Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
18:56
18.08.2019
Die Unabhängigkeit wird nicht durch „Verhandlungen“ erreicht
Wer glaubt bei den „Verhandlungen“ in Wien, könnte die Unabhängigkeit Kosovas herauskommen, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann und den Osterhasen. Ziel der Gespräche über Kosova ist, dass  ein tragfähiger Kompromiß zwischen den großen imperialen Staaten gefunden wird. Der Österreicher Albert Rohan spricht ständig davon, aus Kosova ein „EU-Protektorat“zu machen. Er hat die USA  im Verdacht, die Unabhängigkeit Kosovas zu befürworten.  Der Prinz aus Österreich, Herr Albert Rohan, betont seit Wochen unmißverständlich, in Europa keinen „51 Bundesstaat der USA“ zu tolerieren. Dahinter steckt die zunehmende zwischenimperiale Konkurrenz zwischen der EU und den USA. Russland steht in dem Spiel fest an der Seite Serbiens und alle  „Kern und Osteuropäer“ sprechen von der „europäischen Zukunft“ des Balkans. Damit meinen sie nicht das demokratische Selbstbestimmungsrecht der Völker, sondern ein Balkangebilde, welches der vorläufigen Partnerschaft Partnerschaft Paris, Berlin, Moskau nutzt. Kosova soll perspektivisch als günstige Rohstoffquelle mit billigen Arbeitskräften den europäischen Konzernen zur Verfügung stehen. Der serbische Chauvinismus spielt dabei die Rolle, die Völker des Balkan weiter mit nationalistischem Gift zu bespritzen, um die einfachen Menschen auch in Serbien, weiter sozial mißhandeln zu können. Dagegen müssen die Menschen auf dem gesamten Balkan mobilisiert werden, es geht um Frieden, soziale Gerechtigkeit und das nationale Selbstbestimmungsrecht. Die Unabhängigkeit Kosovas steht nicht auf der Agenda der imperialen Mächte, höchstens ein neues Protektorat, unter der direkten Leitung der EU. Die Unabhängigkeit muß vom Volk in Kosova im engen Bündnis mit demokratischen und internationalistischen Kräften in Europa erkämpft werden. Verhandlungen mit Serbien unter dem Diktat der UN, können den Menschen in Kosova nur Schaden. Die Phrasen von der „EU Perspektive Kosovas“ soll die Menschen betäuben und vor allem die Frage- welches Europa eigentlich gemeint ist- ausblenden. Das gegebene Europa ist ein Experiment, um die Profite der europäischen Spitzenkonzerne, gegen  die  imperiale Konkurrenz abzusichern. Der EU-Verfassungsentwurf kennt keine sozialen Standards,nur wichtige Regelungen für den kapitalistischen Profit. Aus diesem Grund haben die Menschen in Frankreich und Holland diese unsoziale Verfassung zurecht in Volksabstimmungen mit Mehrheit abgelehnt. Auf der anderen Seite soll das Volk in Kosova mit billigen Parolen über die angebliche „EU-Perspektive“ des Landes,  tatsächlich aber nur für  ein EU-Protektorat reif gemacht werden. Dabei wird  weder Selbstbestimmung, noch ein soziales Leben in Kosova herauskommen.

 

von Dr. Agim Popa

 

 

Die Perspektive Kosovas und Jürgen Elsässer

Dass Jürgen Elsässer seine Felle davonschwimmen sieht, motiviert ihn einmal mehr zu unsäglichen Äußerungen. Nicht nur, dass er sich wie üblich gegen die künftige Unabhängigkeit Kosovas ausspricht, nicht nur, dass er, wie üblich, auf die Mythen der (pro)serbische Propaganda rekurriert - dieses Mal zieht er gegen Agim Ceku mit Vorverurteilungen und Unterstellungen vom Leder. Nein, dieses Mal zeigt er seine undemokratische und bedenkliche Gesinnung sogar, indem er es bedauert, dass es in Serbien keine Hisbollah gebe!!! Das ist ja wohl die Härte. Aber es zeigt auch, wessen Geistes Kind er ist, wenn er nicht zurückschreckt, einer fundamentalistischen Organisation seine Sympathie auszusprechen, wenn es darum geht, gegen Kosova Front zu machen.
Dabei ist die künftige Unabhängigkeit essentiell, und eine gewiss empfehlenswerte Kooperation der Balkanstaaten kann im europäischen Rahmen und später unter dem Dach der EU erfolgen, wie z.B. Hashim Thaci ausgeführt hat."

 

von Cornelia Maier