Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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23.09.2020
Gjermanisht-shqip Der bekannte Aktivist der LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) Albin Kurti wurde am Donnerstag wieder aus dem Gefängnis in Prizren entlassen und in seiner Wohnung erneut unter strengen Hausarrest gestellt. Neuerlich ignorierte Kurti die gerichtlichen Auflagen, Kurti gab am heutigen Freitag in seiner Wohnung eine Pressekonferenz. Bei der Pressekonferenz erklärte Kurti: „ Die Mitglieder der Verhandlungsgruppe haben Kosova für ihre Privilegien verkauft“.

gjermanisht-shqip In der Frage Kosova kam es in Heiligendamm anläßlich des G 8 Gipfels zu einer „ Verständigung“. Der französische Präsident Sarkozy brachte den Vorschlag ein, die Frage des Statuses von Kosova um „mindestens 6. Monate zu verschieben“. Auf der Basis des Ahtisaari Planes wollte Sarkozy „allen Seiten noch weiter Zeit geben“. Sarkozy sprach auch von einer „möglichen besseren Lösung“.

In Serbien sind im Jahr 2001 drei Massengräber mit den Überresten von knapp 1.000 getöteten Kosova-Albanern entdeckt worden. Anfang April 2007 gab es Angaben über ein weiteres Massengrab nahe Raska im Grenzgebiet zu Kosova. Die Aussagen wurden vom „Kosovo-Büros des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz“ (IKRK) in Prishtina zusammengefasst. Sie bezogen sich auf Zeugenaussagen,

gjermanisht-shqip Die UNMIK Kolonialbehörde hat durch ihren Staatsanwalt offiziell Anklage gegen Albin Kurti erhoben. Dem bekannten und populärem Aktivisten der LPV ( Bewegung für Selbstbestimmung) wird vorgeworfen, für die Gewalt und die Morde am 10. Februar in Prishtina, durchgeführt von UNMIK Polizisten verantwortlich zu sein. Diese Anklage eingereicht vor dem Kreisgericht in Prishtina ist eine absurde neokolonialistische Provokation. Bekanntlich erschossen rumänische Spezialpolizisten am 10. Februar in Prishtina zwei Menschen. Durch die Repressionsorgane der UNMIK wurden zudem über achtzig Personen schwer verletzt. Alle Berichte und Filmdokumente belegen, dass die Polizisten auf unbewaffnete und friedliche Demonstranten schossen.

Obwohl der gegen das Selbstbestimmungsrecht Kosovas gerichtete Ahtisaari- Plan in einer neuen UN- Resolution nochmals verschärft wurde, lehnt in Russland weiterhin ab. Russland drohte offen mit seinem Veto im UN Sicherheitsrat. Der Konflikt zwischen den großen imperialen Mächten auf dem Rücken Kosovas geht weiter. Es wird um die Frage gerungen wie die koloniale Unterdrückung Kosovas konkret ausgestaltet werden soll.

Rund um des Sitz des serbischen Patriarchen in Pejë wird eine Mauer gebaut. Die LPV und verschiedene andere Kräfte werteten dies als unannehmbar. Die Stadt wird dadurch wie in den finstersten Zeiten der Ost-West Konfrontation geteilt. Zudem findet unter dem Schlagwort Multikulti ein gigantischer Kulturraub statt. Die Bauwerke die der serbisch orthodoxe Klerus für sich beansprucht, sind keine exklusiv serbischen Monumente.

gjermanisht-shqip Russland, die USA und die Europäische Union (EU) haben sich nach einem Bericht der kroatischen Zeitung "Jutarnji List" über das Ahtisaari Diktat verständigt. Unter bestimmten Bedingungen sei Russland bereit auf sein Veto im UN Sicherheitsrat zu verzichten. Diese Bedingungen sind: 1 Kosova darf mindestens zwei Jahre lang nicht Mitglied der Vereinten Nationen (UN) werden. 2. Fordert Russland eine eigene Militärpräsenz in den serbischen Enklaven Kosovas ein.

Der serbische Nationalismus behauptet, dass die Albaner "nur Moslems" seien und das Christentum speziell in seiner orthodoxen Gestalt, eine exklusiv serbische Angelegenheit ist. Diese nationalistische Position findet im Ahtisaari Plan ihren Niederschlag. Rund 9% Kosovas werden unter dem Begriff „ Sonderzonen“ dem serbischem Klerus unterstellt. Dies stellt einen ungeheuerlichen Kunst und Kulturraub dar. Die Religion und die dazugehörigen Bauwerke sind keine nationale serbische Sache.

Presseinformation vom 19. Mai 2007-"Sechs Aktivisten der Bewegung „Vetevendosje“ wurden heute in Mitrovica geschlagen. Dieses Verbrechen haben die persönlichen Leibwächter von Hashim Thaqi in Zusammenarbeit mit sieben weiteren Mitgliedern der PDK (Demokratische Partei Kosovas), angeführt von Ismet Haxha und Eset Ujkani, begangen. Sie begannen die Aktivisten in den Räumen der ehemaligen Sozialversicherungsbehörde in Mitrovica zu schlagen und setzten dies auf der Straße fort.

Erklärung von Albin Kurti anläßlich der Pressekonferenz in Prishtna kurz vor seiner neuerlichen Festnahme.-„Am 10. Februar dieses Jahres, hat die Polizei nicht diese Menge an Waffen auf die “Nena Tereza” Strasse gebracht, um sie zu zeigen, sondern um sie zu benutzten. Ihr krimineller Plan, hatte kriminelle Folgen: Arben Xheladini und Mon Balaj wurden getötet, 82 Demonstranten wurden angeschossen, 15 wurden verhaftet und viele andere verletzt und geschlagen. Seit dem 10. Februar des Jahres 2007, ist die UNMIK nicht mehr nur ein antidemokratisches und neokolonialistisches Regime sondern zudem auch ein terroristisches.

Die deutschsprachige Presse berichtete in dieser Woche relativ umfassend über das diplomatische Gewürge in SACHEN Kosova. Im Mittelpunkt steht die ausufernde zwischenimperiale Konfliktlinie zwischen Washington, Berlin und Moskau. Auch die neueste Entwicklung in Serbien wird ausführlich kommentiert. Besonders empfehlen möchten wir unseren Lesern und Leserinnen einen Artikel von Boris Kanzleiter zur Regierungsbildung in Serbien.