösser Einwohnerzahl, also bei 1o Mio Einwohner, gibt es Energie für 251 Jahre. Bei 10 Mio Einwohner kann aus den vermuteten Reserven Energie für 1.098 Jahre produziert werden. Außer über Energie verfügt Kosova auch über Buntmetalle . Allein Blei- und Zinkerz hat es über 2 Mio Tonnen pro Jahr produziert, was bei einem durchschnittlichen Bleienthalt von 3,86% und Zinkgehalt von 2,97% über 61'760 Tonnen Blei und über 45'580 Tonnen Zink ergeben. Ebenso über 94 Tonnen Silber (Ag), 75 Tonnen Bismut, 25.000 Tonnen Piritkonzentrat, 20.000 Tonnen Pirotin, 19.000 Tonnen Bleilegierungen, 30.000 Tonnen Elektrolytischen Zink, 400 Kg. Gold, 60 Tonnen Kadmium (Cd), Eisennickel wurden über 70.000 Tonnen pro Jahr produziert. Auch die Nichtmetallprodukte hatten eine ziemlich große Bedeutung für Kosova und wurden in folgenden Ausmaß produziert: im Bergwerk von Golesh über 21.000 Tonnen Kaustik (Zementmagnesit), sehr gesucht für den Bau von Fußböden in verschiedenen Farben, und sehr geeignet für die Wärmeisolation, sehr brauchbar in hygienotechnischer Hinsicht. Eignete sich ebenso zur Produktion von Bürsten zum Ausglätten von Beton oder von Marmor- und Granitfussböden. In eben diesem Bergwerk wurden auch 21.000 Tonnen Magnesit produziert, wobei allein die Qualität des Erzes die Gewinnung von Sinternit mit weltbester Qualität ermöglichte: Letztere ging in die Fachliteratur als "Qualität von Golesh" ein. Aus diesem Material werden Ziegel und feuerfester Mörtel produziert. Auch im Bergwerk von Strezovc wurden Sinter (über 28.000 Tonnen) und Kaustik (über 29.000 Tonnen) produziert, jedoch von geringerer Qualität. All diese Mineralien kommen in den Gemeinden Mitrovicë, Podujevë, Gjilan, Lipjan und Viti vor. Genau diese sind auch die Gebiete, wo sich die absolute Mehrheit der früher erwähnten Bodenschätze befinden und daher sind die von Serbien ausgehenden Vorschläge zu einer Teilung Kosovas, bei der die genannten Gemeinden Serbien zufallen würden, nicht zufällig. Serbien geht es weniger um die Kirchendenkmäler, wie es der europäischen und weltweit öffentlichen Meinung glaubhaft zu machen versucht, sondern vielmehr um die Bodenschätze und der Ausbeutung. Der Wert dieser Bodenschätze wird auf über $ Zehntausend Milliarden berechnet.